Montag, 09.07.2012

Nach Webber-Sieg in Silverstone

Das Trio bittet zum Titel-Tanz

Mark Webber sorgt mit seinem Sieg in Silverstone für ein Deja-vu. Dort hat er schon 2010 gewonnen, als er sich bis zum letzten Rennen einen WM-Dreikampf mit Sebastian Vettel und Fernando Alonso lieferte. 2012 könnte es wieder so kommen.

Mark Webber gewann das Rennen in Silverstone vor Fernando Alonso und Sebastian Vettel
© xpb
Mark Webber gewann das Rennen in Silverstone vor Fernando Alonso und Sebastian Vettel

Sieben Rennen lang war die Formel-1-Saison ein einziges Durcheinander, doch seit dem Kanada-GP zeichnet sich an der Spitze eine Tendenz ab: Red Bull und Ferrari haben sich leicht vom Rest des Feldes abgesetzt.

Spiegelbild dessen war das Podium in Silverstone. Mark Webber, Fernando Alonso und Sebastian Vettel standen da und duschten sich gegenseitig mit Schampus. Kennt man noch, den Anblick. In der Saison 2010 sammelte das Trio insgesamt 30 Podestplätze.

Und es kämpfte bis zum legendären letzten Rennen in Abu Dhabi um den WM-Titel, in dem Vettel Alonso und Webber die Show stahl und zum ersten Mal Weltmeister wurde.

Damals lag Vettel im Titelrennen zwischenzeitlich deutlich zurück, Teamkollege Webber war ihm phasenweise überlegen und setzte ihn gehörig unter Druck. Noch so eine Parallele zur aktuellen Situation.

Webber wieder so stark wie 2010

Webber liegt mit 116 WM-Punkten 16 vor Vettel und hat durch seinen zweiten Saisonsieg nach Monaco - im Fürstentum und in Silverstone siegte er auch 2010 - den Rückstand auf WM-Leader Alonso auf 13 Zähler verkürzt.

Der Australier ist nach der schwachen Saison 2011 wieder voll da, das ist auch Vettel nicht entgangen. "Ich habe den Vorteil, dass er im gleichen Team fährt, daher kann ich sehen, was er macht. Ich glaube nicht, dass es eine Überraschung ist", sagte der Deutsche.

Red Bull: Keine Angst vor Duell Webber vs. Vettel

Schon wieder werden Erinnerungen an 2010 wach, als sich Vettel und Webber bis aufs Messer teamintern bekämpft haben. In der Türkei kam es sogar zum Crash zwischen den beiden. Just in Silverstone hatte Webber damals nach seinem Sieg Teamchef Christian Horner öffentlich vor den Kopf gestoßen, als er über Boxenfunk sagte: "Nicht schlecht für eine Nummer zwei."

Droht 2012 erneut ähnlich böses Blut? "Solche Kopfschmerzen hat man gerne", sagte Horner mit Blick auf die gute Form seiner beiden Piloten. "Beide haben mittlerweile so viel Erfahrung. Sebastian hat zwei Titel gewonnen. Er ist die Messlatte. Es ist eine sehr gesunde Beziehung der beiden. Sie haben viel gegenseitigen Respekt, was sich auch im direkten Zweikampf auf der Strecke zeigt."

Großbritannien-GP: Pack die Badehose ein!
Willkommen in Silverstone, willkommen im Stau. Wie es sich vor einem anständigen Badeurlaub gehört, muss man erstmal ordentlich anstehen
© Getty
1/16
Willkommen in Silverstone, willkommen im Stau. Wie es sich vor einem anständigen Badeurlaub gehört, muss man erstmal ordentlich anstehen
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone.html
Der Tipp des Tages: Einfach mal das Auto stehen lassen und den Gummistiefeln ein heilendes Moorbad gönnen. Soll sehr gesund sein, der Schlamm von Silverstone
© xpb
2/16
Der Tipp des Tages: Einfach mal das Auto stehen lassen und den Gummistiefeln ein heilendes Moorbad gönnen. Soll sehr gesund sein, der Schlamm von Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=2.html
Diese eigentümlichen Gebilde werden oft versehentlich für Zelte gehalten. In Wahrheit handelt es sich hierbei aber um U-Boot-Stellplätze der britischen Marine
© Getty
3/16
Diese eigentümlichen Gebilde werden oft versehentlich für Zelte gehalten. In Wahrheit handelt es sich hierbei aber um U-Boot-Stellplätze der britischen Marine
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=3.html
Auch das sind nicht etwa Regenschirme. Es handelt sich um den oft falsch verstandenen originalen Sonnenschutz der traditionellen Inselbewohner
© Getty
4/16
Auch das sind nicht etwa Regenschirme. Es handelt sich um den oft falsch verstandenen originalen Sonnenschutz der traditionellen Inselbewohner
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=4.html
Dieser ist auch praktisch mit der neuesten royalen Gummistiefel-Mode kombinierbar
© Getty
5/16
Dieser ist auch praktisch mit der neuesten royalen Gummistiefel-Mode kombinierbar
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=5.html
Wichtiger Hinweis: "Warning. Slippery Surface". Achtung, Rutschgefahr!
© Getty
6/16
Wichtiger Hinweis: "Warning. Slippery Surface". Achtung, Rutschgefahr!
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=6.html
Für Heikki Kovalainen war das Schild offenbar zu klein...
© Getty
7/16
Für Heikki Kovalainen war das Schild offenbar zu klein...
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=7.html
... ebenso wie für Wasserballett-Kollege Romain Grosjean
© Getty
8/16
... ebenso wie für Wasserballett-Kollege Romain Grosjean
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=8.html
Wählen Sie hier bitte Ihre Lieblings-Überschrift. A) Man, die Jungs haben aber einen dicken Fisch an der Angel. B) Schiffbruch bei Bruno Senna
© Getty
9/16
Wählen Sie hier bitte Ihre Lieblings-Überschrift. A) Man, die Jungs haben aber einen dicken Fisch an der Angel. B) Schiffbruch bei Bruno Senna
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=9.html
In beiden Fällen gilt: Viel zu tun für die Jungs von den Docks
© Getty
10/16
In beiden Fällen gilt: Viel zu tun für die Jungs von den Docks
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=10.html
Mit den rutschigen Bedingungen haben auch diese Herren hier zu kämpfen. Japanisch-Schweizerisches Wasserspringen beim Boxenstopp von Kamui Kobayashi
© Getty
11/16
Mit den rutschigen Bedingungen haben auch diese Herren hier zu kämpfen. Japanisch-Schweizerisches Wasserspringen beim Boxenstopp von Kamui Kobayashi
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=11.html
Der Japaner verschätzt sich beim Boxenstopp und räumt mehrere Mechaniker ab
© Getty
12/16
Der Japaner verschätzt sich beim Boxenstopp und räumt mehrere Mechaniker ab
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=12.html
Glücklicherweise wird niemand ernsthaft verletzt. Kobayashi soll sich "mit zehn Kästen Bier" entschuldigen, rät Formel-1-Experte Niki Lauda auf RTL
© Getty
13/16
Glücklicherweise wird niemand ernsthaft verletzt. Kobayashi soll sich "mit zehn Kästen Bier" entschuldigen, rät Formel-1-Experte Niki Lauda auf RTL
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=13.html
Ins Schwimmen kommt auch Fernando Alonso - und zwar auf abgefahrenen Reifen. Der Spanier muss sich kurz vor Ende des Rennens Mark Webber geschlagen geben
© Getty
14/16
Ins Schwimmen kommt auch Fernando Alonso - und zwar auf abgefahrenen Reifen. Der Spanier muss sich kurz vor Ende des Rennens Mark Webber geschlagen geben
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=14.html
Fachmännisches Urteil von Hugh Grant: klassischer Fall von "nass gemacht"
© xpb
15/16
Fachmännisches Urteil von Hugh Grant: klassischer Fall von "nass gemacht"
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=15.html
Und gerade als die Silverstone-Regatta eigentlich trockengelegt war, holt Mark Webber zur Feier des Tages die Champagner-Pistole raus. Super, Mark!
© Getty
16/16
Und gerade als die Silverstone-Regatta eigentlich trockengelegt war, holt Mark Webber zur Feier des Tages die Champagner-Pistole raus. Super, Mark!
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Rennen/grossbritannien-gp-regen-schlammschlacht-chaos-crash-in-silverstone,seite=16.html
 

Alonso mit seinem Ferrari "unglaublich glücklich"

Auch wenn Red Bull technisch seit dem Unterboden-Update in Kanada, das für deutlich mehr Grip auf der Hinterachse sorgt, einen großen Sprung nach vorne gemacht hat, sollte die Sorge von Webber und Vettel zunächst einmal Ferrari und Alonso gelten. Denn der Spanier hat mittlerweile ein Auto, das unter allen Bedingungen ganz vorne mitfahren kann.

"Ich bin unglaublich glücklich mit den Verbesserungen des Autos. Es war in Valencia sehr gut und hat nun auch hier auf einer völlig anderen Strecke mit sehr schnellen Kurven sehr gut funktioniert", freute sich Alonso, schränkte aber ein: "Ein letzter Schritt fehlt uns noch zu Red Bull. Unter bestimmten Bedingungen scheinen sie uns noch überlegen zu sein."

Wenn, dann vor allem bei Hitze und Trockenheit. Das war in Valencia zu sehen. Regen wünscht sich bei den Bullen niemand. "Wie man gesehen hat, scheinen wir im Trockenen konkurrenzfähiger zu sein als im Nassen", resümierte Red-Bull-Technikchef Adrian Newey.

McLaren "meilenweit von Red Bull und Ferrari weg"

Nicht nur konkurrenz- sondern siegfähig wollte McLaren beim Heimspiel in Silverstone sein. In der viel zitierten Saison 2010 reiste Lewis Hamilton als WM-Führender aus Großbritannien ab, diesmal ist er nur Vierter - wie zum Saisonende 2010.

Viel schlimmer als die 37 Punkte Rückstand auf Alonso war für den Briten aber die Tatsache, dass er vor den eigenen Fans als Achter absolut chancenlos war. "Wir sind meilenweit von Red Bull und Ferrari weg", stellte er ernüchtert fest. Sogar Mercedes, Sauber und Williams seien im Moment schneller als McLaren, sagten Hamilton und Teamkollege Jenson Button einhellig. "Schnelle Kurven, langsame Kurven: Wir scheinen im Moment nirgends besonders gut zu sein", beobachtete Button.

Gridgirls: Blondinen bevorzugt
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
1/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england.html
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
2/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england,seite=2.html
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
3/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england,seite=3.html
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
4/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england,seite=4.html
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
5/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england,seite=5.html
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
6/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england,seite=6.html
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
7/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england,seite=7.html
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
© xpb
8/8
Blondinen bevorzugt: Die heißesten Gridgirls vom England-GP in Silverstone
/de/sport/diashows/1207/formel1/Silverstone/Gridgirls/schoenheiten-blondinen-england,seite=8.html
 

Vettel schreibt McLaren nicht ab

Rätselhaft, denn in den Trainings und noch bis zum dritten Abschnitt des Qualifyings war zumindest Hamilton immer vorne dabei. Seitdem ging nicht mehr viel. Teamchef Martin Whitmarsh erklärte die Formschwankungen mit dem immer noch fehlenden Verständnis der Reifen. Im Umgang mit den Pirelli-Pneus scheint der größte Nachteil von McLaren gegenüber Red Bull und Ferrari zu liegen.

Aber kann man nach erst neun von 20 Rennen schon ernsthaft vom Ende der Titelhoffnungen sprechen? "An ihrer Stelle würde ich mir keine Sorgen machen. Sie haben am Freitag und Samstag bis zum letzten Abschnitt des Qualifyings einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Das zeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann", beruhigte ausgerechnet Vettel. "Die Saison ist noch lang und völlig anders als in den Jahren zuvor. Es kann noch eine Menge passieren. Es wird wichtig sein, nicht auszufallen und immer Punkte zu gewinnen."

Vettel will Heimsieg in Hockenheim

Vettel muss es wissen, schließlich lag er 2010 zwei Rennen vor Saisonende noch auf Platz vier in der Fahrerwertung und hatte 25 Punkte Rückstand auf Alonso.

Und wo wir gerade noch einmal auf 2010 zurückblicken. Als nächstes geht es zum Deutschland-GP nach Hockenheim. Den möchte Vettel unbedingt zum ersten Mal gewinnen. Aber vor zwei Jahren siegte dort ein gewisser Fernando Alonso.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

Alexander Mey

Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Breitere Reifen, breitere Autos. Wir die Formel 1 durchs neue Reglement spannender?

Michael Schumacher wurde 1997 mit einem zwei Meter breiten Ferrari Weltmeister in der Formel 1
Ja
Nein
Interessiert mich nicht

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.