Sonntag, 29.04.2012

Kimi Räikkönen lästert über die Formel 1

Das Drumherum ist für den Finnen "Bullshit"

Er verdient Millionen mit seinem Job als Rennfahrer, dennoch ist Kimi Räikkönen nicht gerade gut auf die Formel 1 zu sprechen. "Ich bin nur fürs Rennfahren hier. Auf den anderen Bullshit kann ich gut verzichten. Wenn man mir die Autos aus der Formel 1 wegnehmen würde, wäre ich nicht mehr hier", sagte der ehemalige Weltmeister im Interview der "Bild am Sonntag".

Kimi Räikkönen wurde 2007 im Ferrari Weltmeister
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Kimi Räikkönen wurde 2007 im Ferrari Weltmeister

Das ganze Drumherum, die Bekanntheit und so, das interessiere ihn nicht, betonte der Lotus-Pilot.

Die Formel 1 sei in erster Linie ein Job für ihn. "Und wenn ich nach Hause gehe, nehme ich die Arbeit nicht mit dorthin. Formel 1 spielt in meinem Privatleben keine Rolle", sagte Räikkönen. Er habe noch ein richtiges Leben. Doch für viele Leute sei halt die Formel 1 das Leben. "Für mich gilt das nicht", betonte der "Iceman".

Räikkönen hatte vor einer Woche mit seinem zweiten Platz hinter Titelverteidiger Sebastian Vettel beim umstrittenen Grand Prix in Bahrain für Furore gesorgt. Für den Finnen war es erst das vierte Rennen seit seinem Comeback nach zweijähriger Formel-1-Pause.

Kampfansage an Vettel

Vettel sei in Bahrain schneller gewesen. Doch er hoffe, dass er noch mal so nah an den Weltmeister herankomme, sagte Räikkönen und kündigte für diesen Fall bereits vollmundig an: "Dann ist er dran." Räikkönen hat allerdings eine hohe Meinung von Vettel: "Er ist ein netter Kerl. Mit ihm kann man gute Späße machen. Aber auf der Strecke ist er mein Gegner."

Eigentlich hat Räikkönen genug Geld verdient. "Warum also tut er sich den Stress der Formel 1 überhaupt noch an? "Es kommt immer drauf an, aus welcher Perspektive man das betrachtet. Die Arbeit macht mir gerade Spaß, deshalb stellt sich die Frage für mich nicht", sagte der Finne.

Seine Frau will Räikkönen aber nicht mit an die Rennstrecken dieser Welt nehmen. "Weil es für sie langweilig wäre, den ganzen Tag hier herumzusitzen. Die Zeit kann sie sicher besser nutzen", erklärte der Finne, der seinen WM-Titel 2007 mit Ferrari gewann.

Formel 1 2012: Die Termine

Bahrain-GP: Musste das wirklich sein?
Rauch über Manama während des Bahrain-GP. So sehr es die Verantwortlichen versucht haben, sie konnten die Krawalle im Land nicht tot schweigen
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Hier die Elite der Schönredner: FIA-Präsident Jean Todt, Veranstalter Zayed Rashed Al Zayani und F-1-Boss Bernie Ecclestone (v.l.)
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Gegen alle Widerstände aus Politik und Gesellschaft wurde das Rennen gestartet. Vettel (r.) kam mit Abstand am besten weg
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Hinter Vettel wurde es aber richtig eng. Hier der Dreikampf zwischen Alonso, Button und Räikkönen (v.r.) - inklusive qualmender Reifen
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McLaren kam bei weitem nicht so gut klar wie gehofft und musste sich im Rennen mit Ferrari herumschlagen. Rosberg war hier noch hinter dem Trio, am Ende aber davor
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Rosbergs Mercedes-Kollege Schumacher kämpfte sich vom 22. Startplatz nach einem Getriebewechsel noch bis auf den zehnten Rang nach vorne
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Weder Mercedes noch McLaren hatten eine Chance gegen das Lotus-Team. Hier überholte Räikkönen (l.) Grosjean und startete seine Jagd auf Vettel
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Dann wurde es im Kampf um den Sieg richtig eng. Räikkönen hatte beim zweiten Boxenstopp andere Reifen genommen als Vettel und fuhr die Lücke zu
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In den Runden 35 und 36 folgten dann die Angriffe des Iceman. Aber er suchte sich die falsche Seite für seine Attacke aus und musste zurückstecken
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Nach seinem dritten Boxenstopp konnte sich Vettel wieder etwas von Räikkönen absetzen. Sein Physiotherapeut zeigte ihm den beruhigenden Vorsprung an
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Die gut drei Sekunden Vorsprung rettete Vettel ins Ziel - sehr zur Freude seines Red-Bull-Teams. Vettel ist der vierte Sieger im vierten Rennen
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Vettel wusste, bei wem er sich für seinen Sieg zu bedanken hatte. Sein Auto kam am besten mit den wieder einmal tückischen Pirelli-Reifen zurecht
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Hinter Vettel und den beiden Lotus wurde es noch richtig eng. Di Resta (l.) rettete hauchdünn vor Alonso den sechsten Platz ins Ziel
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Normalerweise sind diese Podiumsbilder brüllend langweilig, aber mal ehrlich: Wer dieses Podest getippt hat, hat damit viel Geld verdient
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Vettel machte das Stelldichein auf dem Podium auf seine Weise witzig. Sein Kumpel Räkkönen sah ziemlich besoffen aus, aber es gab in Bahrain wirklich nur Rosenwasser
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