Donnerstag, 12.04.2012

Formel 1 muss wohl nach Bahrain

Ecclestone: "Das Rennen steht im Kalender"

Sebastian Vettel ist genervt, Michael Schumacher wortkarg und Nico Rosberg unsicher: In der Bahrain-Frage halten sich Fahrer und Teams zurück. "Keine Fragen zu Bahrain", sagte Weltmeister Vettel am Donnerstag in Shanghai. Und schob eine im Fahrerlager inzwischen übliche Standardantwort hinterher: "Bernie Ecclestone und andere machen sich da schon genug Gedanken drum. Wenn es heißt, dass wir fahren, fahren wir da. Wenn nicht, dann nicht", sagte der 24-Jährige.

Sebastian Vettel wird sich in der Bahrain-Frage dem Urteil von Bernie Ecclestone (r.) fügen
© Getty
Sebastian Vettel wird sich in der Bahrain-Frage dem Urteil von Bernie Ecclestone (r.) fügen

Es herrscht Unsicherheit und Unklarheit, ob das umstrittene Rennen im Wüstenstaat wie geplant am 22. April über die Bühne gehen kann. Zuletzt waren nach jüngsten Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten Stimmen laut geworden, die für eine erneute Absage plädierten. Die Zuständigkeit, wer das Rennen absagen könne, wird seit Tagen hin- und hergeschoben.

Zunächst sagte die Teamvereinigung FOTA, sie könne keine Rennen absagen, das könne nur der Automobil-Weltverband FIA. Bernie Ecclestone verdeutlichte, nur die FIA oder Bahrain selbst könne dies. Der Promoter schloss allerdings erstmals eine Absage nicht mehr völlig aus.

Thema auf der Agenda

Am Donnerstag in Shanghai hörte sich das dann wieder etwas anders an. "Das Rennen ist im Kalender. So lange die nationale Sporthoheit das Rennen nicht absagt, werden wir dort sein", wird Ecclestone vom britischen Fachmagazin "Autosport" zitiert. Der 81-Jährige erklärte, er werde sich mit den Teams über verschiedene Dinge unterhalten, aber "nicht über Bahrain, Barcelona oder Monaco oder sonstwo".

Nach den wieder aufgeflammten Diskussionen darf aber davon ausgegangen werden, dass das Thema auf der Agenda stehen wird. Auch wenn inzwischen vieles darauf hindeutet, dass der Grand Prix stattfinden wird. Schließlich steht für alle Beteiligten eine Menge Geld auf dem Spiel.

Und die FIA hat sich offenbar in Bahrain direkt rückversichert. Nach Informationen von "Autosport" habe die FIA beim britischen Experten John Yates eine schriftliche Stellungnahme zur derzeitigen Situation in dem Wüstenstaat eingeholt.

Hülkenberg ist bereit

Laut Yates, der als Polizeiberater im Innenministerium von Bahrain arbeitet, gebe es "ein ehrliches Bemühen um Reformen, die von obersten Regierungsstellen gefördert werden". Yates bezeichnet die Berichte in seinem Brief als "verzerrte Darstellungen". Er selbst fühle sich in Bahrain sehr sicher, "oft sicherer als in London".

Nicht nur deshalb gibt sich auch Rekordweltmeister Michael Schumacher betont gelassen. Ob er sich gut fühle, dort hinzureisen? "Ja", sagte der 43-Jährige. Zweifel hinsichtlich der Sicherheit habe er keine? "Nein", sagte Schumacher. Für seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg ist es "schwierig, ein mulmiges Gefühl zu haben, da ich nicht weiß, was dort los ist. Wir müssen der FIA vertrauen, dass sie die richtige Entscheidung treffen", sagte Rosberg.

Und auch Force-India-Pilot Nico Hülkenberg verschwendet (noch) keinen Gedanken an das übernächste Rennen. "Ich habe nicht genug Informationen, um das zu beurteilen. Ich bin aber bereit, ob wir fahren oder nicht", sagte Hülkenberg.

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