Freitag, 13.04.2012

FIA entscheidet

Grünes Licht für Rennen in Bahrain

Grünes Licht für Bahrain: Als die Entscheidung gefallen war, dass das umstrittenste aller Formel-1-Rennen wie geplant am 22. April stattfindet, war sogar dem mächtigen Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone die Erleichterung deutlich anzumerken.

2011 fiel der Bahrain-GP aus. Das letzte Rennen im Wüstenstaat fand im Jahr 2010 statt
© Getty
2011 fiel der Bahrain-GP aus. Das letzte Rennen im Wüstenstaat fand im Jahr 2010 statt

"Alle Teams sind mit der Entscheidung zufrieden", verkündete der 81-Jährige nach dem Meeting mit den Formel-1-Teamchefs am Rande des Großen Preises von China am Freitag in Shanghai. Er habe gefragt, ob jemand ein Problem mit Bahrain habe: "Und nein, niemand hat ein Problem damit."

Der Formel-1-Boss kann aber nicht leugnen, dass die politische Situation in Bahrain alles andere als stabil ist. Seit Februar soll es bei Protesten gegen die Machthaber in dem Wüstenstaat mindestens 45 Tote gegeben haben. Dennoch reagierte Ecclestone ungehalten auf kritische Nachfragen. Ob er sich denn sicher fühle, nach Bahrain zu gehen, wurde er gefragt. "Fühlen Sie sich sicher?", antwortete er sichtlich genervt. "All das wurde in den Medien diskutiert, das ist das Problem. Das Problem ist, dass keiner weiß, was wirklich los ist in Bahrain", sagte der Brite.

FIA bricht ihr Schweigen

Lange wusste man auch im Fahrerlager nicht, was jetzt los ist. Der Automobil-Weltverband FIA schwieg beharrlich und die Fahrer taten wie befohlen und zeigten sich eher unwissend. Die Teams kritisierten das Vorhaben hinter vorgehaltener Hand, eine Meinung zu dem Thema wurde zumindest nicht öffentlich geäußert. Wenn man nach Bahrain fahre, fahre man eben. Wenn nicht, dann nicht, war die einhellige Meinung.

Die FIA brach am Freitagmorgen ihr Schweigen und sprach ein Machtwort. "Nach den jetzigen Informationen ist es bestätigt, dass angemessene Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, damit der WM-Lauf in Bahrain stattfinden kann", teilte der Weltverband in einer Presseerklärung mit. Man habe sich ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Demnach ist FIA-Präsident Jean Todt bereits im November 2011 in den Wüstenstaat gereist, um sich mit den verschiedensten Parteien zu treffen. Außerdem habe die FIA von verschiedenen Stellen regelmäßige Sicherheitsberichte erhalten.

Malaysia-GP: Alonso & die schnellste Maus von Mexiko
Bevor das Chaos auf der Strecke losging, war aber erst mal Zeit für hohen Besuch aus Hollywood: Owen Wilson samt schicker Hawaii-Cap schaute genauso vorbei wie...
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...Schauspiel-Kollege Adrien Brody. Der Oscar-Gewinner verzichtete jedoch anders als sein Kumpel auf jegliche Souvenirs aus dem letzten Urlaub
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Augen zu und durch! Die Wolken im Hintergrund ließen bereits am Morgen des Malaysia-GP erahnen, was auf Mark Webber und Co. zukommen sollte
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Dann ging es los: Auf dem Sepang International Circuit waren bei strömendem Regen fahrerische Qualitäten gefragt. Den Start gewann...
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...Lewis Hamilton. Auch Teamkollege Jenson Button verteidigte seinen zweiten Platz. Michael Schumacher verlor nach einem Dreher dagegen einige Positionen
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Das "erste" Rennen dauerte allerdings nur neun Runden. Dann hatte die Rennleitung ein Einsehen und unterbrach den Grand Prix wegen starker Regenfälle
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"I'm driving in the rain...": Auch während der Safety-Car-Phase sorgten die Piloten, hier Mark Webber, für eindrucksvolle Bilder
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Während die Arrivierten wie Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel nach dem Re-Start nicht richtig in die Gänge kamen, sorgte ein Mexikaner für Aufsehen
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Sergio Perez war als schnellste Maus von Mexiko unterwegs und schlich sich klammheimlich von Startposition neun aufs Podest vor
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Nur Fernando Alonso war schneller als Perez! Der Ferrari-Pilot holte sich in Kuala Lumpur trotz der roten Gurke den 28. Erfolg seiner Karriere
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Pole-Setter Lewis Hamilton komplettierte als Dritter das Podest. In Sachen Champagne-Tasting ließ er jedoch ganz gentlemanlike Alonso den Vortritt
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Für die Deutschen gab es dagegen eher Selters: Vettel wurde nach einem Reifenplatzer nur Elfter. Hülkenberg und Schumacher holten zumindest noch zwei bzw. einen Punkt
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Teams stehen offenbar hinter der FIA

Aufgrund der jüngsten Zusammenstöße von Demonstranten und der Polizei in dem Wüstenstaat waren zuletzt Forderungen immer lauter geworden, den vierten WM-Lauf wie im vergangenen Jahr kurzfristig noch abzusagen. Und diese Forderungen sind trotzdem noch nicht verstummt. Viele Teams haben weiterhin Bauchschmerzen bei dem Gedanken, nach Bahrain reisen zu müssen. Insgeheim hofft man offenbar immer noch auf eine Absage. Die nach jetzigem Stand aber wohl nicht mehr kommen wird. Denn zumindest nach außen hin stehen die Teams hinter der Entscheidung der FIA. Trotzdem werden erste Maßnahmen getroffen, Bodyguards und zusätzliche Security engagiert.

Für Ecclestone gibt es endgültig keine Zweifel mehr, dass das Rennen über die Bühne geht. "Das Rennen wird zu 200 Prozent stattfinden", sagte Ecclestone. Er selbst habe keine Bedenken, mit der Formel 1 in dem Wüstenstaat an den Start zu gehen. "Abwarten und Tee trinken ist die Devise", sagte der 81-Jährige zu den angekündigten Krawallen während des Renn-Wochenendes.

Ecclestone: Formel 1 kann Bahrain politisch helfen

"Man muss aufhören zu spekulieren. Alle Teams sind damit zufrieden", betonte Ecclestone noch einmal.

Und schob nach, dass in dem Land im Moment nichts passiere und es dort friedlich genug sei und besondere Sicherheitsvorkehrungen nicht nötig seien. Und das meinte der mächtigste Mann der Formel 1 offenbar tatsächlich ernst.

Ecclestone hofft sogar, dass die Formel 1 dem Land politisch helfen kann. Mit den Reformen werde man dort sicher weitermachen, glaubt Ecclestone: "Die Formel 1 hat sicherlich geholfen, das Land Bahrain in das Licht der Öffentlichkeit zu stellen. Und ich glaube, dass es helfen kann, die Entwicklung weiter voran zu treiben."

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