Formel 1

Alonso warnt vor Panik bei Ferrari

SID
Fernando Alonso betrieb in Melbourne mit Platz fünf optimale Schadensbegrenzung für Ferrari
© Getty

Fernando Alonso hat nach dem Fehlstart von Ferrari in die neue Formel-1-Saison vor Panikreaktionen gewarnt. Sergio Perez hat derweil Gerüchte um seinen Wechsel zur Scuderia dementiert.

Die Autos zu langsam, die Strategen überfordert und kaum Hoffnung auf schnelle Besserung: Ferrari steckt in der Krise, und viele Tifosi sehen rot.

Nach nur einem Rennen in der neuen Formel-1-Saison werden in Italien personelle Konsequenzen gefordert. Vor allem Fahrer Felipe Massa und Teamchef Stefano Domenicali stehen am Pranger. Es wird bereits offen über eine Ablösung der beiden diskutiert.

Perez als Massa-Nachfolger im Gespräch

Namen für mögliche Nachfolger gibt es auch schon. Als neuer Teamkollege des Spaniers Fernando Alonso wird Sauber-Pilot Sergio Perez (Mexiko) gehandelt, und als neuer sportlicher Leiter für die "Scuderia" ist Sebastian Vettels Red-Bull-Teamchef Christian Horner ins Gespräch gebracht worden.

Beide haben derartigen Gedankenspielen vor dem zweiten Saisonrennen am Sonntag in Malaysia allerdings eine klare Absage erteilt

Auch der Deutsche Adrian Sutil wurde von italienischen Medien ins Spiel gebracht.

Unumstritten ist bei dem Traditions-Rennstall aus Maranello derzeit nur Alonso. Der zweimalige Weltmeister verhinderte mit dem fünften Platz zum Saisonstart in Melbourne ein totales Ferrari-Fiasko. Fest steht aber: Der Brasilianer Massa hat nach seinem schweren Unfall 2009 in Ungarn nie wieder zu gewohnter Form zurückgefunden.

Alonso warnt vor Panikreaktionen

Der Einzige, der in diesem Chaos offenbar kühlen Kopf behält, ist Alonso. Der Spanier warnte trotz des Fehlstarts ausdrücklich vor Panikreaktionen. "Wir müssen ruhig bleiben und hart arbeiten, dann werden wir auch wieder Erfolg haben. Ich hoffe, das wird bald der Fall sein", sagte der zweimalige Weltmeister auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Malaysia.

Ferrari hatte beim Saisonstart in Melbourne nur auf den Startplätzen zwölf und 16 gestanden. Massa kam im Rennen nach einer schwachen Vorstellung nicht ins Ziel. Schon in der Winterpause hieß es, dass die Tage des Brasilianers gezählt sein. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo nahm Massa noch mal in Schutz, forderte aber unmissverständlich Erfolge. Diesem Druck war der Brasilianer zumindest in Melbourne nicht gewachsen.

Ein fliegender Fahrer-Wechsel noch während der Saison ist dennoch eher unwahrscheinlich. "Das sind alles nur Gerüchte, mehr nicht. Ich fühle mich bei Sauber sehr wohl und will mit diesem Team Erfolg haben", sagte der angebliche Wunschkandidat Perez in Malaysia.

Vettels Teamchef hat keine Lust auf Ferrari

Und auch für Horner kommt ein Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt nicht infrage. Warum auch? Der Brite fährt bei Red Bull vorneweg, mit Ferrari müsste er sich erst mal hinten anstellen.

"Ferrari ist ein tolles Team, aber ich sehe mich langfristig bei Red Bull", wird Horner von der englischen Zeitung "Daily Mail" zitiert.

"Ferrari habe sicher eine gewisse Attraktivität, aber es könne auch immer wieder Ärger geben", sagte Horner: "Dietrich Mateschitz hat mir im Alter von 31 Jahren ermöglicht, in die Formel 1 zu kommen und mir das Vertrauen geschenkt, ein Team für ihn aufzubauen. Ich bin ein fester Bestandteil des Teams und verspüre keine Lust, bei Ferrari zu arbeiten."

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

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