Malaysia-GP: Rennanalyse

Sensation! Alonso gewinnt vor Perez

Von Alexander Mey
Sonntag, 25.03.2012 | 13:00 Uhr
Fernando Alonso gewann den Malaysia-GP im Regen von Sepang für Ferrari
© Getty
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Fernando Alonso hat sensationell den Regenpoker von Malaysia gewonnen. Er verwies in einem verrückten Rennen Sergio Perez im Sauber und Lewis Hamilton im McLaren auf die Plätze. Die Deutschen erlebten ein Debakel.

Was für ein Rennen, was für ein sensationelles Podium! Fernando Alonso hat sich fahrerisch mal wieder selbst übertroffen und im Regenchaos von Sepang im unterlegenen Ferrari den Sieg geholt. "Das ist eine riesige Überraschung, denn wir waren eigentlich weder in Australien noch hier siegfähig", sagte Alonso. "Das ist ein unglaubliches Resultat, das aber nichts an der Tatsache ändert, dass wir generell in einer Position sind, in die wir nicht geraten wollten."

Fast noch sensationeller: Zweiter hinter Alonso wurde Sergio Perez im Sauber. Der Mexikaner schnupperte sogar am Sieg, gab sich letztlich aber mit den 18 Punkten zufrieden. "Es war sehr schwierig, Fernando einzuholen, aber der Sieg wäre möglich gewesen", resümierte Perez. "Dann bin ich aber in einer Kurve auf die nasse und schmutzige Seite der Strecke gekommen und habe dort den Sieg verloren."

Pole-Sitter Lewis Hamilton rettete nach einem Rennen, das zwischendurch eine Stunde lang wegen Starkregens unterbrochen war, immerhin einen Podestplatz ins Ziel. In der Fahrerwertung ist Hamilton mit 30 Punkten Zweiter hinter Alonso (35).

Deutsches Debakel - Vettel stinksauer

Die deutschen Piloten erlebten ebenso ein Debakel wie WM-Leader Jenson Button. Button und Sebastian Vettel handelten sich nach Kollisionen mit Hinterbänkler Narain Karthikeyan zusätzliche Boxenstopps ein und gingen leer aus. Bei Vettel streikte zu allem Überfluss auch noch der Boxenfunk.

Der Champion warf durch den Reifenplatzer einen sicheren vierten Platz und wertvolle Punkte weg. Er war stinksauer auf Karthikeyan, an dessen Frontflügel er sich beim Einscheren den Hinterreifen aufschnitt: "Ich dachte, ich wäre schon vorbei gewesen. Aber wie im echten Leben gibt es eben ein paar Gurken, die auf der Strecke fahren. Da muss man überlegen, ob Autofahren für ihn der richtige Job ist."

Button gab sich nach dem Rennen als äußerst fairer Gentleman und sagte über seinen Crash mit Karthikeyan: "Ich habe keine Temperatur in die Reifen bekommen, konnte die Linie nicht halten und bin in ihn hineingerutscht. Das war einzig und allein mein Fehler."

Schumi beschreibt Crash mit Grosjean

Auch das Mercedes-Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg enttäuschte. Schumacher erbte einen WM-Zähler, nachdem er in der ersten Runde von Romain Grosjean in einen Dreher gezwungen worden war.

Er reagierte darauf jedoch gelassener als Vettel: "Ich habe das nur aus dem Augenwinkel heraus mitbekommen. Ich hatte ihn überholt und war eigentlich schon durch. Beim Herausbeschleunigen fuhr er mir ans Hinterrad. Er drehte mich herum. Warum und weshalb das so kommen musste, weiß ich nicht."

Schlüsselszenen des Rennens:

Vor dem Start: Schwarze Wolken über dem Kurs. Es beginnt kurz vor dem Start zu regnen, aber nicht allzu stark. Alle starten auf Intermediates. De la Rosa kommt schon beim Start in die Einführungsrunde nicht weg.

Start: Schumacher kommt nicht gut weg und ist gleich unter Druck von beiden Red Bull und Grosjean. Er ordnet sich als Vierter hinter Grosjean ein. Dann wird es aber richtig nass, Chaos im Feld, alle rutschen herum. Schumacher kommt wieder vor Grosjean, wird dann aber von dem Franzosen umgedreht und fällt weit zurück. Vorne setzen sich beide McLaren ab, dahinter Webber und Rosberg. Alonso ist schon wieder Fünfter.

Runde 2: Perez reagiert als Erster und wechselt auf Regenreifen.

Runde 4: Der nächste Dreher von Grosjean, diesmal steckt er im Kiesbett fest. Das war's!

Runde 6: Es geht nicht mehr mit Intermediates. Alle kommen rein und holen sich Regenreifen. Das wirbelt das Klassement kräftig durcheinander. Perez ist dank seines frühen Stopps plötzlich Dritter hinter beiden McLaren. Red Bull und Mercedes glänzen mit Doppelstopps an der Box.

Runde 7: Das Safety-Car kommt raus und sammelt das Feld ein. Button, der schon in Runde 5 zum Reifenwechsel drin war, klagt über einen "See" im letzten Streckenabschnitt.

Runde 9: Rote Flagge, das Rennen ist erst einmal abgebrochen. Warten auf das Ende des Regens. Die Fahrer halten auf der Zielgeraden an und steigen aus.

Runde 14: Nach rund einer Stunde Regenpause und wenigen Runden hinter dem Safety-Car gibt es den Restart. Hamilton kommt am besten weg und führt gleich wieder. Rosberg kommt direkt rein und holt sich Intermediates.

Runde 15: Nur eine Runde später merken die meisten, dass es nicht mehr nass genug für Regenreifen ist und kommen ebenfalls rein. Bei Hamilton geht der Boxenstopp schief und er verliert die Führung. Kurzzeitig ist Perez im Sauber vorne, doch dann übernimmt ein sensationell starker Alonso Platz eins. Rosberg und Vettel liegen auf vier und fünf. Button crasht mit Karthikeyan! Unglaublicher Fehler des sonst so abgezockten Button. Er denkt, der HRT-Pilot lässt ihn passieren und sticht innen rein, doch Karthikeyan lenkt ein und trifft Buttons Frontflügel. Der muss an die Box und die Nase wechseln. Das wirft ihn natürlich weit zurück.

Runde 40: Die Strecke trocknet ständig weiter ab, es gibt aber nach wie vor Meldungen über mögliche Regenschauer. Die kommen aber nicht und so wechseln alle auf Trockenreifen. Alonso bleibt vorne, aber Perez ist noch in Schlagdistanz und holt auf.

Runde 49: Reifenschaden bei Vettel! Er lag sicher auf dem vierten Rang und hätte wichtige Punkte geholt, doch das wirft ihn jetzt weit zurück. Vettel hat den Frontflügel von Karthikeyan touchiert und sich dabei den Pneu aufgeschlitzt - unfassbar, genau wie Button vorhin!

Runde 50: Fehler von Perez! Er ist an Alonso dran und kämpft um seinen ersten Sieg. Aber er begeht einen Fahrfehler und verliert entscheidenden Boden. Danach gibt es sich offenbar mit Rang zwei zufrieden.

Ziel: Das Rennen ist aus, die Sensation ist perfekt! Alonso gewinnt vor Perez und Hamilton. Bester Deutscher ist Nico Hülkenberg im Force India als Neunter vor Michael Schumacher.

Mann des Rennens: Sergio Perez. Schon wieder der Mexikaner, wie in Melbourne. Im Schatten des unglaublichen Alonso war Perez trotz seiner Jugend so abgezockt, dass er mit seinen Boxenstopps genau richtig lag. Vor allem sein früher erster Stopp auf Regenreifen hat ihn extrem weit nach vorne gespült. Auch wenn die Gerüchte um ein Perez-Engagement bei Ferrari dementiert wurden - gut genug wäre er für den Platz neben Alonso.

Flop des Rennens: Romain Grosjean. Zweites Rennen für Lotus, zweite Nullnummer. Und wieder war nach frühen Unfällen alles aus. So gut sich Grosjean im Qualifying schlägt, so viel Lehrgeld zahlt er noch in den Rennen. Zuerst hat er im Regen Schumacher touchiert und umgedreht, was man ihm allerdings unter den Verhältnissen noch verzeihen kann. Dass er dann aber als Einziger sein Auto im Kiesbett vergräbt und dadurch ausscheidet, ist schon bitter. Irgendwann muss er anfangen, auch mal etwas Zählbares mitzunehmen. Teamkollege Räikkönen macht es ihm in den Rennen vor.

Analyse: Was für ein Chaos, was für eine Gala von Alonso und Perez! Wieder einmal hat der tropische Regen einen Malaysia-GP zu einem Pokerspiel gemacht. Und zu einer Sensation.

Wer hätte jemals gedacht, dass Alonso im Ferrari und Perez im Sauber um den Sieg kämpfen würden? Sicher niemand. Alonso hat die komplette Abgezocktheit gezeigt, die ihn zum wohl komplettesten Rennfahrer im Feld macht.

Er und sein Team werden aber auch wissen, dass dieser Sieg nicht auf das Konto des Autos geht. Der Ferrari ist immer noch deutlich zu langsam, um in einem regulären Trockenrennen ums Podium fahren zu können. Die Schadensbegrenzung der ersten Rennen ist allerdings ideal.

Der wahre Hammer war aber Perez. Er hat im Regen alles richtig gemacht und genau zum richtigen Zeitpunkt die Reifen gewechselt. Einzig auf den Trockenreifen hätte er am Ende eine Runde früher dran sein können. Trotzdem ist er dank der Reifenwechsel nach vorne gekommen. Je trockener es dann wurde, desto mehr wirkte sich die Überlegenheit des Sauber gegenüber dem Ferrari aus. Er schonte wohl auch die Reifen mehr - eine Spezialität von Sauber und Perez.

Ein klares Bild vom Kräfteverhältnis gibt es immer noch nicht. Das hat das Wetter nicht zugelassen. McLaren und Red Bull fuhren absolut unauffällig und Hamilton und Webber nahmen zumindest wichtige WM-Punke mit. Button und Vettel schreiben einen bitteren Nuller.

Mercedes machte in Sachen Reifenverschleiß erneut keinen allzu guten Eindruck. Dort scheint noch viel Arbeit vor den Silbernen zu liegen.

LIVE-TICKER: So lief das Rennen in Sepang

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