Formel 1

Sein Team hinter dem Team

SID
Die Frau an Sebastian Vettels Seite: PR-Beraterin Britta Roeske
© xpb

Sebastian Vettel krönt sich in Japan zum zweimaligen Formel-1-Weltmeister. Doch ohne sein Team hinter dem Team hätte er den Erfolg nicht geschafft. Von Dietrich Mateschitz bis Helmut Marko, von Christian Horner bis Norbert Vettel: Jeder hat seinen ganz eigenen Anteil am Erfolg des Heppenheimers.

Sebastian Vettel steht immer und überall im Rampenlicht. Doch ohne eine starke Mannschaft wäre der Erfolg nicht möglich gewesen, sagt der alte und neue Formel-1-Weltmeister. Wer aber sind die Männer und Frauen, die den 24-Jährigen auf dem Erfolgsweg begleiten? Die Nachrichtenagentur dapd stellt das Team um Vettel vor.

Dietrich Mateschitz: Ohne ihn gäbe es Red Bull und vielleicht auch Vettels großartige Siegesserie gar nicht. Der Österreicher gründete in den 80er-Jahren das Unternehmen "Red Bull". Diplomkaufmann und Multi-Milliardär. Drängte mit dem Kauf des Jaguar-Teams 2005 Ford aus der Formel 1 und brachte so die Red-Bull-Erfolgsgeschichte auf den Weg. Der 67-Jährige hält sich zurück. Vettel: "Ihn sehen wir gerne im Hintergrund."

Helmut Marko: Der Macher im Hintergrund, der Ex-Rennfahrer ist der Vater des Red-Bull-Erfolgs. Kam 2005 als Motorsportchef vom neu gegründeten Team Red Bull Racing in die Formel 1 zurück. "Er ist mit dafür verantwortlich, das Team zusammenzuhalten, er zieht die Fäden im Hintergrund", sagte Vettel dem Fernsehsender RTL. Markos größter Coup neben der Verpflichtung Vettels: Vor sechs Jahren lotste der 68-Jährige Adrian Newey zu Red Bull.

Adrian Newey: Das "Superhirn", das Konstrukteurs-Genie, der Weltmeister-Macher. Der 52-Jährige baut für Vettel die siegfähigen Autos. Seine Erfolge: sieben Fahrer- und sieben Konstrukteurs-Titel bei Williams, McLaren und Red Bull mit Stars wie Nigel Mansell, Alain Prost, Mika Häkkinen und eben Vettel. "Er ist vielleicht ein bisschen der Gegenpol zu Helmut Marko", sagte Vettel.

Christian Horner: Der Teamchef, mit gerade einmal 37 Jahren aber mehr ein Kumpeltyp. Hat am Red-Bull-Kommandostand alles im Blick und das Sagen. Achtet penibel aufs Teamplay. Pfiff Teamkollege Mark Webber zurück, als der in Silverstone seine Befehle missachtete.

Guillaume Rocquelin: Vettels Renningenieur. Der erste Ansprechpartner, wenn es um das Auto geht. Ist das Bindeglied zwischen Vettel und den Mechanikern. Weiß über alle Details Bescheid. "Für mich ist der 'Rocky' so ein bisschen das Mädchen für alles. All meine Sorgen und mein Kummer - den kann ich immer dort loswerden", sagte Vettel.

Die Mechaniker: Insgesamt sind 47 Teammitglieder nur für den 24-Jährigen da. 28 Mechaniker sind es, die sich um das Auto des Weltmeisters kümmern. Und dann auch mal wie in Ungarn Nachtschichten einlegen, um Vettels Red Bull noch schneller zu machen.

Tommi Pärmärkoski: Vettels Physiotherapeut. Mit ihm verbringt er mehr Zeit als mit allen anderen. Mehr als 300 Tage im Jahr arbeiten sie Seite an Seite. Er sorgt dafür, dass Vettel sich keine Sorgen machen muss. Der Mann fürs Wohlbefinden.

Mark Webber: Auch er gehört dazu. Pusht Vettel zu Höchstleistungen. Das Verhältnis zwischen den beiden war nicht immer das Beste, ist aber inzwischen kollegial und von gegenseitigem Respekt geprägt.

Norbert Vettel: Sebastians Vater, engster Vertrauter und erster Ansprechpartner in Zukunftsfragen. Bastelte mit seinem Sohn an der Karriere und begleitete ihn durch die harten Anfangsjahre.

Britta Roeske: Seit 2009 persönliche Sprecherin des Weltmeisters. Sie organisiert seine Termine und hält ihm den Rücken frei. Fast schon mehr Managerin als Pressesprecherin.

Kinky Kylie: Sein Wunderauto. Sie hat Vettel Tag und Nacht im Kopf. Und mit ihr fuhr er in Japan zum zweiten WM-Titel.

Der Stand der Fahrerwertung im Überblick

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