Ein Fast-Weltmeister und drei Aufreger

Von Alexander Mey
Montag, 29.08.2011 | 10:35 Uhr
Sebastian Vettel hat nach seinem Sieg in Belgien 92 WM-Punkte Vorsprung
© Getty
Advertisement
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 1
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 2
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
MLB
All-Star Game: National League -
American League
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 3
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Tag 4
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 4
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
MLB
Cardinals @ Cubs
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
MLB
Cardinals @ Cubs
Glory Kickboxing
Glory Super Fight Series: New York
MLB
Mets @ Yankees
MLB
Twins @ Royals
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
MLB
Cardinals @ Cubs
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
MLB
Red Sox @ Tigers
MLB
Astros @ Angels
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
MLB
Twins @ Royals
MLB
Cardinals @ Cubs
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
MLB
Red Sox @ Orioles
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 3. Tag
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Dodgers @ Phillies
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
MLB
Red Sox @ Orioles
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
MLB
White Sox @ Angels
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 4. Tag
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
MLB
White Sox @ Angels
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Athletics @ Rangers
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Blue Jays @ White Sox
MLB
Mariners @ Angels
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Hiroshima -
Urawa
J1 League
Tosu -
Iwata
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
MLB
Royals @ Yankees
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
World Matchplay
World Matchplay: Tag 8
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
MLB
Twins @ Red Sox
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 5
MLB
Mariners @ Angels
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
Club Friendlies
FC Groningen -
Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
World Matchplay
World Matchplay: Tag 9
MLB
Mariners @ Angels
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale

Sebastian Vettel hat zum ersten Mal in Belgien gewonnen und krönt sich damit fast schon zum Weltmeister. Aber Red Bull bekommt trotz des Doppelsieges Ärger. Auch um Lewis Hamilton und Michael Schumacher gab es Aufregung.

Sebastian Vettel kommt aus der Sommerpause, gewinnt zum ersten Mal in seiner Karriere in Spa und kann sich danach mit 92 Punkten Vorsprung fast schon als Weltmeister feiern lassen.

Gegen den Vettel von 2010 wäre er jetzt schon Champion, denn mit 259 Punkten hat er schon sieben Rennen vor Schluss drei Zähler mehr auf dem Konto als nach seiner WM-Fahrt in Abu Dhabi. Eine unglaubliche Bilanz.

Natürlich spricht der notorisch zweckpessimistische Vettel wie üblich noch nicht vom Titel, aber immerhin ließ er sich zu der Aussage hinreißen: "Dieser Sieg hat uns unserem Ziel näher gebracht."

GP-Rechner: Wann macht Vettel den WM-Titel klar? Jetzt durchrechnen!

Vettel-Gegner strecken langsam die Waffen

Seine Gegner fangen langsam an, sich gedanklich von einer wundersamen Aufholjagd zu verabschieden. Kein Wunder, denn außer Mark Webber haben alle anderen schon mehr als 100 Punkte, also mehr als vier Siege Rückstand. Bei sieben ausstehenden Rennen eine ziemlich verheerende Aussicht.

"Es wird immer schwieriger", sagten Fernando Alonso und McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh unisono. Lewis Hamilton meinte nach seinem Ausfall: "Die WM war auch vorher schon gelaufen."

Hamiltons Ausfall war auch abseits des Titelkampfes einer der Aufreger des Rennens. Es hagelte nämlich mal wieder Kritik am Briten. Aber auch Doppelsieger Red Bull zog Unmut auf sich - und zwar von Reifenhersteller Pirelli. Bei Mercedes machte das Wort Stallorder die Runde.

Die drei Aufreger des Rennens:

Pirelli ärgert sich über Red Bull: "Große Sorgen", "Risiko": Das waren die Worte, mit denen Vettel beschrieb, wie dünn der Faden war, an dem sein Sieg hing. Kein Team hatte so große Probleme mit Blasenbildung an den Vorderreifen wie Red Bull. Es war sogar so kritisch, dass das Team überlegte, Vettel und Webber aus der Box starten zu lassen.

Selbst schuld, lautete die Antwort von Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery auf die indirekte Kritik der Bullen an der Haltbarkeit der Reifen.

Hembery erklärte: "Wir hatten vor dem Rennen in Spa einen maximalen Radsturz von vier Grad angegeben. Aber besonders ein Team hat die Grenzen unserer Empfehlung sehr weit ausgedehnt und dadurch Probleme mit der Blasenbildung bekommen."

Die Vorderreifen am Red Bull neigten sich vergleichweise sehr stark von oben nach unten. Durch diesen negativen Sturz hatten die Autos zwar mehr Grip in den schnellen Kurven, aber der Reifenverschleiß war trotz der niedrigen Temperaturen enorm. Deshalb wollte Red Bull die Ausnahmeregelung durchsetzen, dass die Top Ten des Qualifyings mit neuen Reifen starten dürfen.

Das wurde abgelehnt. "Was sollst du da machen? Die Reifen wechseln und einen Präzedenzfall schaffen? Oder den Eindruck erwecken, dass du ein Team bevorzugt behandelst? Es war unfair, uns in diese Situation zu bringen", schimpfte Hembery.

Erneute Kritik an reuigem Hamilton: Die Zielscheibe der Saison hat es mal wieder erwischt - und diesmal sogar gleich doppelt. Hamilton wurde sowohl für sein Scharmützel vom Samstag mit Pastor Maldonado als auch für seinen Unfall mit Kamui Kobayashi im Rennen deutlich kritisiert.

"Lewis ist einer der besten Fahrer der Formel 1, wenn er nicht so dumme Fehler machen würde", sagte Ex-Weltmeister Niki Lauda mit Blick auf den Kobayashi-Crash der "BBC". "Wenn er auf seiner Linie geblieben wäre, nachdem er ihn überholt hat, wäre er am Ende mindestens Dritter geworden. Wieso ist er nach links gezogen? Es gab keinen Grund dafür. Das verstehe ich nicht."

Kobayashi fragte sich verwundert: "Was hätte ich machen sollen? Ich war doch schon an der weißen Linie." Nach Ansicht der TV-Bilder kroch Hamilton zu Kreuze und nahm die Schuld für den Crash "zu 100 Prozent" auf sich. In Richtung Team schrieb er sogar: "Es verdient Besseres von mir."

Damit aber nicht genug. Noch heftiger war die Kritik an Hamilton mit Blick auf den Crash mit Maldonado am Samstag. "Er muss sich besser konzentrieren", musste sich Hamilton von Rookie Maldonado sagen lassen. Der Williams-Pilot wunderte sich vor allem, dass Hamilton in zwei Kollision an zwei Tagen involviert war.

Den härtesten Tobak äußerte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko: "Normalerweise müsste Hamilton eine drastische Strafe kriegen", erklärte der Österreicher gegenüber "Motorsport-Total.com" und unterstellte dem McLaren-Piloten beim Scharmützel mit Maldonado am Samstag glatte Absicht: "So etwas habe ich nur zwischen Senna und Prost gesehen, aber das war damals in einer Schikane. Aber auf der Geraden den zuerst anzuschauen und ihm dann so ins Auto zu fahren, so etwas kann man nicht machen."

Die Mär von der Mercedes-Teamorder: Michael Schumacher fuhr ein außergewöhnliches Jubiläumsrennen. Von Startplatz 24 auf Position 5 - das wurde dem legendären Verhältnis zwischen Schumacher und Spa vollauf gerecht.

Aber irgendetwas Negatives musste sich doch finden lassen! Stallorder lautete der Vorwurf, den sich Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach dem Rennen anhören musste. Das Team hatte Nico Rosberg angewiesen, in den letzten Runden Benzin zu sparen - ausgerechnet in dieser Zeit griff Schumacher seinen Teamkollegen an.

Hat Mercedes Rosberg zurückgepfiffen, um Schumacher die Krönung seines Rennens zu ermöglichen? "Wer uns das zutraut, dem ist nicht zu helfen. Wer uns kennt, weiß, dass wir so was nie machen würden. Wer so denken will, soll so denken. Wir machen's nicht", wehrte sich Haug im "Sky"-Interview energisch.

Schumacher erklärte: "Es kann gut sein, dass Nico unterm Strich einen höheren Spritverbrauch hatte als ich. Das ist schon die ganzen eineinhalb Jahre über so, seit wir zusammen fahren. Vielleicht musste er etwas sparen, doch in dem Moment war er ziemlich sicher voll auf dem Gas. Fakt ist: Ich war auf weicheren Reifen und dementsprechend schneller. Das konnte ich für mich nutzen."

Auch Rosberg wirkte auf Nachfrage nicht wie ein zerknirschter Teamkollege, der gerade der Nummer eins Platz machen musste. Er war aufgeräumt und gab zu Protokoll: "Ich habe ihm ganz bestimmt kein Geschenk gemacht."

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung