Formel 1

Menschenrechtler fordern endgültige Absage

SID
Menschenrechtler fordern die endgültige Streichung des Bahrain-Grand-Prix
© Getty

In die Diskussion um einen möglichen Ersatztermin für das ausgefallene Formel-1-Rennen in Bahrain hat sich nun auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch eingeschaltet.

Die Organisation fordert den Automobil-Weltverband FIA und die Teamvereinigung FOTA auf, Bahrain wegen "ernsthafter Menschenrechtsverletzungen" zu meiden.

Angesichts des Ausmaßes der Menschenrechtsverletzungen sollten die internationalen Rennfunktionäre "darüber nachdenken, ob es wirklich angemessen wäre, dieses Jahr ein Formel-1-Event in Bahrain abzuhalten", heiß es.

Absage wegen politischer Unruhen

Das für den 13. März geplante Auftaktrennen war wegen der politischen Unruhen in dem Königreich abgesagt worden. Bis zum 3. Juni will die FIA über einen Nachholtermin entscheiden, bis zwei Tage zuvor gilt in Bahrain noch der Ausnahme-Zustand. Angeblich sitzt ein Viertel der Streckenmitarbeiter derzeit im Gefängnis.

"Traurigerweise haben ernsthafte Verstöße wie willkürliche Verhaftungen, Isolationshaft und mutmaßliche Folter durch die Behörden in Bahrain schon vor der Ausrufung des Ausnahmezustands Mitte März stattgefunden", erklärte HRW: "Es gibt daher kaum einen Anlass, daran zu glauben, dass das Ende des Ausnahmezustands am 1. Juni für das bedrohliche menschenrechtliche Klima in Bahrain einen großen Unterschied machen wird."

Ecclestone: "Ein Problem mit dem Datum, mehr nicht"

In der Diskussion um einen möglichen Termin für den Fall eines Nachholens ist nun übrigens noch eine zusätzliche Variante ins Spiel gekommen. Bahrain soll auf den 30. Oktober rücken, den ursprünglichen Termin des Indien-Rennens.

Dies soll dafür hinter das Saisonende rücken, und zwar auf den 11. Dezember. Bisher war der 4. Dezember als spätester Termin für ein mögliches Saisonfinale erachtet worden. "Wir haben über die Möglichkeit der zweiten Dezember-Woche gesprochen", bestätigte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte erklärt, er sehe "nur ein Problem mit dem Datum, mehr nicht". Weitere Bedenken gebe es nicht, meinte der Brite: "Es gibt dort viele nette Leute. Wir hätten keine Schwierigkeiten."

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