Formel 1

Die Rotlicht-Dynastie von Edinburgh

Von Alexander Mey
Ob diese Dame schon einmal im Stripclub von Tante Delicia di Resta aufgetreten ist, ist nicht bekannt
© Getty

Sportlich ist über den Malaysia-GP alles gesagt. Sebastian Vettel ist Mr. Perfect und der Held des Wochenendes. Zur Strafe für seine Omnipräsenz und als Ausgleich für die eigene Edition nach Melbourne taucht er in den Top 8 zum Malaysia-GP nicht auf.

Platz 8: Einfach irre, dieser Schumi-Fan!

Manchmal trifft man Typen, die einen selbst als ausgebufften Profi noch von den Socken hauen. Seit Malaysia kann auch Schumi ein Lied davon singen. Denn vor ihm baute sich bei einem Fan-Treffen ein bulliger Kerl auf, zog sich das T-Shirt aus und präsentierte stolz seine Tatöwierungen.

Er hatte sich alle 91 GP-Siege und alle 7 WM-Titel zusammen mit Schumachers offiziellem Logo auf den Rücken stechen lassen. Schumi fand's irre und gab ihm ein Autogramm - mit dem Edding, nicht mit der Nadel. Aber das kann sich der Fan ja nachstechen lassen.

Platz 7: Der Rocket Man

Elton John wäre stolz gewesen. Glitzerndes Outfit und dazu eine spektakuläre Show, so hat es der Popstar in seiner schrillen Jugend geliebt. Einer seiner größten Hits war "Rocket Man", und den mimte in Malaysia Witali Petrow in Perfektion.

Erst besorgte sich die "Rakete von Wyborg" - so lautet sein Spitzname in Russland - einen glitzernden goldenen Anzug, dann setzte er sich in seinen schwarzen Blitz und hob schließlich bei einem Ausritt in bester K.I.T.T.-Manier über einer Bodenwelle ab. Der "Rocket Man" flog meterweit durch die Luft, krachte dann auf den Randstein und riss dabei mit den Händen das von der Lenksäule gebrochene Lenkrad aus der Verankerung. Das nennen wir mal eine Show!

Platz 6: Hey Mann, wo ist meine Boxencrew?

Jenson Button hat vor dem Rennen mal wieder seinem Masochismus gefrönt. Heißt, er ist bei einem Triathlon gestartet. Im Prinzip für den Modellathleten kein Problem, schließlich macht er so etwas häufiger. Aber blöd ist es, wenn mitten in der Pampa der Reifen am Rad platt geht und kein Ersatz in Sicht ist. Button twitterte, dass er eine halbe Stunde auf Ersatz warten musste. "Ich habe auf meine McLaren-Boxencrew gewartet, aber es kam niemand", schrieb er.

Platz 5: Kachelmann fragen!

Dass man sich auf den Wetterbericht nicht immer verlassen kann, weiß jedes kleine Kind. Aber dass man ein und denselben Wetterbericht auf zwei völlig entgegen gesetzte Weisen verstehen kann, ist dann doch erstaunlich.

Red Bull und Mercedes hatten zu Rennbeginn beide den offiziellen FIA-Wetterradar vor Augen, der ihnen etwas zum Thema Regen sagte. Aber was? "Es regnet die nächsten 30 Minuten nicht stark", sagte der Wetterbericht den Bullen. "Es regnet in den nächsten fünf bis zehn Minuten", sagte er Mercedes. Folge: Schumacher blieb viel zu lange auf seinem Reifensatz draußen, weil er auf den fest eingeplanten Schauer wartete. Wie wir wissen, ist dieser Schauer nie angekommen. Also das nächste Mal besser Jörg Kachelmann fragen, der soll gerade Zeit haben...

Platz 4: Der Regenmacher

Oder besser: Der Regenverhinderer. Wir wissen, warum Mercedes vergeblich auf einen Schauer gewartet hat. Schuld war der bomoh, ein malaysischer Schamane, der vor dem Rennen die dunklen Wolken vertrieb und so dafür sorgte, dass es während des Grand Prix trocken blieb. Wäre doch ein Job für Kachelmann beim Deutschand-GP auf dem Nürburgring...

Platz 3: Karaoke unter der Dusche

Intime Geständnisse von Lewis Hamilton. Er hat der "Sun" verraten, dass er unter der Dusche die Songs seiner Freundin Nicole Scherzinger singt, um sie bei Laune zu halten. So schlecht kann er dabei nicht sein, denn sonst würde dem Pussycat Doll die Laune sicher schnell vergehen.

Findet übrigens auch Hamilton selbst und bringt sich für einen Karaoke-Contest ins Gespräch: "Ich kann 'Wonderful World' von Louis Armstrong ziemlich gut." Na dann auf zum Duell, schließlich ist auch Schumi als begeisterter Karaoke-Sänger berüchtigt.

Platz 2: Zu genial für die Schule

Großartiges Geständnis von Red Bulls Design-Guru Adrian Newey. Er erklärte dem "Telegraph", wie er im Alter von 16 Jahren von der Schule geflogen ist. "Da gab es eine ganze Serie von Vergehen", lachte Newey und erzählte dann von dem Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Er hatte mit Kollegen eine Band für eine Abschlussparty, die in einer Halle aus dem elften Jahrhundert stattfand, organisiert. In einem unbeobachteten Moment schlichen sie sich ans Mischpult und drehten alle Regler auf Maximum. Als die Band nichts ahnend loslegte, gingen die sündhaft teuren antiken Fenster in der Halle zu Bruch. Genau in dem Moment, als der Rektor hereinkam. Ob's stimmt, weiß man nicht genau, aber die Story macht den sonst so perfekten Newey irgendwie - lässig.

Platz 1: Heiße Nächte bei di Restas

Pikante Details aus dem Leben von Paul di Resta wurden am Wochenende bekannt. Zumindest in der deutschen Presse, auf der Insel sind die Familienverhältnisse des schottischen Youngsters schon länger kein Geheimnis mehr. Machen wir es kurz: Die di Restas sind im Rotlicht-Milieu ganz große Nummern. Papa Louis betreibt den angesagten Nachtclub "The twig", Tante Delicia das Strip-Lokal mit dem passenden Namen "Bottom's up" und Opa Felice den "Ambassador Sauna Club", der letztlich nichts anderes ist als ein Bordell.

SPOX wollte es natürlich genauer wissen und kann nach investigativer Recherche auf Websites, die die fristlose Kündigung des Redakteurs zur Folge haben können, stolz vermelden: Im "Ambassador" erfreuen an Wochenenden drei Damen in der Tag- und sieben Damen in der Nachtschicht die einsamen Herzen der männlichen Besucher. Wer also mal zufällig in Edinburgh und Umgebung ist...

Malayisa-GP: Das komplette Rennergebnis

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