Formel 1

Vettel gewinnt Pole-Thriller gegen Hamilton

Von Alexander Mey
Sebastian Vettel startet beim Malaysia-GP von der Pole-Position ins Rennen
© Getty

Sebastian Vettel hat sich in einem dramatischen Schlussspurt die Pole-Position zum Malaysia-GP gesichert. In letzter Sekunde fing er den bärenstarken Lewis Hamilton im McLaren noch ab. Nick Heidfeld schlug beide Mercedes.

Was für ein Thriller! Sebastian Vettel hat sich in einem Herzschlagfinale die zweite Pole-Position im zweiten Saisonrennen gesichert. Der Weltmeister fing als allerletzter Fahrer auf dem Sepang International Circuit Lewis Hamilton ab, der zuvor mit bärenstarken Rundenzeiten geglänzt hatte. In 1:34,870 Minuten nahm Vettel Hamilton ein Zehntel ab.

McLaren also auf Augenhöhe mit Red Bull. Die erste Startreihe Vettel/Hamilton verspricht einen extrem spannenden Start. Auch in der zweiten Startreihe steht Red Bull vor McLaren: Mark Webber vor Jenson Button.

Vettel: "Vorsprung ist viel kleiner als in Melbourne"

"Der Vorsprung ist viel kleiner als in Melbourne. Das zeigt, wie schnell es in der Formel 1 gehen kann", sagte Vettel. "Dieses Wochenende war bisher eine große Herausforderung. Das Auto lief eigentlich die ganze Zeit gut, aber ich bin trotzdem in keinen richtigen Rhythmus gekommen. Ich wusste aber, dass das Auto die Pole drin hat. Glückwunsch vor allem an die KERS-Jungs, denn ohne das System wären Mark und ich nicht da, wo wir jetzt stehen."

Hamilton war trotz der knapp verpassten Pole zufrieden: "Klar wäre ich liebend gerne auf die Pole gefahren und meine Runde war auch nicht ganz perfekt. Aber da kann man nicht enttäuscht sein. Wir haben einen tollen Job vollbracht, um heute so dicht an Red Bull dran zu sein."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner betonte, dass die Pole-Position allein auf Vettels fahrerische Leistung zurückzuführen war: "Ich dachte nach Lewis' erster Runde ganz ehrlich, dass wir nicht mehr würden zurückschlagen können. Aber Sebastian ist in seiner letzten Runde in jeder Kurve großartig gefahren.."

Quali-Duelle: Klare Hierarchien in den Top-Teams

Heidfeld in Reihe drei neben Alonso

Hinter den beiden klar schnellsten Teams des Wochenendes klaffte eine enorme Lücke. Fernando Alonso hat im Ferrari als Fünfter schon fast eine Sekunde Rückstand.

Neben ihm in der dritten Startreihe steht Nick Heidfeld. Er rehabilitierte sich in seinem Lotus-Renault nach seiner Quali-Pleite von Melbourne und ist zweitbester Deutscher. Er ließ beide Mercedes-Piloten klar hinter sich.

"Mit dem sechsten Platz bin ich sehr zufrieden. Speziell, wenn man bedenkt, welche Probleme wir am Freitag hatten", sagte Heidfeld bei "RTL". "Wir konnten nicht so viel fahren und nicht so viele Set-Up-Änderungen durchführen, wie wir uns das gewünscht hatten. Ich glaube, da war nicht mehr drin."

Schumacher verpasst Top Ten

Nico Rosberg schaffte es als Neunter wenigstens noch in die letzte Quali-Session, Michael Schumacher schied als Elfter wieder einmal in Q2 aus. Bei ihm gab es technische Probleme mit dem verstellbaren Heckflügel. "Das ist sehr schade, denn davor lief das Auto wirklich gut. Aber mit dem verstellbaren Heckflügel ist die Leistuing des Autos eben sehr viel besser, daher muss man ihn nutzen", sagte Schumacher.

Ähnliches vermeldete auch Rosberg: "Mein zweites Qualifying-Segment lief noch sehr gut. Im dritten Abschnitt hatte ich aber nicht das richtige Vertrauen ins Auto. Die Hinterachse war sehr nervös. Wir hatten am ganzen Wochenende immer wieder Probleme mit dem Heckflügel. Vielleicht lag es wieder daran."

Adrian Sutil kam im Force India nicht über Platz 17 hinaus, Timo Glock wurde im Virgin 21. Beide HRT-Piloten haben es geschafft, sich für das Rennen zu qualifizieren. Damit stehen am Sonntag 24 Autos am Start.

LIVE-TICKER: Das Qualifying zum Malaysia-GP zum Nachlesen

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