Abu-Dhabi-GP: Rennanalyse

Weltmeister! Vettels Traum ist wahr!

Von Alexander Mey
Sonntag, 14.11.2010 | 15:48 Uhr
Sebastian Vettel war nach der Zieldurchfahrt in Tränen aufgelöst
© Getty
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Sebastian Vettel ist Formel-1-Weltmeister 2010! Mit einem Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi hat der Deutsche Fernando Alonso noch abgefangen. Der Ferrari-Pilot verlor bei einem frühen Boxenstopp entscheidend an Boden und wurde nur Siebter.

Deutschland hat sechs Jahre nach Michael Schumacher wieder einen Formel-1-Weltmeister! Sebastian Vettel krönte sich durch seinen Sieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi mit 23 Jahren zum jüngsten Champion aller Zeiten. Sebastian Vettel war nach seinem Sieg den Freudentränen nahe. "Ich bin auf jeden Fall glücklich", so Vettel. "Ich wusste nie, wo die anderen sind. Ich wollte das komplett ausblenden."

Um sich besser auf das Rennen zu konzentrieren. Denn: "Anfangs war es ziemlich hart, Lewis hat ordentlich Druck gemacht", so Vettel. "Ich wusste bis zur Ziellinie nicht, ob es reicht. Ein Mechaniker hat dann per Funk gesagt, dass es gut aussieht. Ich danke allen! Besonders den Leuten von Red Bull - aber auch den Leuten von früher. Meine Eltern haben auch einen ganz großen Anteil daran. Ich bin überglücklich, kann das ganze noch gar nicht richtig begreifen", sagte er auf der Pressekonferenz.

Dietrich Mateschitz lobte den neuen Weltmeister und das Team direkt nach dem WM-Erfolg. "Es ist gewaltig gewesen. Wahrscheinlich begreifen wir das morgen erst. Unglaublich! Sebastian war unglaublich", sagte der Red-Bull-Boss sichtlich stolz direkt nach dem Sieg.

Nach einem perfekten Rennen profitierte Vettel von einem taktischen Fehler von Ferrari. Die Roten holten Fernando Alonso viel zu früh zum Reifenwechsel, wodurch der Spanier viele Plätze verlor. Danach hing er das ganze Rennen über hinter Renault-Pilot Witali Petrow fest und wurde nur Siebter. Der vierte Platz hätte es sein müssen. Der zweifache Champion zeigte sich enttäuscht, gratulierte aber gleichzeitig Vettel zum Titel. "Leider ist alles nicht so gelaufen, wie geplant. Aber so ist der Motorsport. Es ist alles fair und sauber gelaufen, da kann man nur gratulieren. Nächstes Jahr sind wieder da."

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali zeigte sich nach dem unnötigen Titel-Verlust ebenfalls enttäuscht. "Ich bin natürlich enttäuscht, aber wir sind auch ein bisschen stolz, denn der zweite Teil der Saison war sehr gut. Nach der Bitterkeit des Augenblicks werden wir daraus neue Motivation für 2011 ziehen."

Endstand in der Fahrer-Weltmeisterschaft

Webber enttäuscht auf ganzer Linie

Wie Alonso erlebte auch Mark Webber einen frustrierenden Nachmittag. Er enttäuschte durch mutlose Fahrweise auf ganzer Linie und kam nur als Achter ins Ziel. "Ich war nicht schnell genug. Sebastian hatte das richtige Timing. Wir haben alle mal in der WM-Wertung geführt. Es ist kein leichter Tag für mich. Das Leben geht aber weiter", erklärte der Australier nach dem Rennen.

Die beiden Podestplätze hinter Vettel sicherten sich Lewis Hamilton und Jenson Button im McLaren - Nico Rosberg wurde im Mercedes starker Vierter. Michael Schumacher schied nach einem Dreher und einer Kollision in der ersten Runde aus.

Schlüsselszenen des Rennens:

Start: Guter Star von Vettel, aber Hamilton kommt ihm bedenklich nahe. Doch Vettel hält die Linie und verteidigt die Spitze. Button geht an Alonso vorbei - wichtig für Vettel.

Runde 1: Crash von Schumacher! Rosberg greift seinen Mercedes-Kollegen an, der ist außen auf der schmutzigen Seite und dreht sich. Er steht entgegen der Fahrtrichtung und wird frontal von Liuzzi getroffen. Der Italiener konnte nicht mehr ausweichen und rutscht auf Schumachers Auto. Das hätte böse ausgehen können. Das Safety-Car ist draußen.

Runde 2: Rosberg kommt nach dem Zwischenfall direkt an die Box und wechselt auf die harten Reifen. Das wird sein einziger Stopp gewesen sein. Er zockt also und hofft, dass es sich auszahlt.

Runde 5: Restart! Hamilton will Vettel nervös machen und setzt sich früh außen neben ihn. Doch Vettel ist abgezockt und beschleunigt Hamilton locker aus. Sonst bleibt alles wie gehabt.

Runde 12: Bei Webber sind die Hinterreifen hinüber! Er kommt schon sehr früh an die Box und fällt meilenweit bis auf Rang 16 zurück. Das könnt es schon gewesen sein mit dem WM-Titel.

Runde 16: Alonso kommt zum Reifenwechsel. Alles geht glatt und er kommt vor Webber wieder zurück auf die Strecke. Das war enorm wichtig für ihn. Aber er liegt hinter Rosberg und Petrow, die beide schon seit der Safety-Car-Phase harte Reifen drauf haben und nicht mehr stoppen müssen.

Runde 26: Vettel kommt eine Runde nach Hamilton zum Reifenwechsel - und kommt ganz genau vor Kobayashi und Kubica heraus, die noch nicht an der Box waren. Die beiden wirken als Puffer für den Deutschen. Das kann noch mal Gold wert sein.

Runde 47: Kubica kommt sehr spät an die Box und liegt damit auch noch vor Alonso. Der Spanier muss nun drei Autos überholen, wenn er noch Weltmeister werden will. Es sieht alles nach Vettel aus.

Ziel: Es ist vollbracht! Vettel fährt über die Ziellinie und macht sich somit zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten! Glückwunsch!

Mann des Rennens:

Witali Petrow: Der Weltmeister-Macher. Der Russe ist ein fehlerfreies Rennen gefahren und hat dadurch Alonso über zwei Drittel des Rennens hinter sich gehalten. Der Rookie hat den Ferrari-Piloten dadurch unendlich viel Zeit gekostet und indirekt Vettel zum Weltmeister gemacht. Da wird Vettel wohl ein paar Flaschen Schampus spendieren müssen.

Flop des Rennens:

Mark Webber: Was für ein enttäuschender Kampf um den WM-Titel! Webber wirkte das ganze Rennen über mutlos und erweckte nie den Eindruck, als sei er ein ernsthafter Kandidat auf den Titel. Er hatte hinter Alonso, der von Petrow aufgehalten wurde, eigentlich eine ideale Ausgangslage, zumal Alonso den einen oder anderen kleinen Fehler gemacht hat. Aber er hat nie angegriffen, war nicht einmal in der Position dazu. In dieser Form hatte es Webber nicht verdient, Weltmeister zu werden. 

Szene des Rennens:

Boxenstopp von Alonso in Runde 16: Viel zu früh holt Ferrari den WM-Leader zum Reifenwechsel. Man orientiert sich an Webber und will unbedingt vor ihm bleiben, lässt aber die beiden Piloten außer Acht, die ganz früh in der Safety-Car-Phase Reifen gewechselt haben. So kommt Alonso hinter Rosberg und Petrow zurück auf die Strecke und besiegelt damit im Nachhinein betrachtet seine Titelchancen.

Lehren des Rennens:

Das schnellste Auto mit dem - zumindest in den letzten Rennen - schnellsten Fahrer ist Weltmeister geworden. Vettel hat sich den Triumph mit seiner grandiosen Leistung im letzten Saisondrittel auf jeden Fall verdient. Nach einigem Pech mit technischen Defekten hatte Vettel beim Saisonfinale endlich mal Glück, dass Ferrari und Alonso gepatzt haben.

Die Roten werden untröstlich sein, denn sie haben durch einen taktischen Fehler die vermeintlich komfortable Ausgangslage weggeworfen. Alonso war hinter dem schnellen Renault von Petrow chancenlos.

LIVE-TICKER: Die WM-Fahrt von Vettel zum Nachlesen

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