Mittwoch, 17.11.2010

Fazit zum Comeback von Michael Schumacher

Das Jahr Schumacher

Michael Schumacher sollte um den Titel mitfahren. Am Ende landete er auf Platz neun der Fahrerwertung - und wurde vom Teamkollegen geschlagen. Doch ist das Schumi-Comeback deshalb ein einziger Reinfall? SPOX analysiert das Jahr Schumacher.

Michael Schumacher stand 2010 im Schatten seiner Landsmänner Sebastian Vettel und Nico Rosberg
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Michael Schumacher stand 2010 im Schatten seiner Landsmänner Sebastian Vettel und Nico Rosberg

 Es war das perfekte Weihnachtsgeschenk. Ein wahr gewordener Traum. "Mercedes schenkt uns Schumi", titelte die "Bild", als Schumacher kurz vor Weihnachten 2009 bei den Silberpfeilen unterschrieb. Vom größten Comeback der Sport-Geschichte war die Rede.

Mehr noch. "Ich will Weltmeister werden", hatte der Rekordchampion in seinem ersten Interview gesagt - und damit die Erwartungen der Fans in ungeahnte Höhen geschraubt. Die "deutsche Nationalmannschaft der Formel 1" soll den Titel holen, jubelte die Presse.

Und jetzt? 19 Rennen später ist vom "Schleicher-König" ("Frankfurter Rundschau"), der "Stotterfahrt des Weltmeisters" ("Deutsche Welle") oder gar einem "Silberpfeil in Trümmern" ("Financial Times") die Rede. From Hero to Zero. So schnell geht das.

Demontiert Schumacher sein Denkmal?

"Michael ist für mich jetzt ein tragischer Ex-Held und ich frage mich, was zum Teufel hat ihn dazu bewogen, wieder ins Cockpit einzusteigen?", schreibt Mika Häkkinen in der "tz". "Aus meiner Sicht demontiert er sein eigenes Denkmal. Und da ist es egal, ob er aus technischen Gründen hinterher fährt oder weil er mit den Jungen nicht mehr mithalten kann."

Selbst Michael Schumacher räumt ein, dass die Saison nicht so lief, wie er es sich vorgestellt hatte. "Es war ein viel härteres Jahr, als wir erwartet hatten", sagt der 41-Jährige. Rang neun in der Fahrerwertung, kein einziges Mal auf dem Podium und vom Teamkollegen regelmäßig geschlagen. In einem Wort: ernüchternd.

Doch ist Schumachers Rückkehr wirklich "eine einzige Enttäuschung", wie "Der Westen" kommentiert? Ist Schumacher nur noch "ein Schatten vergangener Tage", wie David Coulthard sagt? Oder wurde vielleicht von Beginn an einfach zu viel erwartet?

SPOX blickt auf Schumachers Comeback-Saison zurück und analysiert die Probleme.

Problem I: Die Erwartungshaltung

Vorweg ein Statement: Schumachers Saison war nicht schlecht. Ein Großteil des Fahrerlagers hätte sich über drei vierte Plätze gefreut. Vielleicht sogar ausgelassen gefeiert. Das Problem ist nur: "Für einen Fahrer seines Kalibers reicht eine durchschnittliche Vorstellung einfach nicht. Von Schumacher erwartet man immer das Außergewöhnliche", sagt David Coulthard. Michael Schumacher + Ross Brawn = Titel. So die Rechnung.

Und so auch die Ansage des Teams. Nicht etwa Platz neun. Denn das ist Mittelmaß - und in der Wahrnehmung von Fans und Experten sogar noch weniger. Schließlich hatte man den Titel erwartet - und daran sind Mercedes und Schumacher selbst schuld.

Vergleicht man Schumachers Rückkehr aber mit einigen anderen F-1-Comebacks, so steht er sogar noch gut da. Negativ-Beispiel: Nigel Mansell. Als der 1995 zurückkam, passte er nicht einmal mehr ins Cockpit und gab nach zwei Rennen völlig entnervt auf.

Michael Schumachers Karriere in Bildern
Gestatten: Schumacher, Michael Schumacher. Ein Modellathlet war er immer, nur modisch sind klare Defizite erkennbar. Man beachte die Socken
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Gestatten: Schumacher, Michael Schumacher. Ein Modellathlet war er immer, nur modisch sind klare Defizite erkennbar. Man beachte die Socken
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Schumis Leidenschaft für den Motorsport zeigt sich schon in früher Jugend. Damals allerdings zunächst auf zwei Rädern
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Schumis Leidenschaft für den Motorsport zeigt sich schon in früher Jugend. Damals allerdings zunächst auf zwei Rädern
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Kommen Ihnen die beiden bekannt vor? Klein Michael Schumacher mit Fliege und Brüderchen Ralf
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Kommen Ihnen die beiden bekannt vor? Klein Michael Schumacher mit Fliege und Brüderchen Ralf
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Erste Schritte auf vier Rädern: Schumi im Kart
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Erste Schritte auf vier Rädern: Schumi im Kart
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Ende der 80er Jahre feiert Schumi Erfolge in der Formel 3
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Ende der 80er Jahre feiert Schumi Erfolge in der Formel 3
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Einer ist damals jedoch besser als Schumi: Mika Häkkinen. Ob beide hier schon ahnen, dass sie einmal Formel-1-Weltmeister werden?
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Einer ist damals jedoch besser als Schumi: Mika Häkkinen. Ob beide hier schon ahnen, dass sie einmal Formel-1-Weltmeister werden?
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Was nicht mehr viele wissen: Schumi war auch einmal in der DTM am Start - und zwar für Mercedes
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Was nicht mehr viele wissen: Schumi war auch einmal in der DTM am Start - und zwar für Mercedes
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Bekannter ist sein erfolgreiches Intermezzo bei den Mercedes-Junioren im Sportwagen
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Das Trio der jungen Wilden: Michael Schumacher, Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen (v.l.)
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Formel-1-Debüt beim Großen Preis von Belgien 1991. Im Jordan fährt Schumi auf den siebten Startplatz, scheidet dann aber früh aus
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Formel-1-Debüt beim Großen Preis von Belgien 1991. Im Jordan fährt Schumi auf den siebten Startplatz, scheidet dann aber früh aus
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Nach nur einem Rennen wechselt Schumacher zu Benetton, wo er gegen die ganz Großen kämpft. Hier: Alain Prost (M.) und Ayrton Senna (r.)
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Nach nur einem Rennen wechselt Schumacher zu Benetton, wo er gegen die ganz Großen kämpft. Hier: Alain Prost (M.) und Ayrton Senna (r.)
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Mit Senna gerät Schumi 1992 wegen seiner harten Fahrweise heftig aneinander
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Mit Senna gerät Schumi 1992 wegen seiner harten Fahrweise heftig aneinander
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Belgien-GP 1992: Nur ein Jahr nach seinem Debüt feiert Schumi an gleicher Stelle seinen ersten Sieg
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Belgien-GP 1992: Nur ein Jahr nach seinem Debüt feiert Schumi an gleicher Stelle seinen ersten Sieg
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Etwas Abwechslung für zwischendurch: Schumi im Geschwindigkeitsrausch in einem Kampfjet
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Etwas Abwechslung für zwischendurch: Schumi im Geschwindigkeitsrausch in einem Kampfjet
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Schumi kollidiert im letzten Rennen der Saison 1994 mit Damon Hill. Beide scheiden aus, Schumi ist zum ersten Mal Weltmeister
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Schumi kollidiert im letzten Rennen der Saison 1994 mit Damon Hill. Beide scheiden aus, Schumi ist zum ersten Mal Weltmeister
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1995 sind Schumacher und Hill Lieblingsfeinde. In Silverstone boxt der Brite den Deutschen von der Piste
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1995 sind Schumacher und Hill Lieblingsfeinde. In Silverstone boxt der Brite den Deutschen von der Piste
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Das gleiche macht er in Monza noch einmal. Schumi findet es augenscheinlich überhaupt nicht lustig
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Das gleiche macht er in Monza noch einmal. Schumi findet es augenscheinlich überhaupt nicht lustig
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Großer Nürburgring-Moment: Kurz vor Ende des Europa-GP 1995 überholt Schumacher Jean Alesi und gewinnt als erster Deutscher in der Eifel
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Großer Nürburgring-Moment: Kurz vor Ende des Europa-GP 1995 überholt Schumacher Jean Alesi und gewinnt als erster Deutscher in der Eifel
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1996 der Wechsel zu Ferrari. Das erste Jahr läuft bescheiden, aber im Regenchaos von Barcelona fährt Schumi eines seiner besten Rennen
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1996 der Wechsel zu Ferrari. Das erste Jahr läuft bescheiden, aber im Regenchaos von Barcelona fährt Schumi eines seiner besten Rennen
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1997 kommt es zum Familientreffen auf der Strecke. Ralf Schumacher steigt in die Königsklasse ein
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1997 kommt es zum Familientreffen auf der Strecke. Ralf Schumacher steigt in die Königsklasse ein
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Schwarzes Saisonende: Schumi verliert im WM-Showdown gegen Jacques Villeneuve die Nerven und rammt den Kanadier
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Schwarzes Saisonende: Schumi verliert im WM-Showdown gegen Jacques Villeneuve die Nerven und rammt den Kanadier
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Villeneuve wird trotzdem Weltmeister, Schumacher bekommt im Nachhinein alle WM-Punkte der Saison 1997 aberkannt
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Villeneuve wird trotzdem Weltmeister, Schumacher bekommt im Nachhinein alle WM-Punkte der Saison 1997 aberkannt
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1998 ist vor allem wegen der Dreirad-Einlage von Schumi in Spa bekannt. Im Regen fuhr er auf David Coulthard auf, den sicheren Sieg vor Augen
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1998 ist vor allem wegen der Dreirad-Einlage von Schumi in Spa bekannt. Im Regen fuhr er auf David Coulthard auf, den sicheren Sieg vor Augen
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Wieder WM-Showdown im letzten Rennen, wieder verliert Schumi. Er scheidet aus und muss Mika Häkkinen bei der Triumphfahrt zusehen
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Wieder WM-Showdown im letzten Rennen, wieder verliert Schumi. Er scheidet aus und muss Mika Häkkinen bei der Triumphfahrt zusehen
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1999 soll die Revanche folgen, doch es kommt ganz anders. In Silverstone bricht sich Schumi bei einem schweren Crash ein Bein
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1999 soll die Revanche folgen, doch es kommt ganz anders. In Silverstone bricht sich Schumi bei einem schweren Crash ein Bein
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Dann eben im Jahr 2000. Wieder kämpft Schumacher lange gegen Häkkinen, diesmal holt er aber den ersten WM-Titel mit Ferrari
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Dann eben im Jahr 2000. Wieder kämpft Schumacher lange gegen Häkkinen, diesmal holt er aber den ersten WM-Titel mit Ferrari
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Entsprechend groß ist die Partylaune bei Schumi, seiner Pressesprecherin Sabine Kehm und Physiotherapeut Balbir Singh
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Entsprechend groß ist die Partylaune bei Schumi, seiner Pressesprecherin Sabine Kehm und Physiotherapeut Balbir Singh
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2001 und 2002 leistet sich Ferrari in Österreich gleich zweimal eine peinliche Stallorder. Rubens Barrichello schenkt Schumi 2002 den Sieg
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2001 und 2002 leistet sich Ferrari in Österreich gleich zweimal eine peinliche Stallorder. Rubens Barrichello schenkt Schumi 2002 den Sieg
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2003 fährt Schumi in Imola zu seinem wohl traurigsten Sieg. Wenige Stunden vor dem Rennen ist seine Mutter gestorben
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Die Saison 2004 dominiert Schumi nach Belieben. Nur in Monaco leistet er sich im Tunnel einen unvergessen dummen Crash mit Juan Pablo Montoya
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Die Saison 2004 dominiert Schumi nach Belieben. Nur in Monaco leistet er sich im Tunnel einen unvergessen dummen Crash mit Juan Pablo Montoya
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Neben der Formel 1 frönt Schumacher immer wieder seinen anderen Hobbies. Darunter Skifahren
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Neben der Formel 1 frönt Schumacher immer wieder seinen anderen Hobbies. Darunter Skifahren
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Auch auf dem Motorrad ist Schumi immer wieder gerne unterwegs. Wohl ein Überbleibsel seiner Leidenschaft in der Jugend
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Auch auf dem Motorrad ist Schumi immer wieder gerne unterwegs. Wohl ein Überbleibsel seiner Leidenschaft in der Jugend
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2006 will es Schumi zum letzten Mal in der Formel 1 wissen. In Monza kündigt er seinen Rücktritt zum Saisonende an
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2006 will es Schumi zum letzten Mal in der Formel 1 wissen. In Monza kündigt er seinen Rücktritt zum Saisonende an
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Im letzten Titelkampf seiner Karriere geht es für Schumi gegen Fernando Alonso
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Im letzten Titelkampf seiner Karriere geht es für Schumi gegen Fernando Alonso
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Ein grandioser Sieg in China mit tollen Überholmanövern bringt den achten WM-Titel für Schumi in greifbare Nähe
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Ein grandioser Sieg in China mit tollen Überholmanövern bringt den achten WM-Titel für Schumi in greifbare Nähe
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Aber es wird nichts. Mit dem linken Hinterreifen platzen im letzten Rennen in Brasilien auch die Titelträume
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Aber es wird nichts. Mit dem linken Hinterreifen platzen im letzten Rennen in Brasilien auch die Titelträume
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Aber auch ohne Titel wird Michael Schumacher von seinem Ferrari-Team würdig in den Ruhestand geschickt
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Aber auch ohne Titel wird Michael Schumacher von seinem Ferrari-Team würdig in den Ruhestand geschickt
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Und was kommt nach der Formel 1? Schumi ist nach wie vor gern gesehener Gast bei Benefiz-Fußballspielen
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Und was kommt nach der Formel 1? Schumi ist nach wie vor gern gesehener Gast bei Benefiz-Fußballspielen
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Und die Liebe zum Motorrad ist neu aufgeflammt. Schumi will es nicht mehr nur auf der Straße wissen sondern auch auf der Rennstrecke
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Und die Liebe zum Motorrad ist neu aufgeflammt. Schumi will es nicht mehr nur auf der Straße wissen sondern auch auf der Rennstrecke
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Und ins Kino kommt Schumi auch. Hier mit Frau Corinna, Ferrari-Generaldirektor Jean Todt und dessen Partnerin Michelle Yeoh bei der Asterix-Premiere
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Und ins Kino kommt Schumi auch. Hier mit Frau Corinna, Ferrari-Generaldirektor Jean Todt und dessen Partnerin Michelle Yeoh bei der Asterix-Premiere
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Ende 2009 gibt Schumi sein Comeback bei Mercedes bekannt, wo er wieder mit Ross Brawn zusammenarbeitet
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Ende 2009 gibt Schumi sein Comeback bei Mercedes bekannt, wo er wieder mit Ross Brawn zusammenarbeitet
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Die Comeback-Saison verläuft sehr durchwachsen, vor allem, weil der Silberpfeil nicht schnell genug ist. Am Ende kann Schumi nur Sebastian Vettel zum WM-Titel gratulieren
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Die Comeback-Saison verläuft sehr durchwachsen, vor allem, weil der Silberpfeil nicht schnell genug ist. Am Ende kann Schumi nur Sebastian Vettel zum WM-Titel gratulieren
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2011 soll alles besser werden, tut es aber nicht. Der Silberpfeil ist wieder nicht gut genug für Podestplätze und Schumacher kann auch seine zweite Saison abhaken
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2011 soll alles besser werden, tut es aber nicht. Der Silberpfeil ist wieder nicht gut genug für Podestplätze und Schumacher kann auch seine zweite Saison abhaken
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2012 gelingt Schumacher nach viel Pech zum Saisonstart endlich der Durchbruch. Der Quali-Bestzeit in Monaco folgt das erste Mercedes-Podium in Valencia
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2012 gelingt Schumacher nach viel Pech zum Saisonstart endlich der Durchbruch. Der Quali-Bestzeit in Monaco folgt das erste Mercedes-Podium in Valencia
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Mercedes gibt nach dem Singapur-GP bekannt, dass der Vertrag mit Schumacher nicht verlängert wird. Sein Nachfolger: Lewis Hamilton (r.)
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Mercedes gibt nach dem Singapur-GP bekannt, dass der Vertrag mit Schumacher nicht verlängert wird. Sein Nachfolger: Lewis Hamilton (r.)
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Schumi macht Schluss! Am 4. Oktober 2012 gab Michael Schumacher sein Karriereende nach der laufenden Saison bekannt
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Schumi macht Schluss! Am 4. Oktober 2012 gab Michael Schumacher sein Karriereende nach der laufenden Saison bekannt
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Problem II: Nico Rosberg

In seiner gesamten Formel-1-Karriere hat Michael Schumacher unter normalen Umständen noch nie ein Saison-Duell gegen einen Teamkollegen verloren. In 16 Jahren. Noch nie. Doch dann kam Nico Rosberg und holte fast doppelt so viele WM-Punkte wie Schumacher.

Das ließ den Rekord-Champion alt aussehen. Die Fans fragten sich: Wie kann ein Schumacher, der bisher immer dafür bekannt war, selbst aus dem schlechtesten Material das Beste herauszuholen, gegen einen 25-Jährigen verlieren? Ein bisher unbekannter Makel. Denn der Teamkollege ist immer der erste Maßstab - und den Vergleich hat Schumacher verloren. Das muss er sich ankreiden. Da bröckelt die Legende.

Doch ist es nüchtern betrachtet überhaupt schlimm, gegen Rosberg zu verlieren? Jein. Denn der junge Deutsche kam deutlich besser mit dem schwierigen Mercedes-Boliden klar, war auf die aktuellen Bedingungen in der F1 eingestellt. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nennt den 25-Jährigen einen "außergewöhnlich hohen Maßstab", hält ihn für einen der besten Piloten im Fahrerlager. "Rosberg ist definitiv mein stärkster Teamkollege", lobt Schumacher selbst. Kurz: Gegen Rosberg zu verlieren, ist unschön, aber kein Desaster.

Problem III: Die Umstellung

Drei Jahre hat Michael Schumacher pausiert. In der Formel 1 ist das eine Ewigkeit. Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert. Einheitsreifen, neue Regeln, neues Fahrverhalten. Das kann auch ein Rekordweltmeister nicht überspielen. Größtes Problem: Schumachers Fahrstil und die neuen, um 2,5 Zentimeter schmaleren Vorderreifen, harmonieren nicht. "Es hat länger gedauert, bis ich alle Details drauf hatte", räumte Schumacher ein. "Erst seit ein paar Rennen habe ich ein Auto in den Händen, das sich so verhält, wie ich es erwarte."

Was die Umstellung für Schumacher weiter erschwerte, war das Testverbot. Eine große Stärke des 41-Jährigen war es immer, ein Auto während der Saison weiterentwickeln zu können, Testkilometer im Überfluss abzuspulen und besser als jeder andere vorbereitet zu sein. Das konnte er jetzt nur sehr beschränkt. Besser gesagt: Er musste die wenige Testzeit am Freitag aufteilen - zwischen Weiterentwicklung des Autos, Gewöhnung an die neuen Verhältnisse in der Formel 1 und die Abstimmung für das tatsächliche Rennwochenende.

Heißt konkret: Schumacher musste sich und seinem Team am Ende eine längere Lehrzeit eingestehen, als er das zu Beginn der Saison erwartet hatten. Da haben sich beide vertan.

Problem IV: Der Speed

"Man darf den heutigen Schumacher nicht mit dem Michael von früher vergleichen", erklärt Formel-1-Experte Marc Surer bei "Eurosport". "Damals ist er auf Befehl die schnellste Runde gefahren. Irgendwas ist verloren gegangen." Ist Schumacher also langsam geworden? Nein, sagt Surer. "Das steckt immer noch in ihm - er hat es nur noch nicht gezeigt."

Schumis lange Geschichte in Spa
1991: Na, erkannt? Genau, das ist Teamchef Eddie Jordan (l.) im Gespräch mit dem Neuen im Team. Michael Schumacher feiert sein Formel-1-Debüt
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1991: Schumacher springt für Bertrand Gachot bei Jordan ein, der im Gefängnis sitzt. Die Fans unterstützen ihn trotzdem
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1992: Genau ein Jahr nach seinem Formel-1-Debüt feiert Schumacher seinen ersten GP-Sieg. Im Benetton schlägt er Nigel Mansell und Riccardo Patrese
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1994: Das Jahr der Skandale um Schumi. In Spa gewinnt er eigentlich, aber wegen einer zu dünnen Bodenplatte wird er disqualifiziert. Am Ende ist er trotzdem Weltmeister
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1995: Das vielleicht beste Rennen in Schumachers Karriere. Auf nasser Strecke hält er mit Slicks den auf Intermediates fahrenden Damon Hill hinter sich
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1995: Am Ende schafft Schumacher das Kunststück, von Startplatz 16 aus zu gewinnen. Hill kann seine Niederlage nicht fassen
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1996: Erlösung nach langer Durststrecke. Schumacher gewinnt im Ferrari zum ersten Mal unter trockenen Bedingungen
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1997: Eine weitere Glanzleistung von Schumacher im Regen. Bei schwierigen Verhältnissen fährt Schumi Kreise um die Gegner
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1997: Hier quetscht sich Schumacher mutig an Jean Alesi im Benetton vorbei. Am Ende hat er mehr als 26 Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes
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1998: Das chaotischste Rennen in Spa. Am Start geht es drunter und drüber. Schumacher und Mika Häkkinen geraten aneinander. Es gibt sogar einen Startabbruch
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1998: Nach dem Restart dominiert Schumacher nach Belieben, hat einen gigantischen Vorsprung. Doch dann rauscht er beim Überrunden David Coulthard ins Heck
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2000: Leider nicht im Foto festgehalten: Das vielleicht beste Überholmanöver der jüngeren F-1-Geschichte. Häkkinen geht an Ricardo Zonta und Schumacher auf einmal vorbei
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2000: "Das war nicht von schlechten Eltern", lobt Schumi das Manöver von Häkkinen. Der hat die Überrundung von Zonta perfekt ausgenutzt
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2001: Versöhnung der einstigen Intimfeinde Schumacher und Coulthard. 1998 wollte Schumi den Schotten nach deren Crash noch verprügeln, jetzt ist Freude angesagt
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2001: Sieht ziemlich bescheuert aus, der gute David. Aber bei einer Siegesfeier auf dem Podium ist das egal
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2001: Sieht ziemlich bescheuert aus, der gute David. Aber bei einer Siegesfeier auf dem Podium ist das egal
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2002: Easy going im überlegenen Ferrari. Rubens Barrichello hält Schumacher den Rücken frei. Beide roten Renner rasen einsam vorneweg
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2002: Easy going im überlegenen Ferrari. Rubens Barrichello hält Schumacher den Rücken frei. Beide roten Renner rasen einsam vorneweg
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2002: Die Fans in Spa feiern ihren Schumi auf der Strecke - und mit mehr oder weniger gelungenen Puppen. Es ist Schumachers letzter Sieg in seinem Wohnzimmer
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2002: Die Fans in Spa feiern ihren Schumi auf der Strecke - und mit mehr oder weniger gelungenen Puppen. Es ist Schumachers letzter Sieg in seinem Wohnzimmer
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2004: Zuerst die schlechte Nachricht: Schumacher verliert im Rennen das heiße Duell gegen Kimi Räikkönen im McLaren
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2004: Zuerst die schlechte Nachricht: Schumacher verliert im Rennen das heiße Duell gegen Kimi Räikkönen im McLaren
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2004: Aber durch seinen zweiten Platz hinter Räikkönen besiegelt Schumacher seinen siebten und letzten WM-Titel
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2004: Aber durch seinen zweiten Platz hinter Räikkönen besiegelt Schumacher seinen siebten und letzten WM-Titel
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2005: Crash im letzten Rennen seiner Ferrari-Karriere in Spa. Takuma Sato schießt Schumacher in La Source ab und beendet das Rennen damit jäh
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2005: Crash im letzten Rennen seiner Ferrari-Karriere in Spa. Takuma Sato schießt Schumacher in La Source ab und beendet das Rennen damit jäh
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2005: Trauriger Abgang des großen Spa-Helden. In diesem Jahr wäre für Schumacher aber ohnehin nichts drin gewesen. Der Ferrari war zu schlecht
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2005: Trauriger Abgang des großen Spa-Helden. In diesem Jahr wäre für Schumacher aber ohnehin nichts drin gewesen. Der Ferrari war zu schlecht
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2009: Eigentlich soll es das große Comeback von Schumacher werden. Er will im Ferrari den verletzten Felipe Massa vertreten. Aber sein Nacken macht nicht mit
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2009: Eigentlich soll es das große Comeback von Schumacher werden. Er will im Ferrari den verletzten Felipe Massa vertreten. Aber sein Nacken macht nicht mit
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2010: Schumacher kehrt als Mercedes-Pilot nach dreijähriger Pause nach Spa zurück. Allerdings leider ohne jede Siegchance
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2010: Schumacher kehrt als Mercedes-Pilot nach dreijähriger Pause nach Spa zurück. Allerdings leider ohne jede Siegchance
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2011: Schumacher bekommt zum 20-jährigen F-1-Jubiläum von Eddy Merckx ein Rennrad geschenkt. Im Rennen beschenkt er sich mit einer tollen Aufholjagd selbst
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2011: Schumacher bekommt zum 20-jährigen F-1-Jubiläum von Eddy Merckx ein Rennrad geschenkt. Im Rennen beschenkt er sich mit einer tollen Aufholjagd selbst
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Problem V: Das Auto

Und dass Schumacher seine Fähigkeiten noch nicht voll abrufen konnte, lag auch am Auto. "Schumacher saß in einem Boliden, der nicht auf seine Bedürfnisse, seine Stärken hin konstruiert war", erklärt der zweimalige Weltmeister Emerson Fittipaldi der "Welt".

Als er zum Team stieß, war der MGP W01 bereits fertig. Schumacher hatte im Gegensatz zu seiner Ferrari-Zeit kein Mitspracherecht beim Design. Das Problem: Die schwache Vorderachse des 2010er Mercedes hat Schumacher, der einen eher übersteuernden Boliden bevorzugt, extrem zurückgeworfen. Das soll sich 2011 ändern.

"Ich habe mit dem Team gesprochen. Und sie haben mir versichert, dass der kommende Mercedes Michaels Stil mehr entgegenkommen wird", sagt Fittipaldi.

Problem VI: Das Qualifying

Besonders auffällig waren Schumachers Defizite im Qualifying. Denn während er in vielen Rennen noch mit Einzelaktionen (besonders die Duelle mit Jenson Button in Spanien und Lewis Hamilton in Shanghai) glänzen konnte, hatte er auf eine schnelle Runde oft erhebliche Probleme. Nur fünfmal landete er vor Teamkollege Rosberg - verpasste sogar bei sieben Rennen die Top-Ten-Runde. "Dafür gibt es einige Gründe", erklärt Schumacher.

"Einer davon ist, dass ich mich wieder einfinden musste. Man ist mit der Situation nicht mehr vertraut, es fehlte der letzte Tick Selbstvertrauen und etwas Aggressivität", erklärt er weiter. Gegen Ende der Saison kam er langsam in Tritt und bestätigte seine Theorie mit einem Aufwärtstrend - bei den letzten zwei Rennen stand er vor Rosberg.

SPOX-Fazit: Michael Schumachers Saison war alles andere als überragend. Sie war für viele sogar enttäuschend. Das gesamte Team hinkte den selbstgesteckten Zielen ("Wir wollen Weltmeister werden!") meilenweit hinterher - und selbst im Vergleich mit seinem Teamkollegen sah er meist alt aus. Älter als er in Wirklichkeit ist.

Sein Comeback allerdings als kompletten Reinfall zu bezeichnen, ist unangebracht. Es war Mittelmaß. Nicht mehr - aber auch eben nicht weniger. Das Problem ist: Es wurde von Beginn an zu viel erwartet. Und genau diese Erwartungen überhaupt zu schüren, war Schumachers größter Fehler. Und der von Mercedes.

Häkkinen geht auf Schumi los: "Ein tragischer Ex-Held"

Jan-Hendrik Böhmer

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