Mittwoch, 03.11.2010

Der Trashtalk beginnt

Ferrari stichelt gegen Red Bull

Ferrari eröffnet den Trashtalk vor dem vielleicht entscheidenden vorletzten Saisonrennen in Brasilien. Teamchef Stefano Domenicali stichelt gegen Red Bull, mahnt aber gleichzeitig zur Vorsicht.

In der Konstrukteurs-WM hat Red Bull 52 Punkte Vorsprung auf Ferrari
© Getty
In der Konstrukteurs-WM hat Red Bull 52 Punkte Vorsprung auf Ferrari

Jetzt ist es also soweit. Schluss mit dem Liebhaben, Crunchtime in der Formel 1. Wie man Sticheleien gegen direkte Konkurrenten lanciert, hat Mark Webber vorgemacht.

Der sagte über den vermeintlichen Überflieger Sebastian Vettel: "Vettel ist jung, das ist der einzige Unterschied zwischen uns. Ich erkenne nicht, dass er in irgendeiner Art anders arbeitet als sagen wir mal Heikki Kovalainen bei Lotus. Wenn ich zehn Jahre jünger wäre und die gleichen Resultate hätte, dann würdet ihr doch alle glauben, ich wäre der nächste Superstar."

Noch immer sitzt bei ihm der Stachel tief, dass er sich zur Mitte der Saison gegenüber seinem Teamkollegen benachteiligt fühlte. Jetzt haben beide Red-Bull-Piloten den Salat, sie liegen in der Fahrer-WM zurück.

"Hätten wir ein solches Fahrzeug, wäre die WM bereits entschieden"

Und zwar hinter Ferrari-Pilot Fernando Alonso, was dessen Chef Stefano Domenicali gar nicht fassen kann. "Wenn man bedenkt, dass Red Bull ein so großartiges Auto entworfen hat, dann ist es in meinen Augen schon ein Wunder, dass wir überhaupt um den Titel kämpfen", stichelte er. "Hätten wir ein solches Fahrzeug, wäre die WM bereits entschieden."

Widersprechen kann dem Ferrari-Boss bei Red Bull niemand, schließlich hat allein Vettel im Verhältnis zu seinen Startplätzen bis dato 138 Punkte verloren während Alonso 21 gewonnen hat. "Wir haben Alonso ein riesiges Geschenk gemacht", musste Red-Bull-Teamchef Christian Horner nach dem Doppelausfall in Südkorea eingestehen.

Ferrari-Teamchef mahnt zur Vorsicht

Genau so etwas kann aber auch Ferrari passieren, auch wenn Brasilien traditionell ein großartiges Pflaster ist. Drei der letzten vier Rennen hat Ferrari dort gewonnen, in den letzten fünf Jahren wurde in Brasilien der Weltmeister gekürt. Das kann diesmal nur Alonso schaffen.

Trotzdem ist von Euphorie keine Spur. "Wir müssen sehr vorsichtig sein, denn wir haben gesehen, wie kompliziert die Rennen während dieser Saison gewesen sind", sagte Domenicali. "Unser Auto sollte in Brasilien aber wieder konkurrenzfähig sein."

Das schon, aber ist es auch zuverlässig? "Das wird den Unterschied machen", weiß Domenicali. "Wer kommt ins Ziel, ohne viele Punkte zu verlieren? Das ist viel wichtiger als das eine oder andere kleine Update am Auto."

Brasilien-GP kompakt: Alle Infos, Favoriten, Stimmen zum Rennen

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