Dienstag, 20.07.2010

Formel 1

Schumacher, Vettel und Co: Heiß aufs Heimspiel

Das Heimspiel der deutschen Piloten am Sonntag in Hockenheim mobilisiert die Massen und elektrisiert auch die Fahrer, die sich ganz besonders auf die Atmosphäre freuen.

In seiner Abschiedssaison 2006 gewann Michael Schumacher im Ferrari in Hockenheim
© Getty
In seiner Abschiedssaison 2006 gewann Michael Schumacher im Ferrari in Hockenheim

Die ersten Fans campen schon, alte rote Papp-Schumis stehen einträchtig neben ihren silbernen Nachfolgern, Sebastian Vettels Anhänger bevölkern das lauteste Fan-Camp der Formel 1: Das Heimspiel des deutschen Sixpacks am Sonntag in Hockenheim mobilisiert die Massen und elektrisiert auch die Fahrer. Der erste deutsche Grand Prix mit sechs deutschen Formel-1-Piloten ist auch für die Fahrer der Höhepunkt der Saison.

"Es ist mein Heim-Grand-Prix, den muss ich mir leider mit den anderen Deutschen teilen. Aber für alle von uns ist es was Besonderes", sagt Red-Bull-Pilot Vettel, der sich am vorigen Sonntag mit 120.000 begeisterten Fans in seiner Heimatstadt Heppenheim schon perfekt auf das Rennen auf dem nur 35 Kilometer entfernten Hockenheimring einstimmte.

"Ich hoffe, dass möglichst viele dieser Fans jetzt auch zum Rennen kommen", sagt Vettel, der sich wie viele Anhänger besonders darüber freut, dass sein Freund Michael Schumacher wieder mit von der Partie ist.

Schumacher: "Etwas ganz Besonderes"

"Die letzten Jahre und besonders dieses Jahr mit dem Comeback von Michael tun der Formel 1 gut", meint der Vize-Weltmeister und auf Rang vier zurzeit bestplatzierte deutsche Pilot: "Ich habe gehört, dass schon seit Anfang der letzten Woche bereits einige Leute am Campen sind und sich auf Rennen einstimmen."

Für Schumacher, der nach drei Jahren Pause Anfang des Jahres sein Comeback gefeiert hat, wird sein 15. Auftritt in Hockenheim eine Premiere.

"Es wird das erste Mal sein, dass ich als Mercedes-Fahrer in Hockenheim bin", sagt der 41-Jährige: "In der jetzigen Konstellation freuen wir uns schon sehr auf Hockenheim. Auch wenn es in der Vergangenheit im Motodrom schon immer eine absolut berauschende Atmosphäre gewesen ist, wird da jetzt sicher nochmal etwas obendrauf kommen und das Wochenende etwas ganz Besonderes werden."

Die weltweit einzigartige Stimmung im Motodrom hat es dem siebenmaligen Weltmeister besonders angetan. "Es ist immer etwas besonderes, wenn man ins Motodrom einbiegt. Die Kurve an sich ist interessant, aber in diese Atmosphäre reinzufahren, ist für mich ein absolutes Highlight", sagt er.

Vettel-Mania in Heppenheim
Motorengehäul, Reifengeruch und 750 PS - was es sonst nur auf der Rennstrecke gibt, erlebten 120.000 Vettel-Fans live vor ihrer Haustür
© yorick carroux, red bull photofiles
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Sebastian Vettel stattete seiner Heimatstadt Heppenheim einen Besuch ab und drehte dort standesgemäß eine Runde im Formel-1-Boliden
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Auch seine Entourage, die Crew vom österreichischen Team Red Bull Racing, durfte dabei natürlich nicht fehlen
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Stolz posiert der Heppenheimer Jung vor der Kirche: "Ich habe schon lange davon geträumt, so einen Run zuhause zu machen", freut sich der 23-Jährige.
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Was wäre wohl erst in Heppenheim los, wenn Sebastian Vettel als Weltmeister nach Hause käme? Nicht auszudenken
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Was wäre wohl erst in Heppenheim los, wenn Sebastian Vettel als Weltmeister nach Hause käme? Nicht auszudenken
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"Er ist der berühmteste Sohn unserer Stadt und seinen heimischen Fans treu geblieben. Das wollen wir gebührend feiern", sagte ein Fan
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Für einen 16 Kilometer langen Stau sorgte Vettels Stippvisite. Gut beraten war man, frühzeitig vor Ort zu sein
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Autogramme schreiben im Akkord: Vettel sorgte für Gänsehautatmosphäre unter den Motorsport-Fans
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Das gehört natürlich auch dazu. Vettel deutete an, was man mit 750 PS so alles anfangen kann
© dean treml
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Vettel war nicht der einzige Promi in Heppenheim: Hier sehen wir ihn mit Chris Pfeiffer, Smudo und Matthias Ekström (v.l.)
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Rosberg: "Besser geht es nicht"

Sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg kommt ebenfalls ins Schwärmen. "Besser geht es nicht: Als Mercedes-Fahrer im Silberpfeil nach Hockenheim anzureisen, ist schon etwas sehr Besonderes", sagt Rosberg.

"Mir gefällt die Strecke insgesamt sehr gut", ergänzte er. "Kurve zwei ist sehr interessant, weil man danach eine sehr lange Gerade hat und der Kurverausgang daher sehr wichtig ist. Die Spitzkehre ist gut zum Überholen. Und die Kurve vor der Mercedes-Tribüne ist natürlich wichtig, eine ganz tolle Kurve ..."

Für Force-India-Pilot Adrian Sutil ist Hockenheim "eine meiner Lieblingsstrecken". Er verbinde viele Erinnerungen mit der Piste, auf der er schon mit jedem Auto aus jeder Kategorie gefahren sei. "Es ist nah zu mir nach Hause, sowohl in die Schweiz als auch nach München. Und die Unterstützung sollte ja auch da sein", sagt er.

Hülkenberg erinnert sich an gute Resultate

Sein erstes Formel-1-Heimspiel erlebt Williams-Fahrer Nico Hülkenberg. "Es ist etwas Besonderes, weil es in meinem Heimatland ist, in dem ich aufgewachsen bin", sagt der Rheinländer aus Emmerich.

"Egal ob Hockenheim oder Nürburgring, mir gefallen beide Strecken", meint der 22-Jährige. "Hockenheim vielleicht sogar einen Tick mehr. Ich mag die Gegend, fühle mich auf der Strecke wohl und habe dort schon viele gute Resultate eingefahren."

Eine ähnlich kurze Anreise wie Vettel hat schließlich auch der Odenwälder Timo Glock. Er wird allerdings mit seinem unterlegenen Virgin wohl auch beim Heimspiel nur mit den übrigen fünf Fahrern der neuen Teams um hintere Plätze kämpfen können.

Button wünscht sich Grand Prix in Moskau

Bilder des Tages - 20. Juli
Das sind keine Probeaufnahmen für die Realverfilmung von Shrek. So schaut man halt aus, wenn man Rugbyspieler der Melbourne Storm ist
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Wie schön, alle haben ganz zufällig das gleiche an und freuen sich wie Bolle. Die IAAF World Junior Championships laufen noch bis zum 25. Juli
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Was hier wie eine Attacke auf das Bein des Catchers aussieht, ist nur der Versuch von Posey auf Base zu kommen. Geholfen hat's, die Giants schlagen die Dodgers mit 5:2
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Och Mensch, Benjamin! Nur weil du in der ersten Runde ausgeschieden bist, brauchst du doch nicht so 'ne traurige Grimasse ziehen. Dafür hast du ja jetzt ein paar Tage Urlaub
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Nicht der Basketball ist so klein, die Hand ist so riesig. Amar'e Stoudemire schreibt fleißig Autogramme im Trainingslager des US-Teams
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Reiner Calmunds vielzitierte "Fiese Matenten" gibt es auch in der englischen Grafschaft Somerset. Das Cricketspiel gegen Kent endete übrigens in einem Unentschieden
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Schön schauen sie aus. Also, die neuen Trikots von Bayer Leverkusen natürlich. Beim Heynckes und Micha brauch man das ja nicht mehr erwähnen...
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