Dienstag, 29.06.2010

Formel 1

Audi erteilt der Formel 1 eine Absage

Automobilhersteller Audi hat sich gegen ein Engagement in der Formel 1 ausgesprochen. "Unserer Meinung nach passt die Formel 1 nicht zu Audi", erklärte Sportchef Wolfgang Ullrich.

Wolfgang Ullrich ist seit November 1993 Sportchef bei Audi
© Getty
Wolfgang Ullrich ist seit November 1993 Sportchef bei Audi

Die Hoffnung auf einen zweiten deutschen Automobilhersteller in der Formel 1 neben Mercedes-Benz hat sich vorerst zerschlagen.

"Unserer Meinung nach passt die Formel 1 nicht zu Audi, solange die Technik, die dort zum Einsatz kommt, keine Relevanz für die Entwicklung unserer Serienfahrzeuge hat", sagt Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich in einem Interview mit dem "sid".

Bezug zur Audi-Serie fehlt

Hintergrund der erneut aufflammenden Diskussion: Nach dem Le-Mans-Dreifacherfolg der Ingolstädter vor wenigen Wochen machten sofort wieder Gerüchte über einen Einstieg in die Königsklasse die Runde.

Ullrich ist allerdings auch weiter der Meinung, dass der Audi-Werbeslogan "Vorsprung durch Technik" viel besser zu den Sport-Prototypen passe: "Weil die Technologien, die dort zum Einsatz kommen, einen engen Bezug zur Serie haben und unsere Kunden somit unmittelbar vom Motorsport-Engagement profitieren. Das ist in der Formel 1 aktuell nicht der Fall."

DTM und Le Mans bleiben fester Bestandteil

Auch wenn das künftige Motorsport-Programm der Ingolstädter wie immer erst zum Jahresende verabschiedet wird, sagte Ullrich dem "sid" schon jetzt, dass die DTM und Le Mans fester Bestandteil der mittelfristigen Planungen bleiben.

"Abgesehen davon, dass wir noch mindestens siebenmal siegen müssen, um auf Platz eins der ewigen Bestenliste zu kommen, engagieren wir uns in Le Mans, um neue Technologien im Motorsport zu testen. Dass kann man in Le Mans besser und authentischer als bei jedem anderen Rennen", sagt der Audi-Sportchef.

Kostenfaktor spielt eine Rolle

Auch der Kostenfaktor spielt eine große Rolle. Denn trotz aller Bemühungen ist die Formel 1 immer noch zu teuer.

Topteams geben auch weiterhin deutlich mehr als 150 Millionen Euro pro Saison aus. Der DTM-Einsatz kostet derzeit geschätzte 30 Millionen Euro pro Jahr.

Das ist Ullrich immer noch zuviel: "Mit dem neuen Reglement ist ab 2012 eine Entlastung der Budgets um etwa 50 Prozent angepeilt. Damit wird die DTM weiter ein Maßstab in Sachen Kosten-Nutzen-Verhältnis sein."

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