Europa-GP: Die deutschen Fahrer in der Einzelkritik

"Da ging gar nichts. Alles Käse!"

Von Jan-Hendrik Böhmer
Dienstag, 29.06.2010 | 13:25 Uhr
Michael Schumacher fuhr in Valencia nach seinem verkorksten Boxenstopp nur noch hinterher
© Getty
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Sechs deutsche Fahrer stehen in dieser Formel-1-Saison am Start, so viele wie noch nie. Sebastian Vettel bekommt nach dem ereignisreichen Saisonstart die meiste Aufmerksamkeit, aber den echten deutschen Fan interessieren auch die Leistungen aller anderen. Haben Nico Rosberg und Michael Schumacher trotz dessen durchwachsenen Comebacks eine Chance auf den Titel? Schafft Adrian Sutil den Durchbruch? Und was können Nico Hülkenberg und Timo Glock leisten? SPOX blickt nach jedem Rennen durch die deutsche Brille und beurteilt die Leistungen des Sixpacks in der Einzelkritik.

Und so funktioniert's: Mit Hilfe des GP-Rechners geben wir eine Prognose für jeweils vier Rennen ab. An dieser messen wir jetzt die Leistungen von Michael Schumacher, Nico Rosberg, Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg, Adrian Sutil und Timo Glock.

Wer ist im Soll, wer hat uns positiv, wer negativ überrascht?

Dabei geht es weniger um die genaue Position im Ranking, es geht um die Tendenz, darum, ob die Fahrer bei der Erfüllung ihrer Saisonziele auf Kurs sind. Denn gegen technische Ausfälle oder sonstige Zwischenfälle ist kein Fahrer gefeit. Und klar ist, dass sich solche Unwägbarkeiten unmöglich voraussagen lassen.

Besser als gedacht? So sah die SPOX-Prognose für Valencia aus

Die Einzelkritik zum Europa-GP in Valencia

Platz 1: Sebastian Vettel (Saisonziel: Weltmeister werden)

Prognose: Platz 2 - 18 WM-Punkte

Ergebnis: Platz 1 - 25 WM-Punkte

Welcome back, Seb! Was war das für eine eindrucksvolle Vorstellung, mit der sich Sebastian Vettel da in Valencia zurückgemeldet hat. Das zuletzt so häufig thematisierte Duell mit Teamkollege Mark Webber? In jeder Session gewonnen. Im Rennen? Dominant. In der Fahrer-WM? Platz drei zurückerobert und den Abstand zur Spitze verkürzt. Und das alles auf einer Strecke, die dem Red Bull eigentlich überhaupt nicht hätte liegen sollen.

"Das war ein enorm wichtiger Sieg - für Sebastian und für das Team", freute sich deshalb Teamchef Christian Horner. "Es war toll, hier komplett die erste Reihe zu stellen und im Rennen einen dominanten Sieg zu holen. Es war sehr schön für Sebastian."

Und extrem wichtig für Vettels Saisonziel. "Er hat sich im Titelkampf zurückgemeldet", sagte Horner. "Er ist ein beeindruckendes Rennen gefahren." Das kann man nur unterschreiben. Und jetzt kommen mit Silverstone und Hockenheim Strecken, auf denen der RB6 noch besser funktionieren sollte. Vettel als WM-Leader beim Heimrennen? Sehr gut möglich. Die Fans würde es freuen.

Der 22-Jährige selbst hielt sich mit Prognosen aber noch zurück: "Es ist es eine lange Reise. Aber: Zwei Rennen können schon sehr viel verändern", so der Deutsche. "Und wenn wir so weitermachen, sieht es immer besser aus."

Platz 2: Adrian Sutil: (Regelmäßig in die Punkte fahren, die Großen ärgern)

Prognose: Platz 10 - 1 WM-Punkt

Ergebnis: Platz 6 - 8 WM-Punkte

Punkte holen, Große ärgern - sein Saisonziel kann Adrian Sutil eigentlich bereits jetzt als abgehakt betrachten. Die letzten fünf Rennen beendete der Force-India-Pilot allesamt in den Punkten, belegt Platz zehn in der Fahrer-WM - nur drei Punkte hinter Rekord-Champion Michael Schumacher. Und den Teamkollegen? Den hat er auch weitgehend im Griff.

"Ich bin sehr zufrieden", sagte Sutil selbst. "Von Position 13 auf Rang sechs nach vorne zu fahren, war schon super. Es hat alles wirklich prima geklappt. Ich hatte auch noch ein Überholmanöver gegen Buemi. Das hat sehr viel Spaß gemacht und es war eine faire Nummer. Das war eines der besten Rennen der Saison bisher für uns."

Dem kann man nur zustimmen. In der hektischen Entscheidungsphase des Rennens hat er einen kühlen Kopf bewahrt (früher nicht unbedingt Sutils Stärke) und dazu noch das äußerst sehenswerte und konsequente Manöver gegen Buemi gezeigt: Das war echt stark!

Renn-Analyse: Vettel gewinnt "Skandal"-Rennen - Horrorcrash von Webber

Platz 3: Nico Hülkenberg (Saisonziel: Barrichello schlagen, regelmäßig Punkte holen)

Prognose: kein WM-Punkt

Ergebnis: Defekt - kein WM-Punkt

Hoppla. Da haben wir dem Nico in unserer Prognose wohl unrecht getan. Jedenfalls zum Teil. Denn im Qualifying fuhr er erst souverän in die Top-Ten und war dabei dann auch noch besser als Teamkollege und Vorjahres-Sieger Rubens Barrichello. Hut ab. Besonders da Hülkenberg im Gegensatz zu Barrichello noch ohne F-Schacht unterwegs war.

Im Rennen war es dann allerdings mit der Gala-Vorstellung auch schon wieder vorbei. Erst ließ sich der 22-Jährige am Start von Barrichello überholen und musste nach dem Boxenstopp-Chaos während der Safety-Car-Phase auch noch Adrian Sutil und Fernando Alonso passieren lassen. Dennoch: "Ich war wirklich gut unterwegs", sagte Hülkenberg. "Punkte waren heute definitiv möglich." Möglich: ja. Bis sein Auto Feuer fing. "Das war für mich dann natürlich das Ende", sagte Hülkenberg. Kein Wunder, dass er sauer war.

Dennoch: Die Formkurve des Rookies zeigt nach oben. "Nico hat im Qualifying endlich Fortschritte gemacht", lobt Technikchef Sam Michael. Und Williams hat für den England-GP bereits weitere Neuerungen angekündigt: Darunter einen neuen Auspuff, der dem Diffusor mehr Effizienz verleihen soll. "Wir wollen mit beiden Autos in die Punkte", so Michael.

Wie sieht Deine Prognose aus? Hier geht's zum F-1-Rechner

Platz 4: Nico Rosberg (Saisonziel: Rennen gewinnen, Schumacher schlagen)

Prognose: Platz 6 - 8 WM-Punkte

Ergebnis: Platz 10 - 1 WM-Punkt

Dass Valencia kein Zuckerschlecken werden würde, hat Nico Rosberg gewusst. Dass es allerdings so niederschmetternd wird, damit hätte er vermutlich nicht gerechnet.

Top-Ten-Qualifying verpasst, im Rennen mit Bremsproblemen keine Chance gegen Fahrer wie Buemi und Kobayashi - und "dann hat auch noch mein Hintern gebrannt, weil irgendwas Heißes im Auto war. Das haben sie das ganze Wochenende nicht in den Griff gekriegt. Ich musste schon fast an die Box fahren, weil es so wehgetan hat", erklärte Rosberg.

Kurz: "Da ging gar nichts. Alles Käse!" Was ging, war ein WM-Punkt. Immerhin. Freuen kann sich er 25-Jährige darüber aber nicht. "Das war genauso schlecht wie im Qualifying. Ich habe Glück, dass ich bis zum Ende des Rennens gekommen bin", sagte der Mercedes-Pilot. Und weiter: "Kein tolles Rennen und ein schwaches Wochenende für uns." Einziger positiver Aspekt: "Auch in solchen Rennen kann man Erfahrungen für später sammeln. Jetzt müssen wir hart arbeiten, um unsere Probleme zu lösen und uns zu steigern."

Platz 5: Michael Schumacher (Saisonziel: Um den WM-Titel fahren)

Prognose: Platz 9 - 2 WM-Punkte

Ergebnis: Platz 15 - kein WM-Punkt

Ein Wochenende zum Vergessen. Punkt. Aus. Schwamm drüber. Für Michael Schumacher lief in Valencia einfach alles schief, was schief laufen konnte.

In der Startaufstellung erneut "durch unser schlechtes Qualifying gehandicapt" (Teamchef Ross Brawn), schien er im Rennen eigentlich auf einem guten Weg: Am Start Plätze gewonnen und nach dem Webber-Crash zwischenzeitlich sogar bis auf Platz drei nach vorne gespült. Doch dann kam die elfte Runde - und der total verkorkste Boxenstopp.

"Michael wurde durch die rote Ampel am der Boxenausfahrt um ein gutes Ergebnis gebracht", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Stimmt. Denn wo der Rekord-Champion hätte landen können, zeigt der siebte Platz von Kamui Kobayashi - vor dem Schumi im Rennen lag. Schumacher fuhr konstant schnelle Rundenzeiten. Auf frischen Reifen knallte er die zweitschnellste Runde des Rennens auf den Asphalt.

Doch das nützt einem wenig, wenn man dem Feld wegen eines Taktik-Fehlers des Teams hinterherfährt. Und so wurde Schumi sogar noch für Reifen-Tests eingespannt. Das Rennen war ja ohnehin gelaufen. Am Ende: Platz 15. So schlecht war Schumacher noch nie. Auch wenn ihn in diesem Fall vermutlich die geringste Schuld trifft...

Platz 6: Timo Glock: (Saisonziel: Ins Ziel kommen, bestes der neuen Teams werden)

Prognose: kein WM-Punkt

Ergebnis: kein WM-Punkt

Gehen wir die Liste einfach mal durch. Ins Ziel kommen? Gerade so geschafft. Bestes der neuen Teams? Hmmm. Das schon, nur hatte Glock daran keinen Anteil. Teamkollege Lucas di Grassi holte die Kohlen aus dem Feuer - sofern man das bei Platz 17 sagen kann.

Für Glock war es dagegen ein verkorkstes Wochenende. Das Quali-Duell? Verloren. Im Rennen erst lange hinter dem Teamkollegen festgehangen, sich später im Duell mit Bruno Senna den Hinterreifen aufgeschlitzt, in die Bande gekracht und am Ende auch noch den mühselig erkämpften 18. Platz wegen des Missachtens der blauen Flaggen und einer damit verbundenen 20-Sekunden-Zeitstrafe an Karun Chandhok verloren.

Dennoch sah der 28-Jährige das Positive: "Ich fuhr einige tolle Rundenzeiten", so Glock. Und auch beim Team ist man optimistisch. "Die Leistungen zeigen, dass sich unser Auto in die richtige Richtung entwickelt. Wir haben einen guten Grund, zuversichtlich zu sein", erklärte Teamchef John Booth. Timo Glock wäre es in jedem Fall zu wünschen.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

 

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