Reifen bremsen Schumi aus

SID
Mittwoch, 05.05.2010 | 19:33 Uhr
Nach vier Jahren Pause fährt Michael Schumacher wieder in der Formel 1
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Michael Schumacher hat seinen Fehlstart in die Formel-1-Saison mit mangelnder Erfahrung im Umgang mit den aktuellen Reifen erklärt.

Michael Schumacher erklärt seinen holprigen Saisonstart nach der Rückkehr in die Formel 1 und den Rückstand auf Teamkollege Nico Rosberg mit seiner mangelnden Erfahrung im Umgang mit den aktuellen Reifen.

"Die schmaleren Vorderreifen, die Reifen für trockene Pisten und die Regenreifen kannte ich aus meiner Vergangenheit nicht. Jeder Fahrer muss lernen, wie sie sich unter den sich verändernden Bedingungen verhalten. Da haben die Kollegen einen gewissen Vorsprung", sagte der 41-Jährige vor dem Großen Preis von Spanien in Barcelona (So. 13.50 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe).

Schumacher erklärte, dass er im freien Training am Freitag noch nicht vorhersehen könne, wie sich der Reifen im Rennen entwickeln wird: "Früher war es für mich selbstverständlich, vorausplanen zu können, eine Ahnung zu haben, wie das Feintuning auszusehen hat. Da habe ich momentan noch ein Manko."

Schumachers innerer Wandel

Nach drei Jahren Abstinenz von der Königsklasse sieht der siebenmalige Champion und erfolgreichste Formel-1-Pilot der Geschichte "definitiv Bereiche, in denen ich am Anfang stehe, wo ich dazulernen muss, weil ich die nötige Erfahrung in den letzten drei Jahren nicht machen konnte".

Dass er trotz der bislang ernüchternden Resultate entspannt auf die Zuschauer wirkt, führt er auf einen inneren Wandel zurück: "Ich glaube, die Leute merken, dass das extrem Verbissene, das ich früher hatte, einer Lockerheit gewichen ist, die ich früher nur manchmal zeigen konnte."

Bis zu seinem Rücktritt 2006 habe er "die ganzen negativen Begleitumstände der Formel 1 mit mir rumgetragen. Die haben in mir gearbeitet und mich sicherlich auch zermürbt", sagte Schumacher.

Dieses Gefühl sei jetzt weit weg von ihm. Er widersprach aber der Vermutung, nachgelassen zu haben: "Ich habe ja nicht an Fokus oder Zielstrebigkeit verloren. Ich gehe das nach wie vor seriös an, ich arbeite nach wie vor sehr hart an mir. Da hat sich nichts geändert."

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