Donnerstag, 13.05.2010

Monaco-GP: Training

Alonso hängt deutsches Duo ab

Bestzeit für Ferrari beim Training zum Monaco-GP. Fernando Alonso drehte in beiden Sessions die schnellste Runde. Direkt dahinter zeigte sich Nico Rosberg von der Barcelona-Pleite sehr gut erholt. Sebastian Vettel wurde Dritter, Michael Schumacher Fünfter.

Fernando Alono liegt in der Fahrer-WM nach fünf Rennen auf dem zweiten Rang
© Getty
Fernando Alono liegt in der Fahrer-WM nach fünf Rennen auf dem zweiten Rang

Hochbetrieb in den Straßen Monacos. Die Top-Piloten bereiteten sich im Training akribisch auf das Rennen am Sonntag vor, indem sie zwischen 60 und 80 Runden abspulten.

Als alle Runden absolviert waren, stand der Name Fernando Alonso ganz oben in der Zeitentabelle. In 1:14,904 Minuten fuhr der Ferrari-Pilot in der zweiten Session die schnellste Zeit des Tages. Schon in der ersten Session war der Spanier der Schnellste.

"Wir haben uns darauf konzentriert, das Auto so hinzubekommen, dass es leicht zu fahren ist", kommentierte Alonso. "Denn wenn man hier in Monaco Vertrauen in seine fahrerischen Fähigkeiten hat, kann das bis zu ener halben Sekunde bringen. Trotzdem gibt es jede Menge Spielraum für Verbesserungen."

Mercedes mit kürzerem Radstand vorne dabei

Denn es war eng. Nico Rosberg war als Zweiter im Mercedes nur eine Zehntelsekunde langsamer. Damit feierte er nach der Enttäuschung von Barcelona einen gelungenen Einstand im wieder umgebauten Mercedes. Der für den Spanien-GP verlängerte Radstand wurde wieder verkürzt, um in den engen Kurven von Monaco ein wendigeres Auto zu haben.

Es hat offenbar etwas gebracht, denn auch Michael Schumacher kam als Fünfter in der Tageswertung gut zurecht. "Monaco ist einfach eine besondere Stecke und ich bin voll auf meine Kosten gekommen. Ich habe den Rhythmus gefunden, vor allem auf den Long-Runs", sagte Schumacher.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hörte sich noch optimistischer an: "Hier geht was - zumindest sah es heute so aus."

Red Bull und McLaren unauffällig

Und was machten die großen Favoriten von Red Bull? Sie hielten sich vornehm zurück. Sebastian Vettel belegte einen guten dritten Rang, Barcelona-Sieger Mark Webber konnte als Zehnter aber niemanden beeindrucken. Chancen auf die sechste Pole-Position im sechsten Rennen? "Das wird sehr, sehr eng", prognostizierte Vettel.

Monaco-GP, Highlights, Freies Training

Ebenfalls mittelmäßig waren die Zeiten der McLaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button. Natürlich kann man die Spritmengen nicht abschätzen, aber das Strecken-Layout in Monaco legt nahe, dass das Team nicht so sehr von seinem F-Schacht-System profitieren kann wie auf anderen Kursen. Topspeed spielt in Monaco keine Rolle.

Dafür aber sicher die Reifen. Und mit der superweichen und der mittleren Mischung, die Bridgestone mit nach Monaco gebracht hat, kam Ferrari schon in Bahrain bestens zurecht. Alonso und auch Massa, Vierter im Training, haben eine Chance auf die Pole-Position.

Kubica und Sutil stark - Kleinholz bei Sauber

Die hat Adrian Sutil wohl nicht, aber er konnte mit der achtbesten Zeit im Training überzeugen. Best of the Rest war wieder einmal Robert Kubica. Er und sein Renault hielten sogar eine zeitlang die Bestzeit und unterstrichen, dass das Auto mit dem kürzesten Radstand im Feld ausgezeichnet im Fürstentum klarkommt.

Etwas Kleinholz gab es auch. Gegen Ende des ersten Trainings fuhr Sauber-Pilot Kamui Kobayashi in der Schwimmbad-Passage zu weit über einen Kerb und wurde in die Leitplanken katapultiert. Ihm ist jedoch gar nichts, dem Auto nur wenig passiert. Er konnte am Nachmittag wieder fahren.

Strecken-Check: "Monaco wird eine Katastrophe"

Monaco-GP: Das Training
Tolles Ambiente für die Fans und Fahrer beim Training für den Monaco-GP: Die Piloten rasen am Hafen vorbei
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Eine Umgebung, die Fernando Alonso offenbar beflügelte. Der Spanier war in seinem Ferrari beim Training der schnellste Fahrer
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Für Mercedes-Pilot Nico Rosberg alles kein Problem. Der 24-Jährige, in Monaco aufgewachsen und wohnhaft, schaffte die zweitschnellste Zeit
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Auch Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel kam gut klar und landete auf Rang drei
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Alexander Mey

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