Sonntag, 02.05.2010

Neues aus der Königsklasse

Stewart: "Schumi ist nicht mehr der Gleiche"

Jackie Stewart erkennt Michael Schumacher nicht wieder und Mark Webber ist zwar nicht mit seinen Leistungen, aber doch mit dem neuen Punktesystem zufrieden. Fernando Alonso spricht indessen von Leidenschaft, Philosophie und Lebensstil.

Michael Schumacher gewann 91 von 253 Rennen, bei denen er am Start war
© Getty
Michael Schumacher gewann 91 von 253 Rennen, bei denen er am Start war

60 statt 100 Watt: Das Comeback von Michael Schumacher? Mehr schlecht als recht. Besser gesagt: ernüchternd. Für Jackie Stewart ist die Ursache für das mittelmäßige Abschneiden des siebenfachen Weltmeisters klar. "Ich zweifle nicht daran, dass Michael nicht mehr der gleiche Mann ist, der er mal war. Man kann einfach nicht für drei Jahre aussteigen, zurückkommen und das Licht mit der gleichen Leistung aufdrehen. Er läuft vielleicht mit 60 statt mit 100 Watt", sagte Stewart der "Daily Mail".

Auch Damon Hill zweifelt mittlerweile an Schumis Fähigkeiten: "Es hat den Anschein, dass Michaels Leistung nicht so gut ist, wenn das Auto nicht funktioniert. Andere, wie Jim Clark, konnten auch ein schwer zu fahrendes Fahrzeug meistern. Ich denke nicht, dass Michael diese Fähigkeit hat. Wenn er im runderneuerten Mercedes nichts zeigt hat er ein Problem."

Trotz der bisher überraschend schwachen Leistungen: Die Fahrer sind nach wie vor happy, dass Schumi zurück ist. Zumindest Fernando Alonso. "Michael Schumacher abzuhängen ist immer sehr schön. Man spricht darüber eine ganze Woche."

Die F-Schacht-Lösung: Ferrari nutzte einen der vier Tage, an denen private Aerodynamiktests durchgeführt werden dürfen, um ein neues "Heckflügelsystem" in der Praxis auszuprobieren. Doch nicht nur die eigens entwickelte F-Schacht-Lösung testete Giancarlo Fisichella, sondern auch die neue Aerodynamikkonfiguration. Bereits beim Training zum Spanien-GP am Freitag sollen die Neuerungen zum Einsatz kommen.

Leidenschaft, Philosophie, Lebensstil: Fernando Alonso freut sich auf sein Heimrennen in Barcelona -  aber er steht auch unter Druck, denn die Fans erwarten Großes von ihm. Aber er ist bereit. "Ferrari und ich leben den Rennsport mit viel Passion. Mit einem kühlen Team zu arbeiten war etwas merkwürdig. Jetzt sind zwei Latinos bei Ferrari. Das motiviert viel stärker. Maranello ist aber viel besser, als ich ursprünglich dachte. Ich hatte erwartet, dass ich zum stärksten Team kommen und von diesem Potenzial profitieren würde. Aber Ferrari ist viel mehr: es ist eine Leidenschaft, eine Philosophie, ein Lebensstil", sagt Alonso bei "Corriere della Sera".

Das Rennen in Barcelona sieht er als richtungsweisend für die weitere Saison an. "Jetzt wird sich zeigen, wer für den Titelkampf gerüstet ist. Welche Teams ihre Autos und Leistungsfähigkeit am schnellsten verbessern können. Es ist sicher der Start zu einem schönen Kampf", sagt Alonso auf "ESPN".

Wertung lügt nicht: Viel wurde vor der Saison darüber diskutiert, ob das neue Punktesystem auch wirklich die tatsächlichen Leistungen der Fahrer widerspiegelt. Nach den ersten vier Rennen ist Mark Webber zwar nicht mit seinen eigenen Leistungen - dafür aber mit der Fairness des Systems zufrieden.

"Es braucht nur ein Wochenende. Aufgrund des Punktesystems schwanken die WM-Platzierungen sehr stark. Die Wertung lügt aber nie. Wir sind im Moment nicht da, wo wir sein wollen, aber wir werden uns verbessern. Die Fahrer, die die Resultate in diesem Jahr geholt haben, haben sie auch verdient. Button ist das beste Beispiel", sagt Mark Webber auf "ITV".

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