Montag, 19.04.2010

Pressestimmen zum China-Grand-Prix

"Warum hat er sich das angetan?"

Die italienische Presse attestiert Michael Schumacher "den schlechtesten Tag seiner Karriere" und hinterfragt erneut seine Comeback-Entscheidung. Für die meisten Zeitungen gehört er schon lange "nicht mehr in die Liga der besten Formel-1-Piloten." Die internationalen Pressestimmen im Überblick.

Michael Schumacher wurde beim Grand Prix in Shanghai nur Zehnter
© Getty
Michael Schumacher wurde beim Grand Prix in Shanghai nur Zehnter

Italien

Gazzetta dello Sport: "Schumacher, der sogar vom Russen Petrow überholt worden ist, hat den schlechtesten Tag seiner Karriere erlebt. Michael leidet. Warum hat er sich das angetan?"

Corriere dello Sport: "Jenson Button ist der Herr der Formel 1. Der Sieg beschert dem Weltmeister die Spitzenposition. Man begreift, dass Michael Schumacher in ernsthaften Schwierigkeiten steckt. Die Reifen sind keine Entschuldigung. Der alte Löwe ist von einer Schar junger und hungriger Tiere angegriffen worden."

Tuttosport: "Schumi, was für eine Blamage. Michael ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Er verlässt das Auto, als wäre er darin zerstückelt worden."

La Stampa: "Eine Formel 1 ohne Überholmanöver? Das müsste man Schumacher fragen, der pausenlos überholt worden ist. Armer Michael, er ist nicht mal als Formel-1-Debütant derart gedemütigt worden. Alle haben ihn lächerlich gemacht: alte Rivalen (Alonso), junge Krieger (Kubica, Vettel und Hamilton), Ex-Teamkollegen (Massa), seine eigenen Landsleute (Sutil) und sogar der Russe Petrow, der erst sein viertes Rennen bestritten hat."

La Repubblica: "Michael Schumacher gehört nicht mehr in die Liga der besten Formel-1-Piloten. Er ist sogar von Neuling Petrow schlecht behandelt worden ist. Der Deutsche ist langsam und unbeholfen."

Österreich

Kronen Zeitung: "Im Grand Prix von China zog Jenson Button das große Los: Zweiter Saisonsieg und WM-Führung. Red Bull Racing enttäuschte."

Kurier: "Im Eiltempo in die Sackgasse. Nach Rang 10 wächst auf Michael Schumacher der Druck der Öffentlichkeit. Einmal mehr sicherte sich Jenson Button einen Grand-Prix-Sieg dank kluger Strategie.

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