Donnerstag, 22.04.2010

Formel 1 - Neues aus der Königsklasse

Ex-FIA-Boss Mosley lästert über Ferrari

Der italienische Reifenhersteller Pirelli liebäugelt mit einer Rückkehr in die Königsklasse. Und: Ex-FIA-Boss Max Mosley teilt in einem Interview ganz schön gegen Luca di Montezemolo und Ferrari aus.

Der ehemalige FIA-Chef Max Mosley übt harrsche Kritik am Führungsstil von Luca di Montezemolo
© Getty
Der ehemalige FIA-Chef Max Mosley übt harrsche Kritik am Führungsstil von Luca di Montezemolo

Ende 2010 endet das Engagement von Bridgestone als Reifenlieferant für die Formel 1. Bereits beim nächsten GP der Saison in Barcelona (7. bis 9. Mai) könnte die Teamvereinigung FOTA die Entscheidung treffen, welches Format die neuen Reifen haben sollen und welche Hersteller als Partner für die Königsklasse infrage kommen.

Beschlossene Sache dürfte wohl das Comeback von Michelin sein. Der US-amerikanische Hersteller Avon Cooper steht ebenfalls Gewehr bei Fuß.

Und neuerdings drängt auch Pirelli wieder auf den Markt. Die Italiener, die zuletzt zwischen 1989 und 1991 in der Formel 1 tätig waren, wollten jüngst einen Einstieg zur kommenden Saison nicht ausschließen.

"Schon im nächsten Jahr dabei zu sein, ist ein sehr ehrgeiziges Ziel", erklärte Paul Hembery, Motorsport-Chef bei Pirelli. "Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen - und im Moment sieht es so aus, als gehe es in die richtige Richtung - und unser Vorstand und die FIA ja sagen, dann werden wir sehen, wo wir stehen."

Mosley teilt aus: Der frühere FIA-Präsident Max Mosley hat in einem Interview mit dem Magazin "F1 Racing" scharfe Kritik an Ferrari und Luca di Montezemolo geübt.

Mosley sagte, dass Ferrari all die Jahre nicht konkurrenzfähig gewesen wäre, wenn man das gleiche Budget gehabt hätte wie andere Teams.

Das sei auch der Grund gewesen, warum sich die Italiener stets hartnäckig gegen Pläne zur Kostenreduzierung gewehrt hätten.

"Das haben sie gemacht, weil sie genau wussten: Wenn sie das gleiche Geld hätten wie die anderen, dann hätten sie keine Chance mehr", sagte der 70-jährige Brite, der zwischen 1993 und 2009 dem Automobil-Weltverband als Präsident vorstand.

Gegen Vorwürfe, die FIA hätte Ferrari während seiner Amtszeit vielfach bevorzugt behandelt, verwehrte sich Mosley entschieden.

Keine allzu hohe Meinung hat Mosley von Ferrari-Chef Luca di Montezemolo, der am Mittwoch von seinem Amt als FIAT-Präsident zurückgetreten war.

"Luca ist eine angenehme Erscheinung und kann wirklich gut mit Menschen umgehen, aber meiner Meinung nach besitzt er einen schwachen Charakter und lässt sich zu einfach von anderen beeinflussen", so Mosley.

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