Mittwoch, 17.03.2010

Neue Gerüchte um Einstieg der deutschen Marke

Verhandlungen zwischen Williams und VW?

Bekommt Nico Hülkenberg bald einen deutschen Motor? Sein Williams-Team ist ein Dauerbrenner in der Formel 1, doch die Erfolge blieben in den letzten Jahren aus. Jetzt soll offenbar VW helfen, aus dem Traditionsteam wieder ein Spitzenteam zu machen.

Das Williams-Team konnte in 613 Formel-1-Rennen 113 Siege einfahren
© Getty
Das Williams-Team konnte in 613 Formel-1-Rennen 113 Siege einfahren

Seit 1977 fährt Williams in der Königsklasse, konnte insgesamt 16 Weltmeisterschaften bejubeln. Der letzte Titel liegt allerdings schon 13 Jahre zurück. 1997 gewannen die Briten die Konstrukteurs-WM und Jacques Villeneuve seinen einzigen Fahrer-Titel.

Damals wurde der Bolide von einem Renault-Motor angetrieben - und auch beim letzten Grand-Prix-Sieg des Williams-Teams (2004 in Brasilien) steckte mit einem BMW-Aggregat das Triebwerk eines großen Konzerns im Heck von Juan Pablo Montoyas Auto.

Nach 90 sieglosen Rennen plant man nun offenbar erneut einen Coup mit einem großen Automobilkonzern: Nach "Sport Bild"-Informationen verhandelt Teamchef Frank Williams zurzeit mit dem Volkswagen-Konzern über eine Beteiligung an seinem Rennstall.

"Sind mit einem Hersteller im Rücken stärker"

Bisher hält Frank Williams 70 Prozent an seinem Team, 20 Prozent gehören dem österreichischen Unternehmer Christian Wolf und 10 Prozent Williams' langjährigem Team-Partner Patrick Head.

"Ein privates Formel-1-Team wie wir ist mit einem Hersteller im Rücken stärker. Keine Frage. Und natürlich gibt es diese Affinität zu Deutschland. Ich erinnere mich noch gut: Ganz früher sind wir mit VW-Bussen zu den Rennen gefahren, haben teilweise sogar darin geschlafen", reagierte Frank Williams äußerst positiv auf die "Sport Bild"-Nachfrage bezüglich VW.

Bilder des Tages - 17. März
Indian Wells: Vor den Augen von Gavin Rossdale und Gwen Stefani jubelt sich Tennis-Profi Marcos Baghdatis bei seinem Sieg über Roger Federer die Seele aus dem Leib
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Eine Zusammenarbeit zwischen den Wolfsburgern und Williams würde Sinn machen - und wäre für beide Seiten eine Win-Win-Situation: Das Traditionsteam hätte wieder einen starken, ambitionierten Konzern im Rücken und VW würde so ohne das Risiko eines eigenen Teams langsam in der Formel 1 Fuß fassen.

Bisher sind die Wolfsburger im Rallyesport erfolgreich vertreten, konnten in diesem Jahr die Rallye Dakar gewinnen. Außerdem sitzt der amtierende DTM-Meister Timo Scheider am Steuer eines Audi, einem Tochter-Unternehmen von VW.

Weltmotor für den Rennsport

"Im Moment ist die Formel 1 noch kein Thema. Sollten sich aber die Rahmenbedingungen ändern, muss man darüber nachdenken", erklärt der ehemalige Formel-1-Pilot und aktuelle VW-Berater Hans-Joachim Stuck - und spielt damit auf den von der Motorsportbehörde FIA für 2013 geplanten sogenannten Weltmotor an.

Volkswagen setzt sich bereits seit Längerem für die Einführung dieses Basismotors ein, der in abgewandelter Form für sämtliche Motorsportserien einsetzbar wäre und mit dem "man noch einmal immense Kosten sparen könnte", so Stuck. Denn: Dieser würde auch für die Formel 1 gelten und die Königsklasse daher für VW als Motorenlieferant höchst attraktiv machen.

Frank Williams jedenfalls schwärmt bereits in den höchsten Tönen von seinem möglichen Partner aus Deutschland: "Deutsche Autos sind super: Mercedes hat mit Brawn im letzten Jahr den Titel gewonnen, mit McLaren im Jahr davor. Und jetzt sind sie mit ihrem eigenen Team vorn dabei." Ein Dementi klingt anders.

Zudem fährt bei Williams mit Nico Hülkenberg ein deutsches Top-Talent, dem in der Formel 1 eine große Zukunft vorausgesagt wird. Eventuell ein weiterer Anreiz für Volkswagen, die bereits mehrfach mit einem Formel-1-Einstieg in Verbindung gebracht wurden. Zuletzt als Motorenlieferant ab 2012.

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Markus Elser

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