Dienstag, 30.03.2010

Verwirrung um Red Bulls Radaufhängung

Ist Vettels Bolide illegal?

Hat sich Red Bull seinen überlegenen Quali-Speed mit einer verbotenen flexiblen Radaufhängung erkauft? Das Team bestreitet die Vorwürfe. Dennoch droht Sebastian Vettel und Co. Ärger. Erst hieß es sogar, die FIA sei bereits eingeschaltet. Doch noch wird nicht ermittelt, weil niemand offiziell Portest eingelegt hat. Mercedes vermittel. Sollte das System existieren und legal sein, wollen es andere Teams umgehend kopieren.

Angeblich verfügt der Red Bull von Vettel und Webber über eine illegale Radaufhängung
© Getty
Angeblich verfügt der Red Bull von Vettel und Webber über eine illegale Radaufhängung

Eigentlich sollte Sebastian Vettel überlegen die WM anführen. Sein Red Bull ist klar der beste Bolide im Feld, der Deutsche dominierte die beiden ersten Rennen. Bis ihn zwei Defekte in Bahrain und Melbourne den sicher geglaubten Sieg kosteten.

Und kommt es jetzt noch dicker? Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass im Fahrerlager über eine möglicherweise illegale Federung an seinem Rennwagen diskutiert wird. Jetzt hieß es sogar: die FIA ermittelt bereits.

Mittlerweile wurde das dementiert. "Es gibt keine Untersuchung", sagte eine FIA-Sprecherin der "DPA" in Sepang. Dazu hätte eines der Teams offiziell Protest einlegen müssen - und das sei in Australien nicht der Fall gewesen. Dennoch geht der Streit weiter.

Die heißesten Gridgirls des Australien-GP
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
1/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
2/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=2.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
3/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=3.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
4/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=4.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
5/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=5.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
6/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=6.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
7/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=7.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© Getty
8/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=8.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
9/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=9.html
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
© xpb
10/10
Die heißesten Gridgirls des Australien-GP in Melbourne
/de/sport/diashows/1003/formel1/australien-gp/gridgirls/girdgirls-australien-melbourne,seite=10.html
 

Beweise für illegales System?

Doch worum geht es dabei überhaupt? Hintergrund: Angeblich passt sich die Radaufhängung des Red Bull automatisch dem Gewicht des Boliden an. Bereits im Qualifying liegt der Bolide auch mit wenig Benzin extrem tief und damit besser auf der Strecke. Einer der Gründe für die Top-Zeiten von Vettel. Und dennoch hat man im Rennen mit viel Gewicht an Bord keine Probleme mit der Bodenfreiheit.

Dabei sind laut Reglement nach der Quali alle Änderungen an den Boliden verboten. Die Konkurrenz glaubt deshalb, dass sich die Federung von selbst verstellt. "Das wäre nach unserer Auffassung nicht legal", wird McLaren-Boss Martin Whitmarsh in der "Bild" zitiert. Die FIA hatte sogenannte aktive Radaufhängungen Ende 1993 verboten.

Der Brite spricht sogar von "Beweisen, dass Systeme zur Kontrolle der Bodenhöhe verwendet werden." Außerdem räumte er ein, dass auch sein Team daran gearbeitet habe, die Entwicklung wegen möglicher Regelverstöße eingestellt wurde.

Red Bull hat diese Vorwürfe umgehend dementiert. Teamchef Christian Horner sagte gegenüber der "BBC", dass er "absolut garantieren" könne, dass der RB6 über kein System zur Anpassung der Bodenfreiheit während der Fahrt verfüge.

Teams wollen System nachbauen

Mercedes-Teamchef Ross Brawn versucht jetzt, zu vermitteln. "Wir sollten das Thema seitens der FIA klarstellen lassen", so der Brite. "Red Bull einfach etwas zu unterstellen ist unfair, denn sie haben ein gutes Auto und es gibt keine Hinweise, dass sie etwas Illegales machen. Es ist aber notwendig, dass die FIA präzisiert, was erlaubt ist." Und genau das wird sie jetzt tun.

Sollte die FIA das System - soweit es denn überhaupt existiert - für legal erklären, will man bei McLaren sofort nachrüsten. "Wenn es Beweise gibt, dass solche Systeme legal sein könnten, dann brauchen wir auch so schnell wie möglich eins", so Whitmarsh.

Vielleicht ist gerade das der Grund dafür, dass offiziell noch kein Protest eingelegt wurde...

Millionen-Vertrag für Räikkönen bei Red Bull fix?

SPOX

Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Breitere Reifen, breitere Autos. Wir die Formel 1 durchs neue Reglement spannender?

Michael Schumacher wurde 1997 mit einem zwei Meter breiten Ferrari Weltmeister in der Formel 1
Ja
Nein
Interessiert mich nicht

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.