Donnerstag, 11.03.2010

Die neuen Regeln der Saison 2010

Mehr Punkte, weniger Hässlichkeit

Auch für die Saison 2010 hat die FIA einige Regeländerungen verabschiedet. So bekommt der GP-Sieger jetzt 25 Punkte, Nachtanken während des Rennens ist verboten und die Vorderreifen sind geschrumpft. SPOX fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Das Nachtanken während des Rennens ist in dieser Saison verboten
© Getty
Das Nachtanken während des Rennens ist in dieser Saison verboten

Punkte: Die wohl auffälligste Neuerung 2010 ist das überarbeitete Punktesystem, mit dem die FIA einen Sieg aufwerten und damit für mehr Spannung sorgen will. Ab sofort erhält der Sieger eines Rennens 25 Punkte - statt zehn. Außerdem bekommen erstmals in der Geschichte die ersten zehn Piloten Punkte. Und zwar in folgender Aufteilung: 25 - 18 - 15 - 12 - 10 - 8 - 6 - 4 - 2 - 1. Extra-Punkte für Pole-Position und schnellste Runde gibt es nicht.

Tanken? Verboten! 2010 darf während der Rennen nicht mehr nachgetankt werden. Im Gegenzug sind die Boliden mit größeren Tanks ausgestattet und am Start deutlich schwerer. "Das ist wie Traktorfahren", sagt Sebastian Vettel im Video-Interview. Heißt aber auch: die Boxenstopps werden viel schneller - und noch wichtiger. Dauerte der Service bisher meist zwischen fünf und sieben Sekunden, steht der inoffizielle Rekord nun bei 1,8 Sekunden (aufgestellt von Red Bull bei den Tests in Barcelona). "Wir waren immer schon schnell, aber jetzt muss man die Sache viel wissenschaftlicher angehen", so Teamchef Christian Horner im "Daily Mirror". Denn: gab bisher meist die Tankanlage die Stopp-Länge vor, liegt es jetzt alleine an den Mechanikern. Vettels Crew trainiert deshalb zweimal täglich.

Reifen: Weniger ist mehr. Die Vorderreifen sind zur neuen Saison um 20 Millimeter geschrumpft. Der Grund: nach der Umstellung auf Slicks hatte es 2009 Probleme mit zu viel Grip an der Vorderachse gegeben. Außerdem will die FIA damit den Abtrieb der Autos verringern und für mehr Überholmanöver sorgen. Ob das funktioniert, ist allerdings fraglich. Zudem dürfen nur noch elf statt 14 Sätze pro Fahrer und Rennwochenende verwendet werden. Die weichere der zwei Mischungen ist mit einem grünen Streifen am Rand gekennzeichnet.

Motor: Zwar wurde die Anzahl der Motoren nicht wie geplant von acht auf fünf pro Fahrer reduziert - dennoch müssen die Aggregate wegen der nun 19 Rennen länger halten.

Fahrzeuggewicht: Als Resultat der Diskussion im vergangenen Jahr über Magerwahn bei den Fahrern hat die FIA das vorgeschriebene Mindestgewicht der Autos inklusive Fahrer von 605 auf 620 Kilogramm erhöht.

Qualifikation: Mehr Teams = leichte Anpassung des Formats. In den ersten beiden Teilen (20 und 15 Minuten) der weiterhin dreigeteilten Qualifikation scheiden nun jeweils die sieben langsamsten Piloten aus. Die zehn Besten treten in zehn weiteren Minuten mit möglichst wenig Sprit gegeneinander an. Erst nach dem Qualifying wird vollgetankt. Allerdings müssen sie mit dem Reifensatz ins Rennen gehen, auf dem sie ihre schnellste Runde gedreht haben. Davon erhoff sich die FIA ein weiteres taktisches Element.

Strafen: Bekommt ein Fahrer in den letzten fünf Runden eine Strafe aufgebrummt, muss er diese nicht mehr in der Box absitzen. Stattdessen werden seinem Rennergebnis für eine Durchfahrtsstrafe 20 und für eine Stop-and-Go-Strafe 30 Sekunden addiert.

Safety-Car: Das darf bei einem Re-Start nun direkt an der Eingangslinie zur Boxengasse überholt werden. Heißt: der Führende bestimmt deutlich früher das Tempo. Die FIA erwartet sich hiervon mehr Überholmanöver bei Neustarts nach einer Safety-Car-Phase.

Kurios, kurios: So, zum Abschluss der kleinen SPOX-Regelkunde noch zwei Änderungen, mit denen man im Freundeskreis gepflegt als Experte glänzen kann. 1. Das Aufheizen der Felgen von innen ist verboten! Und: 2. Die unglaublich hässlichen Plastik-Radkappen sind ab sofort verboten. Allerdings gibt es hier bereits erste Versuche, das Verbot zu umgehen. Ferrari experimentiere bei den letzten Tests in Barcelona zum Beispiel mit in die Felgen integrierten Lamellen als Aerodynamik-Hilfe.

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Einen blendenden Eindruck machen vor allem die Flügeltüren. Die gab es bei den Vorgängern dieses Modells nicht. Da freut sich auch Bernd Mayländer
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Der deutsche Tourenwagen-Pilot wird auch in der kommenden Saison das Safety-Car steuern
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Mindestens ein Silberpfeil wird also während der Saison immer mal wieder an der Spitze des Feldes liegen
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Das Auto dürfte vielen aus der Werbung bereits bekannt sein. Dort kreiselt Schumi die Tunnelwände entlang - allerdings mit einem Modell in Rot
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Ein Blick in den Innenraum des neuen Mercedes. Radio und Navigationssystem wird Bernd Mayländer wohl kaum brauchen
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Automatik? Ein Rennfahrer, der etwas auf sich hält, sollte doch bitte noch mit der Hand schalten!
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