Formel 1

In Bed with Schumi

Von Alexander Mey
Michael und Corinna Schumacher sind seit 1995 glücklich verheiratet
© Getty

Endlich brummen in der Formel 1 die Motoren wieder. War das ein Überholfeuerwerk in Bahrain - unfassbar! Kaum Zeit eigentlich, um sich auch um Kurioses und Wissenswertes neben der Rennstrecke zu kümmern. SPOX hat es trotzdem getan. Die Top 8 aus Bahrain.

Platz 8: Geiz ist geil

Wer den Pfennig nicht ehrt... Ein schönes Sprichwort für Sparfüchse, die jeden Cent umdrehen müssen. Gilt aber offenbar auch für Milliardäre. Für Bernie Ecclestone zum Beispiel. Er kürzte den Teams kurzerhand das Kontingent an Akkreditierungen. Folge: Keine Physiotherapeuten mehr für die Fahrer, die mussten ihre Getränke und ihre Sonnenschirme selber halten.

Rennanalyse: Alonso gewinnt - Vettel im Pech

Da waren sie natürlich sauer und drohten mit Boykott der Startaufstellung. Sie wollten alle zurück in die Garagen, anstatt den zahlreichen Promis die Hand zu schütteln und nett zu grinsen. Einige haben's getan, andere nicht. So richtig Angst hat die Aktion Ecclestone auf jeden Fall nicht gemacht.

Platz 7: Apropos Promis

Wo die Formel 1 ist, sind sie auch, die Reichen und Schönen - oder auch nur die Reichen, denn schöne Gridgirls zum Beispiel sind bei den Scheichs genauso verpönt wie Schampus. Also die Reichen. Da war zum Beispiel Schauspieler Clive Owen, und da war König Juan Carlos von Spanien, und da war Prinzessin Beatrice - und da war Boris-Becker-Ehefrau Lily.

Der Rest der Promi-Welt saß zu Hause und drückte Schumi die Daumen. Natürlich nicht, ohne das vorher der Presse kundzutun. Maria Riesch, Franz Beckenbauer, Felix Magath, Lukas Podoski, Witali Klitschko - sie alle wünschten Schumi ganz doll viel Glück. Wo waren da eigentlich Veronica Ferres und Lothar Matthäus?

 

Platz 6: Wenn der Sohne ohne den Vater...

Lewis Hamilton ist ab dieser Saison solo. Keine Angst, sein Pussycat Doll Nicole Scherzinger ist damit nicht gemeint, sie strahlt noch an seiner Seite. Hamilton bringt seinen Vater ab sofort nicht mehr mit zu den Rennen. Er hat ihn als Manager abgesetzt und fühlt sich nach eigener Aussage dadurch erleichtert. Harter Tobak für Papa Anthony. Und überhaupt: Trennung vom Vater - klingt schon ganz schön skurril.

Platz 5: Rot-grüne Koalition

Ferrari macht jetzt in Bio. Kein Scherz. Benzin-Lieferant Shell hat vor dem Bahrain-GP stolz verkündet, man mische jetzt dem Sprit der Roten einen biologisch abbaubaren Zellulose-Alkohol bei. Das soll den CO2-Ausstoß der Motoren um bis zu 90 Prozent senken. Sehr löblich, aber insgesamt wenig überzeugend. Auch eisenharte Formel-1-Fans werden nicht behaupten, dass die Königsklasse den Umweltschutz maßgeblich voranbringt.

Wenn man aber so gar kein Formel-1-Fan ist, so wie Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, dann betitelt man die Boliden von Schumi und Co. auch gerne mal als "Fahrzeuge aus dem vorletzten Jahrhundert". Na wenn das Ross Brawn und Adrian Newey hören...

Platz 4: Kleinvieh macht auch Mist

Sind sie nicht putzig, diese neuen Kleinen im Starterfeld? Die Virgins und Hispanias? 36 Runden haben die vier Autos der beiden Teams zusammen überstanden. Hispania Racing fuhr mit Karun Chandhok den Rollout erst mitten im hektischen Qualifying. Darüber könnte man sich lustig machen. Sollte man aber nicht. Denn überhaupt in so kurzer Zeit ein Formel-1-Team aus dem Boden zu stampfen, ist aller Ehren wert. Immerhin hat keiner der Fahrer irgendwelche Dummheiten gemacht.

Dass es aber auch noch besser geht, zeigte Lotus. Um ein Haar hätte die Traditionsmarke beide Autos ins Ziel gebracht. Doch Jarno Trulli erwischte es kurz vor dem Ziel. Gewertet wurden trotzdem beide Boliden - ein großer Triumph für Lotus.

 

Platz 3: Oscar-Gewinner bringt Formel 1 ins Kino

Wer hat bei der diesjährigen Oscar-Verleihung aufgepasst? Wer bekam den Oscar für den besten Dokumentarfilm "The Cove"? Richtig, Mark Monroe. Jetzt arbeitet er an einem neuen Projekt. Er will 2011 einen Dokumentarfilm über die Formel 1 auf den Markt bringen. Thema soll aber nicht die Schumi-Generation sein. Es geht in dem Film um die tödlichen Unfälle von Jim Clark 1968 in Hockenheim und Gilles Villeneuve 1982 in Zolder. Keine allzu leichte Kost also, trotzdem aber ein Muss für echte Fans.

Platz 2: Schumi rulez

Die TV-Sender reiben sich die Hände. Dank Michael Schumacher steht sowohl SKY als auch RTL ein echt fettes Jahr bevor. Bei SKY schalteten 78 Prozent mehr Zuschauer ein als beim Bahrain-GP 2009, zudem labten sich die Hardcore-Freaks am eigenen Silberpfeil-Kanal. RTL glänzte mit 10,5 Millionen Zuschauern, so vielen wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Umso peinlicher ist es dann allerdings, wenn man sich außer auf Schumi offenbar nicht auf viel vorbereitet hat. So hieß der russische Neuling Petrow bei den Kollegen einfach mal Nikolai. Auch in der Grafik der Startaufstellung wurde dem patenten Formel-1-Fan N. Petrow angekündigt. Dabei heißt der arme Kerl doch Witali. Eigentlich leicht zu merken, schließlich boxt der Namensvetter ja ständig auf dem gleichen Sender.

Platz 1: In Bed with Schumi

Wer schon die ganze Woche über dachte, er würde mit Schumi-News überschüttet, der hat sich sicher total auf die "Bild"-Berichterstattung am Wochenende gefreut. Dort gab es nämlich alles zum Comeback, wirklich ALLES! Was macht er drei Stunden vor dem Rennen, was zwei, was eine, was 30 Minuten, was 15 Minuten, was 5 Minuten vorher? Wie war der Trost-Kuss von Corinna? Sogar Schumis Gaspedal konnte sich der "BamS"-Leser am Sonntag ausschneiden und vor den heimischen Fernsehsessel legen.

Und dann war da natürlich noch der aufgedeckte TV-Skandal um unseren "Mischael". Am Ende des Qualifyings war er nicht im Bild. Einfach ignoriert. Stattdessen so Vögel wie Vettel oder Alonso bei ihrem lächerlichen Kampf um ein Ding namens Pole-Position gezeigt. Wirklich unerhört. Da kann SPOX gleich noch einen TV-Skandal nachlegen. SKY-Kommentator Jacques Schulz hat bei der Zieldurchfahrt im Rennen einen Mann vergessen zu erwähnen. Raten Sie mal, wen...

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