Mittwoch, 03.02.2010

Testfahrten in Valencia - Tag 3

Schumis Testfazit: "Wir sind im Hintertreffen"

Am Tag der Weltmeister war Michael Schumacher wieder solide unterwegs und sogar schneller als Titelverteidiger Jenson Button im McLaren. Gegen Fernando Alonso und seinen bärenstarken Ferrari hatte er allerdings keine Chance. Gegen die Roten sieht Schumi Mercedes schon jetzt "im Hintertreffen".

Michael Schumacher hat Ende 2006 sein letztes Formel-1-Rennen bestritten
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Michael Schumacher hat Ende 2006 sein letztes Formel-1-Rennen bestritten

Formel-1-Rekordchampion mischte an seinem erst zweiten Testtag in Valencia munter im Vorderfeld mit. Allerdings nicht ganz vorne, was ihn nach dem vorzeitigen Ende wegen eines Hydraulikschadens an seinem Mercedes am Mittwoch zu skeptischen Prognosen für den Saisonstart in fünf Wochen veranlasste.

"Wir sind mit dem Wagen noch leicht im Hintertreffen", sagte Schumacher im Vergleich vor allem zu Ferrari. In 1:12,438 Minuten fehlte Schumacher fast eine Sekunde auf die klare Bestzeit von Test-Debütant Fernando Alonso. Außer den Roten hat es in Valencia niemand geschafft, die 1:12er Marke zu knacken.

"Ich gehe davon aus, dass wir nicht unbedingt gleich die ersten Rennen gewinnen können, und es ist möglich, dass wir ein bisschen Zeit dafür brauchen", fuhr Schumacher fort. Erst einmal sei es wichtig, in den ersten Rennen gute Punkte zu sammeln.

Alle Testzeiten aus Valencia im Überblick

Alle Augen auf Alonso

Rund 15.000 spanische Fans jubelten am dritten Tag in Valencia vor allem ihrem Liebling Alonso zu, der seine ersten Runden im neuen Ferrari drehte.

Erstmals im Einsatz in diesem Jahr war auch Neuling Nico Hülkenberg bei Williams. Nach dem riesigen Medienauflauf, den Michael Schumachers erste Runden im neuen Mercedes-Silberpfeil am Montag hervorgerufen hatten, fuhr der 41 Jahre alte Kerpener am Mittwochmorgen um 10.11 Uhr vergleichsweise unbehelligt auf die Strecke.

Alles konzentrierte sich auf Alonso, der unter frenetischem Jubel seiner Fans um 10.01 Uhr im F10 aus der Ferrari-Box rollte - und danach auf der Strecke die Dominanz seines Teamkollegen Felipe Massa der beiden ersten Testtage nahtlos fortsetzte. "Ferrari ist die Norm", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, dessen eigenes Team noch an Feinheiten wie der optimalen Sicht aus dem Cockpit arbeitet.

Unterdessen ist Haug froh darüber, was Schumacher ins Team einbringt: "Er ist positiv fordernd, es gibt keine Frage, die er nicht stellt. Seine Erfahrung und Routine hilft uns sicher zusätzlich."

Mercedes-Präsentation: Das ist Schumis Neuer
Da isser! Michael Schumachers Silberpfeil mit der Startnummer drei
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Im Rahmen der Formel-1-Tests in Valencia präsentierte das neue Team den Mercedes GP W01
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Am 14. März geht's mit dem Bahrain-GP los. Es wird Michael Schumachers 251. Formel-1-Rennen sein
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Schumacher testet neuen Helm

Schumacher trug bei seinem ersten Runden am Morgen nicht seinen bekannten roten Helm, sondern einen unlackierten schwarzen. Dabei handelte es sich um einen Prototyp seines Helmherstellers. Auch Ferrari-Pilot Felipe Massa, dem sein Helm im vorigen Jahr bei dem Unfall in Budapest, als ihn eine Stahlfeder am Kopf traf, wohl das Leben gerettet hatte, war am Dienstag mit einer neuen Testversion unterwegs gewesen.

Schumacher hatte im August 2009 noch bei Ferrari für seinen Freund Massa einspringen wollen, doch dann stoppten ihn Nachwirkungen einer Nackenverletzung, die er sich bei einem schweren Motorradunfall im Febbruar 2009 zugezogen hatte. Inzwischen ist Schumacher aber wieder topfit. Der Kontakt zu Ferrari ist auch nach dem Wechsel zu Mercedes nicht abgerissen.

Massa: "Michael kann ruhig öfters kommen"

Am Dienstag traf er sich mit Massa im Ferrari-Zelt zum Essen. "Michael ist immer willkommen, von mir aus kann er öfter kommen", sagte Massa. Eröffnet hatte den letzten Testtag in Valencia pünktlich um 10 Uhr GP2-Champion Hülkenberg. "Ich darf nicht überreagieren oder zu aufgeregt sein. Ich will versuchen, meinen Job so gut wie möglich zu machen. Es ist wichtig, viel zu fahren, für das Team, aber auch für mich", sagte der 22-Jährige am Abend zuvor.

Dieses Vorhaben setzte er dann auch um, in den ersten vier Stunden hatte er schon 72 Runden absolviert, die meisten aller sieben Fahrer.

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