Montag, 11.01.2010

Formel 1

FIA geht gegen Briatore-Freispruch vor

Der Motorsport-Weltverband FIA bereitet zurzeit einen Einspruch gegen die Aufhebung der lebenslangen Sperre für den ehemaligen Teamchef des Renault-Teams, Flavio Briatore, vor.

Flavio Briatore gehören Anteile der Queens Park Ragners
© Getty
Flavio Briatore gehören Anteile der Queens Park Ragners

Der Motorsport-Weltverband FIA geht nach seiner Niederlage vor einem französischen Gericht gegen die Aufhebung der lebenslangen Sperre für den früheren Renault-Teamchef Flavio Briatore in Berufung. Dies kündigte FIA-Präsident Jean Todt am Montag an. Der Einspruch wurde allerdings noch nicht eingereicht, er wird laut Todt derzeit vorbereitet.

Die FIA hatte bereits direkt nach dem Briatore-Freispruch vom 5. Januar 2010 erklärt: "Die Entscheidung des Gerichts ist nicht rechtskräftig, solange die Einspruch-Optionen der FIA nicht ausgeschöpft sind. Bis dahin wird die Entscheidung des World Motor Sport Councils weiter Bestand haben."

Absichtlichen Unfall angeordnet

Briatore war am 21. September lebenslang aus der Formel 1 verbannt worden. Gemeinsam mit dem damaligen Technikchef Pat Symonds, der für fünf Jahre ausgeschlossen wurde, hatte er den damaligen Fahrer Nelson Piquet junior 2008 in Singapur zu einem absichtlichen Unfall überredet, um dem Teamkollegen Fernando Alonso zum Sieg zu verhelfen.

Die FIA kündigte inzwischen an, sie wolle durch eine Verschärfung ihrer Statuten künftig für mehr Rechtssicherheit sorgen. Der Weltverband will Maßnahmen zu prüfen, die sicherstellen, dass "keine Personen, die sich an gefährlichen Aktivitäten oder an vorsätzlichen Betrügereien beteiligen", in Zukunft an der Formel 1 teilnehmen können.

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