Dienstag, 05.01.2010

Formel 1

Boullier übernimmt das Kommando bei Renault

Das Renault-F1-Team hat einen neuen Teamchef. Der 36-jährige Franzose Eric Boullier folgt dem über den Unfall-Skandal von Singapur gestolperten Flavio Briatore.

Renault hat sich zur neuen Formel-1-Saison komplett neu aufgestellt
© Getty
Renault hat sich zur neuen Formel-1-Saison komplett neu aufgestellt

Der Franzose Eric Boullier ist neuer Teamchef des Formel-1-Teams Renault. Das gab der Rennstall, an dem im Dezember die Luxemburger Kapitalgesellschaft Genii von Gerard Lopez die Mehrheit übernommen hatte, am Dienstag bekannt. Der 36-Jährige Boullier, der von 2003 bis 2009 Direktor des GP2-Teams DAMS war, hatte zuletzt die Geschäfte der Managementfirma Gravity geleitet, die auch zu Genii gehört.

Renault hat damit den Posten des im September 2009 nach dem Unfall-Skandal von Singapur entlassenen Flavio Briatore neu besetzt. Bis zum Ende der vorigen Saison hatte übergangsweise der technische Direktor Bob Bell auch den Posten des Teamchefs ausgefüllt.

"Ich bin sehr stolz darauf, als Teamchef zu Renault zu stoßen. Renault ist einer der berühmtesten und erfolgreichsten Namen im Motorsport und ich freue mich darauf, das Team in die neue Saison zu führen", sagte Boullier: "In der Vergangenheit hat Renault demonstriert, dass es eines der Top-Teams der Formel 1 ist. Und ich bin sicher, dass wir mit harter Arbeit und Hingabe die Spitze wieder herausfordern können."

Fragezeichen hinter Fahrer Nummer zwei

Renault hat nach dem Abgang des Spaniers Fernando Alonso zu Ferrari bislang lediglich den Polen Robert Kubica von BMW-Sauber unter Vertrag genommen. Das zweite Cockpit ist noch frei. "Der zweite Fahrer soll in der Lage sein, Punkte zu holen und Robert Kubica zu fordern. Das kann ein Gravity-Fahrer sein oder auch nicht. Für Fahrer von Gravity wird es in Zukunft sicher schwieriger, denn sie müssen besonders beweisen, dass sie es wert sind, ein Renault-Fahrer zu werden."

Zum Fahrerkader von Gravity gehören unter anderem der Chinese Ho-Pin Tung, der zuletzt schon für Renault getestet hat, oder die deutschen Formel-3-Piloten Christian Vietoris (Gönnersdorf) und Marco Wittmann (Markt Erlbach).

Boullier kündigte an, sich ausschließlich um sportliche und Wettbewerbsaspekte zu kümmern. Bob Bell ist für das Design, den Bau und die technische Entwicklung des Autos zuständig.

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