Sonntag, 03.01.2010

Was treibt Sportstars zum Comeback?

Darum kommt Michael Schumacher zurück

41 Jahre alt und bald wieder im F-1-Cockpit: Schumi kommt zurück - und er ist bei weitem kein Einzelfall. Was treibt viele Sportstars zum Comeback? Und warum sind Fußballer eine Ausnahme?

Michael Schumacher entschied sich nach über drei Jahren Pause zur Rückkehr in die Formel 1
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Michael Schumacher entschied sich nach über drei Jahren Pause zur Rückkehr in die Formel 1

Neuling mit 41 Jahren. Am 3. Januar feiert Michael Schumacher seinen 41. Geburtstag, zehn Wochen später wird er in Bahrain nach dreieinhalb Jahren Abstinenz wieder ein Formel-1- Rennen bestreiten.

Es war das größte Comeback der letzten Monate, aber bei weitem nicht das einzige. Warum kommen so viele erfolgreiche Sportler noch einmal zurück? Ein psychologisches Phänomen, dem SPOX gemeinsam mit Experten auf den Grund gegangen ist.

"Nur die Toten kommen nicht zurück", zitiert der Wirtschaftsjournalist und Publizist Jochen Mai einen französischen Moralisten. Er tut das in seinem Aufsatz: "Auf Wiedersehen - So inszenieren Sie ein perfektes Comeback."

Ein perfektes Comeback. Davon träumt Michael Schumacher, seitdem er im Herbst 2009 erfahren hat, dass Mercedes gemeinsam mit seinem alten Technikchef Ross Brawn ein Formel-1-Werksteam auf die Beine stellen wird.

"80 Prozent aller Sportler denken an ein Comeback"

Aber nicht nur er. Comeback - das ist wie ein Virus, das fast jeden ehemaligen Profi nach seinem Rücktritt zu befallen scheint. "Mindestens 80 Prozent aller Sportler denken an ein Comeback", sagt Psychologe und Mental-Coach Holger Fischer im Gespräch mit SPOX. "Dieses Virus wird immer da sein, auch wenn man nach gewisser Zeit vielleicht die Symptome nicht mehr spürt."

Bei Schumacher waren die Symptome immer da. Sei es im Kart, auf dem Motorrad oder alljährlich beim Race of Champions. "Michael Schumacher hat nach der aktiven Karriere niemals richtig losgelassen, sondern hat sich weiterhin in dem Umfeld getummelt", erklärt Sportpsychologin und Ex-Tennisprofi Eva Pfaff gegenüber SPOX.

Vom Sport abhängig

Eine Tatsache, die ein Comeback begünstigt. Aber nicht nur bei Schumacher. Lance Armstrong hörte nie auf, Rad zu fahren, Kim Clijsters nahm den Tennisschläger schnell wieder in die Hand, Janne Ahonen erklomm schnell wieder Skisprungschanzen.

Comebacks vor allem von extrem erfolgreichen Sportlern kommen häufig vor. Kein Zufall, dafür gibt es Gründe.

"Ein Sportler ist in gewisser Weise von seinem Sport abhängig. Wenn man ihn von Kindesbeinen an mit Haut und Haaren betreibt, lebt und liebt man ihn. Dadurch ist klar, dass man nur ganz schwer loslassen kann", sagt Pfaff. "Und je erfolgreicher ein Athlet in seinem Sport ist, desto mehr steigert sich die Leidenschaft für das, was er tut."

Je erfolgreicher, desto gefährdeter

Leistungssportler fallen fast immer in ein Loch, wenn sie ihre Karriere beenden.Doch je erfolgreicher sie zum Zeitpunkt des Rücktritts noch sind, desto größer ist die Fallhöhe.

Pfaff erklärt: "Bei Sportlern, die auf einem Höhepunkt aufhören, scheint die Wahrscheinlichkeit für ein Comeback höher zu sein. Sie haben den Spaß am Sport nie verloren, sondern geben zumeist an, mental oder körperlich müde zu sein. Wer aber gegen Ende der Karriere schon auf dem absteigenden Ast - und damit weniger konkurrenzfähig - ist, verliert eher die Lust ganz und gar."

Auch im Leben danach die Nummer eins sein

In einem Fall wie dem von Schumacher, der in seiner letzten Saison 2006 noch bis zum letzten Rennen um den WM-Titel gekämpft hat, lodert also salopp formuliert noch eine Flamme im Inneren des Rennfahrerherzens.

Und genau darin schlummert die Saat für spätere Comeback-Gedanken. "Die Leidenschaft für den Sport und der Einsatz münden in eine Identifikation damit. Mit dem Rücktritt vollzieht sich ein Rollenverlust, der einer Pensionierung im Berufsalltag gleichkommt. Selbst wenn ein Ex-Sportler eine andere mehr oder weniger wichtige Rolle findet, so verliert er im Auge der Öffentlichkeit sein sportbezogenes Ansehen und die Anerkennung für seine Leistungen", sagt Pfaff.

Fischer formuliert die innere Entwicklung, die in vielen Ex-Sportlern vorgeht, plakativer: "Die Suchtfaktoren sind der Erfolg und das Rampenlicht. Aus diesem Rampenlicht ist man von heute auf morgen weg, wenn man aufhört. Wer in seinem Sport die Nummer eins war, hat natürlich das Bestreben, in allem, was er danach macht, auch die Nummer eins zu sein."

Michael Schumachers Karriere in Bildern
Gestatten: Schumacher, Michael Schumacher. Ein Modellathlet war er immer, nur modisch sind klare Defizite erkennbar. Man beachte die Socken
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Schumis Leidenschaft für den Motorsport zeigt sich schon in früher Jugend. Damals allerdings zunächst auf zwei Rädern
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Kommen Ihnen die beiden bekannt vor? Klein Michael Schumacher mit Fliege und Brüderchen Ralf
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Erste Schritte auf vier Rädern: Schumi im Kart
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Erste Schritte auf vier Rädern: Schumi im Kart
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Ende der 80er Jahre feiert Schumi Erfolge in der Formel 3
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Ende der 80er Jahre feiert Schumi Erfolge in der Formel 3
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Einer ist damals jedoch besser als Schumi: Mika Häkkinen. Ob beide hier schon ahnen, dass sie einmal Formel-1-Weltmeister werden?
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Einer ist damals jedoch besser als Schumi: Mika Häkkinen. Ob beide hier schon ahnen, dass sie einmal Formel-1-Weltmeister werden?
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Was nicht mehr viele wissen: Schumi war auch einmal in der DTM am Start - und zwar für Mercedes
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Bekannter ist sein erfolgreiches Intermezzo bei den Mercedes-Junioren im Sportwagen
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Das Trio der jungen Wilden: Michael Schumacher, Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen (v.l.)
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Formel-1-Debüt beim Großen Preis von Belgien 1991. Im Jordan fährt Schumi auf den siebten Startplatz, scheidet dann aber früh aus
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Nach nur einem Rennen wechselt Schumacher zu Benetton, wo er gegen die ganz Großen kämpft. Hier: Alain Prost (M.) und Ayrton Senna (r.)
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Mit Senna gerät Schumi 1992 wegen seiner harten Fahrweise heftig aneinander
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Belgien-GP 1992: Nur ein Jahr nach seinem Debüt feiert Schumi an gleicher Stelle seinen ersten Sieg
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Etwas Abwechslung für zwischendurch: Schumi im Geschwindigkeitsrausch in einem Kampfjet
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Etwas Abwechslung für zwischendurch: Schumi im Geschwindigkeitsrausch in einem Kampfjet
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Schumi kollidiert im letzten Rennen der Saison 1994 mit Damon Hill. Beide scheiden aus, Schumi ist zum ersten Mal Weltmeister
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1995 sind Schumacher und Hill Lieblingsfeinde. In Silverstone boxt der Brite den Deutschen von der Piste
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Das gleiche macht er in Monza noch einmal. Schumi findet es augenscheinlich überhaupt nicht lustig
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Das gleiche macht er in Monza noch einmal. Schumi findet es augenscheinlich überhaupt nicht lustig
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Großer Nürburgring-Moment: Kurz vor Ende des Europa-GP 1995 überholt Schumacher Jean Alesi und gewinnt als erster Deutscher in der Eifel
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Großer Nürburgring-Moment: Kurz vor Ende des Europa-GP 1995 überholt Schumacher Jean Alesi und gewinnt als erster Deutscher in der Eifel
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1996 der Wechsel zu Ferrari. Das erste Jahr läuft bescheiden, aber im Regenchaos von Barcelona fährt Schumi eines seiner besten Rennen
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1997 kommt es zum Familientreffen auf der Strecke. Ralf Schumacher steigt in die Königsklasse ein
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Schwarzes Saisonende: Schumi verliert im WM-Showdown gegen Jacques Villeneuve die Nerven und rammt den Kanadier
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Villeneuve wird trotzdem Weltmeister, Schumacher bekommt im Nachhinein alle WM-Punkte der Saison 1997 aberkannt
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1998 ist vor allem wegen der Dreirad-Einlage von Schumi in Spa bekannt. Im Regen fuhr er auf David Coulthard auf, den sicheren Sieg vor Augen
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1998 ist vor allem wegen der Dreirad-Einlage von Schumi in Spa bekannt. Im Regen fuhr er auf David Coulthard auf, den sicheren Sieg vor Augen
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Wieder WM-Showdown im letzten Rennen, wieder verliert Schumi. Er scheidet aus und muss Mika Häkkinen bei der Triumphfahrt zusehen
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1999 soll die Revanche folgen, doch es kommt ganz anders. In Silverstone bricht sich Schumi bei einem schweren Crash ein Bein
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1999 soll die Revanche folgen, doch es kommt ganz anders. In Silverstone bricht sich Schumi bei einem schweren Crash ein Bein
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Dann eben im Jahr 2000. Wieder kämpft Schumacher lange gegen Häkkinen, diesmal holt er aber den ersten WM-Titel mit Ferrari
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Dann eben im Jahr 2000. Wieder kämpft Schumacher lange gegen Häkkinen, diesmal holt er aber den ersten WM-Titel mit Ferrari
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Entsprechend groß ist die Partylaune bei Schumi, seiner Pressesprecherin Sabine Kehm und Physiotherapeut Balbir Singh
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Entsprechend groß ist die Partylaune bei Schumi, seiner Pressesprecherin Sabine Kehm und Physiotherapeut Balbir Singh
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2001 und 2002 leistet sich Ferrari in Österreich gleich zweimal eine peinliche Stallorder. Rubens Barrichello schenkt Schumi 2002 den Sieg
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2003 fährt Schumi in Imola zu seinem wohl traurigsten Sieg. Wenige Stunden vor dem Rennen ist seine Mutter gestorben
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Die Saison 2004 dominiert Schumi nach Belieben. Nur in Monaco leistet er sich im Tunnel einen unvergessen dummen Crash mit Juan Pablo Montoya
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Neben der Formel 1 frönt Schumacher immer wieder seinen anderen Hobbies. Darunter Skifahren
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Auch auf dem Motorrad ist Schumi immer wieder gerne unterwegs. Wohl ein Überbleibsel seiner Leidenschaft in der Jugend
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2006 will es Schumi zum letzten Mal in der Formel 1 wissen. In Monza kündigt er seinen Rücktritt zum Saisonende an
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Im letzten Titelkampf seiner Karriere geht es für Schumi gegen Fernando Alonso
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Ein grandioser Sieg in China mit tollen Überholmanövern bringt den achten WM-Titel für Schumi in greifbare Nähe
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Aber es wird nichts. Mit dem linken Hinterreifen platzen im letzten Rennen in Brasilien auch die Titelträume
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Aber auch ohne Titel wird Michael Schumacher von seinem Ferrari-Team würdig in den Ruhestand geschickt
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Aber auch ohne Titel wird Michael Schumacher von seinem Ferrari-Team würdig in den Ruhestand geschickt
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Und was kommt nach der Formel 1? Schumi ist nach wie vor gern gesehener Gast bei Benefiz-Fußballspielen
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Und die Liebe zum Motorrad ist neu aufgeflammt. Schumi will es nicht mehr nur auf der Straße wissen sondern auch auf der Rennstrecke
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Und ins Kino kommt Schumi auch. Hier mit Frau Corinna, Ferrari-Generaldirektor Jean Todt und dessen Partnerin Michelle Yeoh bei der Asterix-Premiere
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Und ins Kino kommt Schumi auch. Hier mit Frau Corinna, Ferrari-Generaldirektor Jean Todt und dessen Partnerin Michelle Yeoh bei der Asterix-Premiere
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Ende 2009 gibt Schumi sein Comeback bei Mercedes bekannt, wo er wieder mit Ross Brawn zusammenarbeitet
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Ende 2009 gibt Schumi sein Comeback bei Mercedes bekannt, wo er wieder mit Ross Brawn zusammenarbeitet
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Die Comeback-Saison verläuft sehr durchwachsen, vor allem, weil der Silberpfeil nicht schnell genug ist. Am Ende kann Schumi nur Sebastian Vettel zum WM-Titel gratulieren
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Die Comeback-Saison verläuft sehr durchwachsen, vor allem, weil der Silberpfeil nicht schnell genug ist. Am Ende kann Schumi nur Sebastian Vettel zum WM-Titel gratulieren
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2011 soll alles besser werden, tut es aber nicht. Der Silberpfeil ist wieder nicht gut genug für Podestplätze und Schumacher kann auch seine zweite Saison abhaken
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2011 soll alles besser werden, tut es aber nicht. Der Silberpfeil ist wieder nicht gut genug für Podestplätze und Schumacher kann auch seine zweite Saison abhaken
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2012 gelingt Schumacher nach viel Pech zum Saisonstart endlich der Durchbruch. Der Quali-Bestzeit in Monaco folgt das erste Mercedes-Podium in Valencia
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2012 gelingt Schumacher nach viel Pech zum Saisonstart endlich der Durchbruch. Der Quali-Bestzeit in Monaco folgt das erste Mercedes-Podium in Valencia
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Mercedes gibt nach dem Singapur-GP bekannt, dass der Vertrag mit Schumacher nicht verlängert wird. Sein Nachfolger: Lewis Hamilton (r.)
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Mercedes gibt nach dem Singapur-GP bekannt, dass der Vertrag mit Schumacher nicht verlängert wird. Sein Nachfolger: Lewis Hamilton (r.)
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Schumi macht Schluss! Am 4. Oktober 2012 gab Michael Schumacher sein Karriereende nach der laufenden Saison bekannt
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Schumi macht Schluss! Am 4. Oktober 2012 gab Michael Schumacher sein Karriereende nach der laufenden Saison bekannt
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Schumi kann gleich wieder ganz oben einsteigen

Und das funktioniert nicht. Schumacher kann eben nicht so gut Fußball spielen oder reiten wie Rennen fahren. Das merkt er an jedem Tag und er fragt sich irgendwann zwangsläufig, ob er es heute noch mit den jungen Kerlen aufnehmen kann. Dann bietet sich wie im Fall von Mercedes plötzlich die Gelegenheit.

Ein weiterer Katalysator für ein Comeback. "Top-Athleten wie Schumacher haben den Bonus, dass sie direkt wieder auf dem Level einsteigen können, auf dem sie aufgehört haben. Durch ihren vormaligen Status müssen sie sich nicht erst wieder mühsam nach oben arbeiten. Das macht den Reiz des Comebacks umso größer", sagt Pfaff.

"Schumacher würde wahrscheinlich nicht zurückkommen, wenn er erst noch einmal in der Formel 2 oder GP2 anfangen müsste."

Schumi entscheidet ungewohnt spontan

Schumacher hat den Luxus, gleich in das aktuelle Weltmeister-Auto einzusteigen. Aber das war nicht der Hauptgrund für seine Rückkehr. Er wollte vielmehr noch einmal mit seinen alten Weggefährten zusammenarbeiten, noch einmal das Gefühl von früher haben.

Ähnlich war es beim gescheiterten Ferrari-Comeback im Sommer. Schumi wollte seinen alten Kumpels in einer Notlage helfen. Einfach so. Spontan. Eigentlich gar nicht die Art des meistens so berechnenden Rennfahrers.

"Der Sportler hört auf sein Bauchgefühl"

Aber typisch für einen Comebacker. "Die Idee eines Comebacks entsteht zunächst einmal durch eine Bauchentscheidung", sagt Pfaff. "Die Medien diskutieren so ein Comeback eher mit dem Kopf, der betroffene Sportler hört auf sein Bauchgefühl. Die Motivation von innen heraus und die Leidenschaft für den Sport sind so stark, dass alle theoretisch möglichen negativen Aspekte zurücktreten."

Im Fall von Schumacher war es im Sommer die Nackenverletzung, die zwar im Hinterkopf war, die der Bauch aber verdrängt hat. Jetzt sind es neben dem Nacken die Gedanken an ein mögliches Scheitern, die Schumachers Bauch nicht zulässt. "Es gehört viel Mut dazu, denn man kann nüchtern betrachtet eigentlich nur verlieren", sagt Fischer.

Warum kommen Fußballer so selten zurück?

Bleibt noch eine Frage: Warum haben diesen Mut in erster Linie Athleten aus Einzelsportarten? Große Fußballer kommen sehr selten nach einer längeren freiwilligen Pause zurück.

"Comebacks in einer Einzelsportart sind für meine Begriffe einfacher, weil ein Athlet den Takt selbst bestimmen kann", erklärt Pfaff. "Ist zum Beispiel ein Fußballer einmal aus einer Mannschaft heraus, dann scheint es schwieriger als für einen Einzelsportler, sich später wieder einzufügen. Denn das Gefüge eines Teams entwickelt sich ständig weiter, und damit erscheint ein Comeback im Mannschaftssport wesentlich komplizierter."

Das heißt aber nicht, dass Fußballer nicht auch gerne ein Comeback wagen würden, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten.

Fischer ist sich sicher: "Gäbe es eine Senioren-Bundesliga, sie wäre bestimmt voll von großen Namen."

SPOX-Meinung: Schumi geht ein hohes Risiko

Alexander Mey
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