Formel 1

Glocks Start in Brasilien scheint gesichert

SID
Timo Glock fährt seit 2008 für Toyota in der Formel 1
© Getty

Bruchpilot Timo Glock beißt die Zähne zusammen. Der 27-Jährige geht nach seinem schweren Unfall und dem Startverzicht in Suzuka davon aus, dass er schon beim nächsten Formel-1-Rennen am 18. Oktober in Sao Paulo wieder im Toyota sitzen wird.

"Ich denke, dass ich in zwei, drei Tagen wieder fit bin", sagt Glock und verspricht: "Ganz sicher werde ich in Brasilien wieder angreifen können." Glock hofft, dass er sein Pech für ein paar Wochen aufgebraucht hat.

Es sei das Schlimmste für einen Rennfahrer, wenn alle anderen in die Autos steigen und man selbst nur zuschauen muss: "Schlimmer gehts nimmer." Der Toyota-Pilot hatte bei dem Crash im Qualifying eine Fleischwunde an der linken Wade erlitten, die mit 14 Stichen genäht wurde.

Von Sebastian Vettels Sieg erfuhr Glock erst im Flieger, denn zusammen mit Manager Hans-Bernd Kamps hatte er sich noch während des Rennens auf den Weg zum Flughafen gemacht. Die Beinverletzung wird in den kommenden Tagen in der Sportklinik Bad Nauheim behandelt.

Glock verspricht gutes Resultat in Brasilien

Dort lässt sich auch Rekord-Weltmeister Michael Schumacher regelmäßig untersuchen. Obwohl Glocks Zukunft bei Toyota in den Sternen steht, ist der Odenwälder mit ganzem Herzen bei seinem Team. Alle hätten die ganze Nacht geschuftet, um sein Unfallauto rechtzeitig für das Rennen zu reparieren.

Das sei eine Klasseleistung gewesen, lobte Glock: "Den Lohn dafür möchte ich ihnen in Brasilien geben. Da schenke ich dem Team ein gutes Resultat."

Der Hesse hatte wegen einer fiebrigen Erkältung auch das freie Trainung in Suzuka verpasst. Eine Zwangspause kann sich Glock nicht leisten. Er steht nach jetzigem Stand auf der Straße, denn Toyota plant für 2010 ohne ihn.

Es gibt Alternativen zu Toyota

Deshalb muss er die letzten beiden Rennen unbedingt nutzen, um sich für ein Cockpit zu empfehlen. Sein Manager sieht die Situation aber nicht dramatisch, für Kamps fährt Glock "zu hundert Prozent" auch nächstes Jahr in der Formel 1.

Alternativen zu Toyota gibt es laut Kamps genug. Dabei dürfte es sich um Qadbak, das Nachfolgeteam von Glocks früherem Arbeitgeber BMW-Sauber, und Renault handeln. Ein Interessent, wahrscheinlich Lotus, komme aus dem Lager der vier Neulinge, die 2010 in die Königsklasse einsteigen.

Ecclestone kritisiert Hersteller

 

 

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