Formel 1

Jean Todt kritisiert Ari Vatanen in offenem Brief

SID
Jean Todt gewann als Ferrari-Teamchef von 2000 bis 2004 fünf WM-Titel infolge
© Getty

Der FIA-Präsidentschaftskandidat Jean Todt hat vor der Wahl in einem offenen Brief an Max Mosley seinen Gegner Ari Vatanen scharf angegriffen und einen "negativen Ton" beklagt.

Zehn Tage vor der Präsidenten-Wahl beim Automobil-Weltverband FIA hat Favorit Jean Todt seinen Gegenspieler Ari Vatanen heftig kritisiert.

In einem offenen Brief an Amtsinhaber Max Mosley, den auch drei Mitglieder seines Schattenkabinetts unterschrieben, beschwerte sich der langjährige Ferrari-Teamchef über "falsche Anschuldigungen" und einen "negativen Ton".

Todt hofft auf würdigen Wahlkampf

"Wir haben klargestellt, dass wir auf einen würdigen und auf Argumente fokussierten Wahlkampf hoffen", schrieben Todt und seine Mitstreiter: "Wir haben versucht, die Vorschläge des Kandidaten der Opposition zu verstehen, aber wir haben keine konkreten Thesen gefunden. Wir appellieren an alle FIA-Mitglieder, sich auf die wahren Fakten zu beschränkten und persönliche Attacken und falsche Anschuldigungen zu beenden."

Der ehemalige Rallye-Weltmeister Vatanen steht für einen Kurs-Wechsel in der FIA, während Todt den unter Mosley eingeschlagenen Weg weitgehend fortsetzen will. Aus diesem Grund hatte der scheidende Mosley Vatanen vor wenigen Tagen ebenfalls harsch kritisiert.

Vatanen hat "kein Wissen über die FIFA"

Der Finne werde "deutlich verlieren", prophezeite Mosley: "Man kann nicht ungeheuerliche und spaltende Aussagen machen und dann hoffen, dass die Opfer dieser Angriffe dies vergessen."

Er unterstellte Vatanen, "kein Wissen über die FIA zu haben: "Er weiß nichts über die Entscheidungsfindung in der FIA, er hat noch nicht einmal den kleinsten Motorclub geführt oder war je Mitglied einer FIA-Kommission."

Schumi und Ecclestone unterstützen

Vatanen wird unter anderem von der Fahrergewerkschaft GPDA unterstützt, Todt unter anderem von Rekordweltmeister Michael Schumacher und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone.

Im Falle einer Wahl des Finnen würden auch zwei Deutsche zur neuen Führungscrew gehören. ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk steht als erster Vizepräsident Sport zur Verfügung, Peter Meyer als einer der Vizepräsidenten für den Bereich Automobil, Mobilität und Tourismus.

Schumacher glaubt an Vettels Titelchance

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