Formel 1

"Button bleibt zu 99 Prozent bei uns"

Von Robert Seiwert
Jenson Button ist nach seinem fünften Platz beim Brasilien-GP vorzeitig Weltmeister
© Getty

Wohin führt der Weg des Weltmeisters? Ross Brawn ist sich sicher, dass Jenson Button auch 2010 seinem Team die Treue hält. Dafür will das Superhirn tief in die Tasche greifen. Unterdessen spekulieren englische Medien auf das Dreamteam bei McLaren.

Die Saison neigt sich dem Ende zu, mit Jenson Button steht der Weltmeister bereits fest. Doch von Langeweile keine Spur: Mit Abu Dhabi feiert eine neue Strecke zum Abschluss Premiere - schon die Bilder lassen ein spektakuläres Rennen erwarten.

Streckenvorstellung Abu Dhabi: Hightech-Rennen in der Wüste

Noch interessanter geht es abseits der Strecke zu. Wer sitzt in der kommenden Saison in welchem Cockpit?

Gerade der frischgebackene Weltmeister Button wurde in letzter Zeit immer wieder mit McLaren in Verbindung gebracht. Die Formel-1-Welt fragt sich, wer im Boliden neben Lewis Hamilton Platz nehmen wird. Auch die Namen Kimi Räikkönen und Nico Rosberg werden in der Gerüchteküche heiß gehandelt.

Brawn zuversichtlich über Button-Verbleib

Geht es nach Brawn-Teamchef Ross Brawn, kann McLaren einen Namen bereits von seiner Liste streichen: den seines Weltmeisters und Erfolgsgaranten Button.

"Wir möchten, dass Jenson bei uns im Team bleibt und ich denke, dass wir eine Lösung finden werden", zeigte sich das Superhirn gegenüber "BBC" optimistisch: "Jenson hat einen Vertrag mit uns. Das Vertragsgehalt ist aber nicht das eines Weltmeisters und auch nicht das Gehalt von einem Team, welches nun in einer wesentlich stärkeren Position dasteht, als noch vor zehn Monaten."

Kaum Kohle bei Brawn GP

Im Vergleich zu den Brachenriesen McLaren, Ferrari und Toyota sitzt das Geld beim ehemaligen Honda-Team nicht so locker - Sparkurs ist angesagt.

"Wir haben nun mal ein begrenztes Budget und müssen es auf die bestmögliche Weise ausgeben", erklärte Brawn: "Das Geld wandert nicht zu den Teilhabern, sondern wird zurück ins Team investiert, damit wir uns die Sachen kaufen können, die wir für unsere künftige Konkurrenzfähigkeit brauchen werden."

Ein Schnäppchen im Vergleich zu Räikkönen

Doch für Button will der Brite tief in die Taschen greifen. Laut Medienberichten soll der Weltmeister künftig acht Millionen Euro verdienen. Ein Schnäppchen im Vergleich zu Kimi Räikkönen, der rund 20 Millionen Euro fordern soll.

Trotzdem sind acht Millionen eine Menge Geld für einen, der bis vor dieser Saison während seiner Karriere meist nur hinterhergefahren ist. Doch nicht erst seit gestern wecken gute Leistungen Begehrlichkeiten.

"Jenson bleibt zu 99 Prozent"

Dessen ist sich auch Brawn bewusst: "Wir arbeiten mit Jenson, um eine Balance zu finden zwischen dem, was wir uns leisten können und dem, von dem er glaubt, dass es seinem Status und seiner Leistung entspricht, die er in Zukunft für uns erbringen kann."

Glaubt man den Worten des Teamchefs, wird das Erfolgsduo auch in der kommenden Saison gemeinsam auf Punktejagd gehen: "Man kann sich nie zu 100 Prozent sicher sein. Ich würde sagen, ich bin mir zu 99 Prozent sicher."

Hamilton freut sich auf Button

Und was sagt Hamilton zu dem einen Prozent Wahrscheinlichkeit, dass McLaren 2010 mit zwei englischen Weltmeistern an den Start geht?

"Ich würde Jenson gerne als Teamkollegen haben. Er ist auf dem gleichen Level wie ich und ein cooler Typ", sagte der Ex-Weltmeister der "Daily Mail": "Er hat den Titel verdient und er hat über die letzten Jahre einen tollen Job gemacht. Ich könnte mich nicht mehr für ihn freuen."

Das Ziel ist klar

Letztendlich scheint es Hamilton egal, wer neben ihm im McLaren-Motodrome sitzen wird, denn das Ziel für kommendes Jahr ist klar: der erneute Angriff auf die WM-Krone.

Seinen ärgsten Konkurrenten hat der 24-Jährige bereits ausgemacht: " Jenson wird ein harter Konkurrent sein, aber ich hoffe, dass ich von Saisonbeginn an gegen ihn kämpfen kann."

Englische Presse: Button zu McLaren?

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