Formel 1

Teams erlauben Schumi offenbar Test

SID
Michael Schumacher ist den neuen Ferrari F60 noch kein einziges Mal gefahren
© Getty

Im alten F2007 bereitet sich Michael Schumacher auf sein Formel-1-Comeback vor. Am Freitag drehte der Rekordweltmeister auf der Ferrari-Privatstrecke in Mugello erste Runden.

Rekordweltmeister Michael Schumacher hat sich mit Feuereifer in die Vorbereitung für sein spektakuläres Comeback in der Formel 1 gestürzt. Bereits am Freitagmorgen gegen 11 Uhr drehte der siebenmalige Weltmeister unter Ausschluss der Öffentlichkeit im alten Ferrari-Modell F2007 erste rund 35 Testrunden auf der Rennstrecke in Mugello.

5 Fragen zum Schumi-Comeback: Übungsstunden am Simulator

"Das Testverbot in der Formel 1 ist ja bekannt, daher habe ich die Jungs von F1 Clienti kontaktiert, ob die mir ein Auto geben können", hatte Schumacher auf seiner Internetseite erklärt. Clienti ist für ausrangierte Formel-1-Ferraris zuständig.

FOTA wird Testtag wohl genehmigen

"Zwar kann ich hier keine aktuellen oder letztjährigen Autos fahren, aber ich möchte eben so viel wie möglich fahren, und da ist das schon mal eine gute Option. Die nächsten Wochen stehen dann ganz im Zeichen dieser Vorbereitung", meinte der siebenmalige Weltmeister.

So der Stand des Vormittags. Doch die Geschichte erfuhr im Laufe des Tages eine interessante Wendung. Es sieht danach aus, als könne Schumi doch einen Tag im aktuellen F60 testen. Einem entsprechenden Antrag von Ferrari wird die Teamvereinigung FOTA nach Aussage von Vizepräsident John Howett zustimmen.

"Ich glaube, alle FOTA-Teams haben diese Bitte akzeptiert", wird Howett von "SpeedTV.com" zitiert. "Die Situation ist sehr unglücklich für Felipe Massa und dies ist eine sportliche Geste, die Ferrari sicherlich zu schätzen weiß."

Konkurrenz reagiert auf Schumi-Comeback

Den Donnerstag hat Schumi bereits im Ferrari-Hauptquartier in Maranello verbracht, "um am statischen Simulator die Funktionalität des Lenkrads zu checken", erklärte er.

Die Konkurrenz hat jedenfalls schon gehörig Respekt vor dem neuen Gegner. "Wenn einer ins Auto springen kann und vorne mitfährt, dann er", meinte WM-Spitzenreiter Jenson Button.

Dagegen lässt der Rummel den Iceman Kimi Räikkönnen ganz offensichtlich kalt. "Mir ist egal, wer den zweiten Ferrari fährt", sagte der Finne, dessen Teamkollege Schumacher als Ersatz des verletzten Brasilianers Felipe Massa sein wird. "Es wird nett sein, ihn als Teamkollegen zu haben", sagte Räikkönen immerhin: "Schon in der Vergangenheit waren wir nah dran, Kollegen zu werden."

GP-Rechner: Bestimme selbst, wie Schumi beim Comeback abschneidet?

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