Formel 1

Nach BMW-Rückzug - Diskussionen bei Mercedes

SID
McLaren Mercedes zieht sich wohl nicht aus der Formel 1 zurück
© Getty

Der Formel-1-Ausstieg von BMW heizt auch die Debatte bei Mercedes an. Sportchef Norbert Haug wies derartige Diskussionen aber zurück.

Der überraschende Ausstieg von BMW aus der Formel 1 heizt bei einigen Mercedes-Mitarbeitern die Debatte über das Engagement in der Königsklasse wieder an, in der Konzernführung steht das Formel-1-Programm allerdings weiterhin nicht zur Debatte.

"In der Belegschaft wird das Engagement von Daimler in der Formel 1 nach wie vor diskutiert, insbesondere vor dem Hintergrund der Sparmaßnahmen, die Beschäftigten natürlich tagtäglich spüren. Sicher wird der Rückzug von BMW aus der Formel 1 diese Debatte weiter anheizen", sagte Daimler-Betriebsratsvertreter Helmut Lense der "Stuttgarter Zeitung".

"Unser Engagement in der Formel 1 wurde gestern erneut bestätigt", erklärte am Donnerstag Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Auf welch großartiges weltweites Interesse die Formel 1 stößt, zeigen heute die Titelseiten renommierter Zeitungen auf der ganzen Welt und gestern sämtliche Nachrichtensendungen, die von Michael Schumachers Comeback berichteten."

Aufsichtsratsmitglied Lense fordert Austieg aus der Formel 1

Zudem verwies Haug darauf, dass die Silberpfeile in Weltmeister Lewis Hamilton auch den Sieger des letzten Rennens in Budapest stellen. Dort hatte der Brite eine mehr als neunmonatige Durststrecke beendet.

Lense, der als Betriebsratsvorsitzender für die PKW-Entwicklung und das Werk Untertürkheim Mitglied des Daimler-Aufsichtsrates ist, hatte schon vor Monaten mit Blick auf die Sparmaßnahmen im Konzern den Ausstieg aus dem früher bis zu 270 Millionen teuren Formel-1-Projekt von Mercedes gefordert.

Für Ende dieser Woche ist die Unterschrift unter ein neues Concorde Agreement für die Formel 1 vorgesehen. Unterschreibende Hersteller und Teams verpflichten sich darin, bis 2012 in der Königsklasse zu bleiben.

Durch geplante Sparmaßnahmen soll die Formel 1 allerdings für alle Beteiligten deutlich billiger werden, die Kosten für 2010 sollen nur noch halb so hoch sein wie 2008.

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