Formel 1

Brüste, Bälle & Sekundenkleber

Von Jan-Hendrik Böhmer
Fehlte beim Rennen in Silverstone: Ex-Boxenluder Katie Price
© Getty

Warum Sebastian Vettel seinen Sieg einem Renault-Mechaniker zu verdanken hat, Katie Price ihren Wohnzimmer-GP schwänzte und Ferraris deutsche Geheimwaffe am Ende doch nach hinten losging. Das und mehr in den Top 8 aus Silverstone.

Machtverschiebung in der Königsklasse? Vettel Stürzt den König

Platz 8: Traumhochzeit auf Raten. Ex-Playboy Jenson Button wird endgültig bodenständig. Früher noch für Frauengeschichten, Partys und Speedbootrennen bekannt, steht nun sogar eine Hochzeit im Raum. "Wenn Jenson Weltmeister wird, dann wird ordentlich gefeiert - und er würde vor mir auf die Knie gehen", sagte Dessousmodel und Lebensgefährtin Jessica Michibata vor dem Silverstone-Rennen dem britischen "People"-Magazin. Ein Schelm, der diese Aussage mit Buttons eher durchwachsener Leistung bei seinem Heim-GP in Verbindung bringt.

Platz 7: Das verspiegelte Brett. Timo Glock ist schon eine coole Socke. Da lungert vor seinem Hotel eine Gruppe grölender Feier-Fans herum und was macht er? Genau: mit. Posiert in sensationell neongelber Malle-Sonnenbrille für Fotos und lässt sich auch noch auf eine Wette ein. "Wetten, dass du die niemals in der Startaufstellung trägst?", muss der ungefähre Wortlaut gewesen sein. Denn am Sonntag blendete der Glockster selbst RTL-Modeikone Kai Ebel mit seiner Leihgabe des Party-Volks. "Bin gespannt, was ich jetzt dafür bekomme", so Glock. Ganz ohne etwas zu bekommen, präsentierte übrigens Nick Heidfeld die neueste Verdunklungs-Mode: Diesmal Modell "verspiegeltes Brett vorm Kopf".

 Platz 6: Sexy (Un-)Glücksbringer. Es hätte alles so schön werden können. Die Sache mit dem Überraschungsbesuch. Gell, Frau Scherzinger. Als Glücksbringer wollte sie ihren Lewis zur Pole knutschen, kam am Samstag extra in die Box und drückte ihm einen dicken Schmatzer auf den Helm. Ergebnis: Quali-Platz 19. Und im Rennen? Davor sagte Nicole noch: "Es wird ein toller Tag für Lewis." Eher nicht. Der lieferte sich zwar ein nettes Duell mit Fernando Alonso, warf aber alles mit einem Fahrfehler wieder weg. Und was lernen wir daraus? Lippenstift auf dem Helm sorgt für Luftverwirbelungen. Auch Jenson Button musste erkennen, dass selbst "Pussycat Dolls"-Zitate Pech bringen. "Push the Button" ließ er sich auf den Helm lackieren. Und dann? Platz sechs, so schlecht wie noch nie in diesem Jahr.

Platz 5: Die deutsche Ferrari-Geheimwaffe. Ist ja schon ein bisschen unfair von Ferrari, einfach so den Michael Ballack für sich einzuspannen. Sollte wohl den armen Sebastian Vettel verwirren, der Fußballer. Doch denkste. Nationale Verbundenheit ist eben doch dicker als der Ferrari vor der Haustür – oder so ähnlich. Und so saß Ballack zwar in der Ferrari-Box, drückte aber für Vettel die Daumen. Pech gehabt, liebe Scuderia.

Platz 4: Bumm, Bumm, Kazuki. Haben Sie sich nicht auch über Kazuki Nakajima gewundert? Am Samstag noch mit wenig Sprit eine tolle Quali - am Sonntag dann irgendwie von der Rolle. Wir haben herausgefunden, woran das lag. Der Gute hatte nämlich über Nacht Besuch. Nein, nicht das was Sie jetzt denken. Keine Frauengeschichten. Es geht um Baseball! Der Williams-Pilot und Hardcore-Baseball-Fan (hat seinen Schläger bei jedem Rennen dabei) traf sich nämlich mit Japans Baseball-Legende Atsuya Furuta, um einige Bälle zu werfen. Und das tat er dem Vernehmen nach sogar ziemlich gut. Vielleicht sogar so gut, dass ihm Furuta (zuletzt Team-Manager in Japan) gleich mal einen Platz in einem Profi-Team anbot….

Top 3: Don't drink and drive. Kimi Räikkönen hat bekanntlich den Ruf weg, gerne mal betrunken von Yachten zu fallen oder mit Freunden in Gorilla-Kostümen durch die finnische Tundra zu ziehen. Neu ist, dass ihm das auch auf der Strecke zum Verhängnis wird. "Trinkt der etwa gerade Wodka", polterte Mark Webber, nachdem er von Räikkönen auf seiner vermeintlichen Pole-Runde behindert worden war. Please don't drink and drive, Kimi!

Top 2: Eiskalte Girls minus Katie Price. Man kann über britische Frauen denken, was man will. Zimperlich sind sie jedenfalls nicht. Bei unter 15 Grad und bösem Insel-Wind über drei Tage hinweg immer wieder nahezu blank zu ziehen, das verdient Anerkennung. Nur eine hat irgendwie gefehlt: Katie Price. Die ließ es/sich frisch geschieden auf Ibiza gut/voll gehen/laufen. Überliefert ist ein standesgemäßes Trinkgelage in wenig mehr als Unterwäsche.

Platz 1: Not-Reparatur in letzter Sekunde. Das mit dem Vettel-Sieg wäre fast doch noch schief gegangen. Aber eben nur fast. Denn es gab da ja diesen netten Renault-Mechaniker. Der hat Vettel mit seiner Not-Reparatur den Sieg gerettet. Doch was war passiert? "Er hat mir mit Hilfe von Sekundenkleber in letzter Minute den Schuh repariert", sagte Vettel gegenüber "Motorsport-Magazin.com". Kein Wunder, dass Vettel so zügig unterwegs war: Vermutlich waren Schuh und Gaspedal einfach am Boden festgeklebt. Bei Vollgas.

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