Brawns Gegner sind nicht chancenlos

Von Alexander Mey
Sonntag, 29.03.2009 | 21:24 Uhr
Robert Kubica fuhr den BMW-Sauber ohne Hybridantrieb KERS
© xpb
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Selten war man auf einen Saisonauftakt so gespannt wie auf diesen Australien-GP in Melbourne. Letztlich hat Brawn GP das Rennen dominiert, nach den Testfahrten nicht mehr ganz überraschend, aber insgesamt trotzdem sensationell. Aber auch für Teams wie Red Bull, Toyota, BMW-Sauber, Ferrari oder McLaren-Mercedes brachte das Rennen viele Erkenntnisse. Die Lehren des Australien-GP.

Brawn GP: Alles gewonnen, ohne alles zu zeigen

Trotz des Doppelsieges in Melbourne hat Brawn GP keinesfalls schon sein ganzes Potenzial aufgedeckt. Rubens Barrichello verpatzte den Start völlig und blieb fast stehen. Dann krachte ihm Heikki Kovalainen ins Heck und zerstörte den so umstrittenen Diffusor komplett. Danach ramponierte sich Barrichello bei einer Kollision mit Kimi Räikkönen auch noch den Frontflügel. Trotzdem wurde er Zweiter.

Sein Kommentar: "Unser Auto ist auf jeden Fall sehr stabil. Und für all diejenigen, die sagen, unser Auto sei nur wegen des Diffusors so schnell: der ist beim Startcrash komplett zerstört worden."

Sieger Jenson Button verlor bei seinem zweiten Boxenstopp einige Sekunden, als er den Motor abwürgte. Außerdem klagte er über große Probleme, die harten Reifen auf Temperatur zu bringen. Bei zu harten Anbremsmanövern handelte er sich zudem einen Bremsplatten ein.

Sein Kommentar: "Der Sieg sah einfacher aus als er war." Und Teamchef Ross Brawn ergänzte: "Wir stehen erst am Anfang, und das Rennen lief für uns alles andere als optimal. Wir werden aber lernen und uns verbessern. Das müssen wir auch tun, wenn wir im weiteren Saisonverlauf um Siege und die Weltmeisterschaft kämpfen wollen."

Die Weltmeisterschaft. Ist Brawn GP wirklich in der Lage, um den Titel zu kämpfen? "Das ist nicht auszuschließen", sagte Michael Schumacher im "RTL"-Interview. So weit will Barrichello noch nicht denken. Aber er hat eine Prognose für die kommenden Rennen parat: "Ich denke, wir werden in den ersten vier Rennen sehr stark sein."

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BMW-Sauber: Vettel raubt Kubica die Siegchance

Robert Kubica war nach seinem Ausfall drei Runden vor Schluss stinksauer. Nicht nur, weil ihm durch die Kollision mit Sebastian Vettel ein sicherer Podestplatz flöten ging. Der Pole hatte sogar den Sieg noch fest im Visier. Button schonte die weichen Reifen und hatte nicht einmal mehr zwei Sekunden Vorsprung. Kubica war auf den besseren harten Pneus unterwegs und war deutlich der schnellste Mann auf der Strecke.

Kubica war überzeugt: "Ich hätte eine gute Chance gehabt, dieses Rennen zu gewinnen." Das bestätigte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen: "Robert war am Ende des Rennens auf harten Reifen unterwegs und hatte beste Chancen, die beiden vor ihm fahrenden Autos noch abzufangen und das Rennen zu gewinnen."

Ob es wirklich noch gereicht hätte, ist unsicher, denn Button erklärte nach dem Rennen, dass er in den letzten Runden Tempo herausgenommen hat, um die weichen Reifen nicht zu stark zu fordern. Aber Kubica wäre in der Form von diesem Wochenende alles zuzutrauen gewesen. Zumindest bleibt die Erkenntnis, dass BMW-Sauber schnell genug ist, um um Siege zu kämpfen.

Deutsche Fahrer: Höhenflug, Pech und Blackout

Timo Glock war der Gewinner des deutschen Quintetts. Er startete aus der Boxengasse, hatte nach eigener Aussage "jede Menge Spaß" und arbeitete sich bis auf Platz vier nach vorne. Damit hat er nicht nur gezeigt, dass der Toyota ein bärenstarkes Auto ist und auch ohne angeblich flexiblen Heckflügel um Podestplätze kämpfen kann. Er hat auch beweisen, dass man ohne KERS ein Auto mit KERS überholen kann. So geschehen mit Fernando Alonso kurz vor Rennende. Das Erfolgsrezept: das Überraschungsmoment.

Zu Sebastian Vettels Blackout im Zweikampf mit Kubica ist schon das meiste gesagt. Vettel bezeichnete sich selbst als "Idiot". Allerdings war sein Fehler nicht krass genug, um die Strafe für das kommende Rennen in Malaysia zu rechtfertigen. Selbst Kubica sagte lediglich: "Da war Vettel etwas zu optimistisch."

Australien-GP: Die heißesten Gridgirls

Nico Rosberg fuhr eigentlich ein sehr gutes Rennen, übertrieb es aber im letzten Stint mit den weichen Reifen. Die bauten zu sehr ab und verhinderten ein besseres Ergebnis.

Nick Heidfeld hatte nach seinem schwachen Qualifying am Start einfach nur Pech und wurde abgeschossen. Danach war sein Auto so demoliert, dass an ein gutes Ergebnis nicht mehr zu denken war.

Adrian Sutil litt auch unter einem Crash am Start, schlug aber trotzdem Teamkollege Giancarlo Fisichella und schrammte letztlich nur hauchdünn an einem WM-Punkt vorbei. Force India scheint nicht ganz so viel Rückstand auf die anderen zu haben wie noch 2008.

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McLaren-Mercedes: Besser ausgesehen als sie sind

Das verschmitzte Lächeln von Lewis Hamilton nach Platz drei im Rennen sagte alles. Sechs WM-Punkte waren deutlich mehr als eigentlich im Auto gesteckt hat. "Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns", sagte Hamilton. Das Motto ist klar: Sich bloß nicht von diesem dritten Rang blenden lassen. Denn der war nur Hamiltons toller fahrerischer Leistung und den Ausfällen zahlreicher Konkurrenten zu verdanken. Wären alle ins Ziel gekommen, wäre es eng geworden mit WM-Punkten.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug resümierte: "Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns, aber dafür, dass wir beim Testen in Barcelona so weit weg waren, haben wir uns zumindest achtbar geschlagen."

Ferrari: Schlechter ausgesehen als sie sind

Ferrari und Melbourne werden keine Freunde mehr. Doppelausfall 2008, Dopelausfall 2009. Diesmal versagte bei Räikkönen das Differenzial, bei Massa streikte offenbar die Servolenkung. Zuvor spielten die Roten im Rennen aber gar keine so schlechte Rolle, auch wenn sie nicht in der Lage waren, um den Sieg zu kämpfen. Vor allem die Tatsache, dass Ferrari mit den weichen Reifen gestartet ist, stellte sich als großer Fehler heraus.

"Im Nachhinein wären wir wahrscheinlich Zweiter geworden", sagte Räikkönen angesichts der Ausfälle von Vettel und Kubica sowie der Strafe gegen Trulli. Dennoch kein Grund für Teamchef Stefano Domenicali, die Augen vor den Fehlern im Rennen zu verschließen: "Das war definitiv kein Start, der Ferrari würdig war, in keiner Beziehung. Wenn man sich das Ergebnis anschaut, war es ein Tag zum Vergessen."

Vergisst man zumindest für einen Moment einmal die taktischen Fehler der Scuderia, dann steht fest, dass die Roten zumindest auf einem Niveau mit BMW-Sauber, Red Bull und Toyota kämpfen können. Nur mit Brawn GP eben noch nicht. "Wir müssen unser Auto schnell verbessern", sagte Massa. "Wenn wir nur drei oder vier Zehntel hinter Brawn GP liegen würden, dann wäre vieles möglich. Wenn uns aber eine volle Sekunde fehlt, dann wird es schwer."

Lange Liste der Brawn-Verfolger

Schwer, aber nicht unmöglich. Ja, Brawn GP hat einen Vorsprung und ist auch in den kommenden Rennen Favorit. Aber der Australien-GP hat gezeigt: Die Liste der Teams, die Brawn GP einholen können, ist lang und bunt.

So lang und bunt, dass sich alle Fans auf einen spannende Saison freuen können.

Der Formel-1-Kalender 2009

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