Formel 1

Keine Gnade für Vettel

Von Alexander Mey
Drei Hauptdarsteller des Australien-GP: Jenson Button, Robert Kubica und Sebastian Vettel (v.r.)
© spox

Das Driver-Ranking ist zurück. Auch in der Formel-1-Saison 2009 gibt es auf SPOX wieder eine Bewertung der Leistungen aller 20 Piloten nach jedem der 17 Rennwochenenden. Am Ende des Jahres gibt es dann einen Fahrer-Weltmeister, den besten Piloten der Saison. Titelverteidiger aus dem Driver-Ranking 2008 ist Lewis Hamilton.

2009 ist ein bisschen etwas anders beim SPOX-Driver-Ranking. Ab sofort werde ich als Formel-1-Redakteur bei SPOX meine Bewertungen abgeben und mit den mySPOX-Usern im Bedarfsfall gerne diskutieren.

Ansonsten bleibt alles gleich. Es gibt analog zur offiziellen Formel-1-WM Punkte für die besten acht Fahrer jedes Rennwochenendes (10-8-6-5-4-3-2-1). Die linke Tabelle zeigt das Einzelergebnis des jeweiligen Rennens, die rechte Tabelle die Gesamtwertung.

So steht es in der Fahrer-WM

In meine Bewertung gehen die Leistungen der Fahrer in Trainings, Qualifying und Rennen ein, wobei natürlich das Rennen am schwersten wiegt, gefolgt von Qualifying und Trainings.

Meine Wertung für den Australien-GP

Platz 1, Jenson Button: Button gewinnt das erste Ranking, weil er im Rennen abgesehen von dem Problem beim zweiten Boxenstopp keinen Fehler gemacht hat und sehr gut mit den Reifen umgegangen ist. Er hätte am Ende sicher noch schneller gekonnt. Dazu war seine Quali-Runde sehr stark.

Platz 2, Robert Kubica: Ich habe sogar überlegt, ihn auf Platz 1 zu setzen, habe mich dann aber nach mehrmaliger Sichtung des Crashes mit Sebastian Vettel doch dagegen entschieden. Denn Kubica war zwar unschuldig an der Kollision, hätte aber in der Tat geduldiger sein und noch ein, zwei Kurven warten können. Ansonsten waren Rennen und vor allem Quali großartig, ob er Button aber noch überholt hätte, möchte ich doch stark bezweifeln.

Platz 3, Lewis Hamilton: Schuldlos am Defekt in der Quali, gewohnt aggressiv und kompromisslos beim Überholen im Rennen. Hamilton hat deutlich mehr aus dem Silberpfeil herausgeholt als eigentlich drin steckte. Dazu hat er es geschafft, fehlerlos durchzukommen.

Platz 4, Timo Glock: Ich gebe gleich einmal zu, dass ich Glock-Fan bin, was konkret heißt, dass ich ihn für den am meisten unterschätzten Fahrer im Feld halte. Was aber nicht heißt, dass ich ihn im Ranking bevorzugen werde. Ich setze ihn auf Platz vier, weil er in der Quali Jarno Trulli geschlagen hat und im Rennen trotz seines kleinen Drehers Fernando Alonso doch noch mit einem tollen Überholmanöver über mehrere Kurven geknackt hat.

Platz 5, Jarno Trulli: Trulli ist ein bärenstarkes Rennen gefahren. Das Tohuwabohu am Ende, das ihn Platz drei gekostet hat, will ich ihm nicht einmal großartig vorwerfen. Es reicht aber, um ihn zusammen mit der schwächeren Quali-Leistung hinter Glock einzureihen.

Platz 6, Nico Rosberg: Er hätte der große Held des Wochenendes werden können. Aber er hat nach den Bestzeiten in den Trainings die Chance auf den ganz großen Coup vergeben. Startplatz drei wäre drin gewesen, und im Rennen hat mich gestört, dass er die weichen Reifen viel zu schnell verheizt hat. Das war nicht sehr clever und hat ihn am Ende zusammen mit dem verpatzten Boxenstopp einige Plätze gekostet.

 

Platz 7, Sebastien Buemi: Sehr überzeugendes Debüt. Im Qualifying Sebastien Bourdais geschlagen, im Rennen keine Fehler gemacht und sich aus gefährlichen Zweikämpfen herausgehalten. Nicht spektakulär, aber genau das, was man als Debütant machen muss. Weiter so!

Platz 8, Fernando Alonso: Alonso rutscht wegen des Fehlers von Sebastian Vettel in die Punkte. Der Renault-Pilot ist ein fehlerloses Rennen gefahren und hat KERS in Zweikämpfen sehr clever eingesetzt. Mehr als Platz fünf war aus dem Auto nicht herauszuholen.

Härtefall 1, Sebastian Vettel: Er war ein sicherer Kandidat für die Top drei, vielleicht hätte er in meinem Ranking sogar Button geschlagen, aber nach seinem Fehler, der ihn und Kubica das Rennen kostete, kann ich ihm keinen Punkt geben. Sein Kampfgeist in allen Ehren, aber er wusste ganz genau, dass seine Reifen fertig waren und er Kubica niemals hätte halten können. Da muss er einfach zurückstecken.

Härtefall 2, Rubens Barrichello: Vielleicht ist es hart, ihm als Zweitem im Rennen keine Punkte zu geben, aber mir hat seine Fahrweise im Rennen einfach nicht gefallen. Erst der verkorkste Start, dann noch die Rempelei gegen Kimi Räikkönen. Das darf einem Piloten mit seiner unendlichen Erfahrung nicht passieren. Dass Barrichello überhaupt ins Ziel gekommen ist, war pures Glück.

Das Driver-Ranking der mySPOX-User: So haben sie abgestimmt

Meine Punkte für Melbourne im Überblick:

Grand-Prix-Rechner: Bestimme selbst, wer 2009 Weltmeister wird!

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