
Formel 1
Ecclestone sieht Vettel als künftigen Weltmeister
Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht Jungstar Sebastian Vettel auf dem besten Weg an die Motorsport-Spitze.
"Heute weiß ich: Sebastian wird mal Weltmeister", sagte der Brite in einem Interview der "Welt am Sonntag".
Allerdings riet Ecclestone dem Heppenheimer, der vor drei Wochen in Monza als jüngster Pilot der Formel-1-Geschichte seinen ersten Grand Prix gewann und in der kommenden Saison für das Mittelklasse-Team Red Bull fahren wird, seine Karriere-Planung zu überdenken.
"Vettel muss zu einem Top-Rennstall"
"Wäre ich sein Berater, würde ich ihm empfehlen, mit Red Bull einen Fünfjahresvertrag abzuschließen, mit der Möglichkeit, dass er ab jetzt zwei Jahre für ein absolutes Top-Team fahren kann", erklärte der 77-Jährige.
Nur bei einem Top-Rennstall könne der in dieser Saison für Toro Rosso startende Vettel "ohne Verzögerung zu einem Spitzenrennfahrer aufgebaut" werden und zum Champion reifen.
Ecclestone hofft auf Schumacher-Comeback
Erst dann soll der Hesse zu Red Bull zurückkehren, befand Ecclestone. Schon jetzt sei der 21-Jährige "die ideale Ergänzung für ein halbes Dutzend junger Formel-1- Piloten, die in Zukunft alle in der Lage sind, Weltmeister zu werden".
Zugleich verlieh Ecclestone erneut seiner Hoffnung auf eine Rückkehr von Rekord-Champion Michael Schumacher Ausdruck. "Ein Comeback von Michael wäre fantastisch. Der siebenmalige Weltmeister als Herausforderer der jungen Löwen - diese Konstellation wäre ein Traum", sagte der Formel-1-Boss.
Der 39 Jahre alte Schumacher hatte vor knapp zwei Jahren seine Karriere beendet und ist derzeit als Berater des Ferrari-Teams tätig.
"Massa wird unterschätzt"
Ecclestone gab indes in dem Interview zu, dass er den WM-Verfolger Felipe Massa "seit langer Zeit unterstütze und ihm helfe, wo ich kann. Er wird seit langem unterschätzt", meinte der Brite über den brasilianischen Ferrari-Fahrer.
Massa, der vor dem drittletzten Saisonrennen und nach dem "Nuller" in Singapur wegen der Tank-Panne seines Teams sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton (England) im McLaren-Mercedes hat, sei erst in letzter Zeit in der Lage, sein wahres Potenzial zu zeigen.
Er habe Titelverteidiger Kimi Räikkönen (Finnland) im zweiten Ferrari "definitiv im Griff. Von Kimi bin ich extrem enttäuscht", so Ecclestone, der die die eher wortkarge und spröde Art des "Iceman" bereits mehrfach moniert hatte.
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