Dienstag, 09.09.2008

Driver-Ranking zum Belgien-GP

Der Super-König der Ardennen

Premiere-Kommentator und Formel-1-Experte Jacques Schulz bewertet exklusiv für SPOX bei jedem Rennen der Saison 2008 die fahrerischen Leistungen aller Piloten während des gesamten Wochenendes und erstellt daraus sein Driver-Ranking. Am Ende der Saison gibt es einen Champion. Wird es der gleiche sein wie in der offiziellen Fahrerwertung?

© spox

Hallo Formel-1-Fans,

Für SPOX beobachte ich bei jedem Grand Prix live vor Ort das Treiben der 20 Piloten in Trainings, Qualifying und Rennen und erstelle daraus meine persönliche Hitliste - und zwar unabhängig von dem Auto, in dem sie sitzen. Denn warum soll ein Adrian Sutil nicht einmal bester Fahrer sein, nur weil er im Force India nicht über Platz zwölf im Rennen hinauskam?

Analog zur offiziellen Fahrerwertung vergebe ich für die besten acht Fahrer jedes Wochenendes Punkte, bewertet und entsprechend aufgelistet werden aber alle. In den folgenden Tabellen finden Sie links mein Ranking des aktuellen Rennens, rechts die Gesamtwertung. Je länger die Saison dauert, desto mehr lohnt sich der Vergleich mit der offiziellen Fahrer-WM, denn Unterschiede wird es geben, garantiert!

Hier geht es zum offiziellen Stand in der Fahrerwertung

Hamilton hat nichts Böses getan

Sieger ist für mich Lewis Hamilton. Er hat zwar zu Rennbeginn mit seinem Dreher einen Fehler gemacht, hat den aber durch seinen sensationellen Schlussspurt gegen Kimi Räikkönen auf nasser Strecke aus eigener Kraft wieder gutgemacht. Bei so schwierigen Verhältnissen auf einer Fahrerstrecke wie in Spa so viel schneller zu sein als Räikkönen, zeigt sein außergewöhnliches Talent.

Zudem hat er nichts Böses getan. Wir waren uns im Expertenkreis einig, dass die Strafe gegen ihn nicht berechtigt war, weil er Räikkönen nach dem Abkürzen der Schikane den Regeln entsprechend wieder hat passieren lassen.

Geniestreich von Heidfeld

Platz zwei gebe ich Nick Heidfeld aus zwei Gründen. Erstens hat er sich im Qualifying nach all seinen Problemen ausgezeichnet geschlagen und trotz des Drucks auf seine Person die Nerven behalten.

Zweitens geht der zweite Platz im Rennen ganz allein auf seine Rechnung, weil er von sich aus entschieden hat, zwei Runden vor Schluss noch die Reifen zu wechseln - im Nachhinein ein Geniestreich. Daran, dass er am Start zurückgefallen ist, war er schuldlos. Und hätte das Rennen noch eine Runde länger gedauert, wäre Heidfeld der Sieger gewesen.

Räikkönen vor Massa

Es folgt das Ferrari-Duo, wobei ich Räikkönen trotz seines Ausfalls diesmal vor Massa platziere. Der Iceman ist wirklich ein super Rennen gefahren und hat tolle Überholmanöver gegen Massa und Hamilton gezeigt. Aber was nach dem Rennen bleibt, ist nun einmal sein Abflug in die Mauer. Deshalb ist im Ranking nicht mehr drin.

Massa hingegen hatte schlicht und ergreifend den Speed von Hamilton und Räikkönen nicht. Erst im letzten Stint hat man gemerkt, dass er gebissen hat.

Toro-Rosso in Spa dritte Kraft

Zum ersten Mal sind bei mir beide Toro-Rosso-Piloten in den Punkten. Das zeigt zum einen, dass beide ein sehr starkes Rennen gefahren sind, vor allem Bourdais, der konstant schneller war als Vettel und nur duch die Wirren der letzten Runden noch zurückgefallen ist.

Es zeigt aber auch: Toro-Rosso, das ehemalige Minardi-Team (!), war in Spa dritte Kraft. Die Bullen hatten beide BMW-Sauber im Griff.

Meine Punkte für das Belgien-Wochenende:

© spox

Das nächste Driver-Ranking gibt es nach dem Großen Preis von Italien. Bis dahin viel Spaß beim Diskutieren - Keep Racing!

Jacques Schulz

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