Samstag, 02.08.2008

Verpflichtung von Alonso

Honda geht in die Offensive

München - Dass Honda seit geraumer Zeit insgeheim auf eine kleine Chance hofft, Fernando Alonso für die kommende Saison zu verpflichten, ist nicht neu.

alonso, fernando
© Getty

Neu ist allerdings, dass die Japaner offensichtlich Morgenluft wittern. Die Töne der Team-Verantwortlichen werden offensiver.

Teamchef Ross Brawn, der bisher immer nur verlauten ließ, Alonso sei für jedes Team ein interessanter Fahrer, wirbt plötzlich offen um die Dienste des Doppelweltmeisters.

"Es wäre wunderbar, wenn Alonso zu uns kommen würde, denn er ist der beste Fahrer, auf und neben der Strecke, und er ist ein Mann, der den Unterscheid machen kann", schwärmte Brawn am Rande des Ungarn-GP. Und mehr noch: "Er ist ein kompletter Pilot im Stile von Michael Schumacher."

Keine Angst vor schwierigem Charakter

Brawn ist offenbar ein Alonso-Fan und traut sich zu, mit dem Charakter des Spaniers fertig zu werden. Alonso ist mitunter ein schwieriger Fall, das hat sein Intermezzo bei McLaren-Mercedes gezeigt.

Aber Brawn hat eine ganz andere Menschenführung als zum Beispiel Ron Dennis. Dabei hat ihm die italienische Schule von Ferrari geholfen.

Vertragsdauer würde Probleme verursachen

Ein anderes Problem mit Alonso wäre jedoch, dass der Spanier sich gute Chancen auf einen Job bei Ferrari ab 2010 ausrechnet und deshalb für 2009 nur ein Übergangsteam sucht.

Daran kann Honda kein Interesse haben. Schließlich braucht das Team unbedingt ein langfristiges Programm, um aus der Krise herauszukommen.

Für die Japaner kommt deshalb auch nur ein Zweijahres-Vertrag für Alonso in Frage. "Wenn jemand bei dir einzieht, dann glaubst du immer, dass es für das ganze Leben ist", umschrieb Geschäftsführer Nick Fry die Intention des Teams.

"Werden mit ihm ein Siegerteam aufbauen"

Zwei Jahre bleibt ein erfolgsverwöhnter Mann wie Alonso aber nicht bei einem Rennstall, der gegen Force India und Toro Rosso um die letzten Plätze in der Startaufstellung kämpft.

Will Honda einen Top-Fahrer, muss man sich auch zu einem Top-Team entwickeln. Das wird man schaffen, lautet die Werbebotschaft in Richtung Alonso.

"Wir haben ein sehr fortgeschrittenes KER-System. Wir haben Windkanäle, einen davon in Japan. Wir haben das notwendige Personal für das Projekt und wir sind generell ziemlich fortschrittlich", sagte Fry.

Sein Versprechen: "Wenn Alonso zu uns kommt, werden wir mit ihm ein Siegerteam aufbauen."

Alexander Mey

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