toro rosso, vettel
© Getty

Red Bull lässt Geldhahn offen

Mittwoch, 02.07.2008

Zukunft von Toro Rosso vorerst gesichert

München - Lauter gute Nachrichten für Toro Rosso. Nicht nur, dass der endlose Streit um den Einsatz von Kundenautos endlich beendet scheint, das Team von Sebastian Vettel hat auch für die kommende Saison von Red Bull Planungssicherheit bekommen.

Wie das Fachmagazin "auto, motor und sport" meldet, haben sich Toro Rosso und das gegen die Red-Bull-Tochter klagende Force-India-Team auf einen Vergleich geeinigt.

Toro Rosso wird demnach 4,5 Millionen Euro an Force India zahlen, um das Team von Adrian Sutil für entgangene WM-Punkte zu entschädigen.

Keine unmissverständliche Klärung

Die Inder hatten deshalb geklagt, weil ihrer Meinung nach der Toro-Rosso-Bolide nichts anderes als eine exakte Kopie des Red-Bull-Autos und deshalb nicht regelkonform ist.

Zu einer wirklichen Klärung der Rechtslage in Sachen Kundenautos hat dieser Vergleich nichts beigetragen.

Mateschitz sichert Budget zu

Dafür zur Zukunftssicherung von Toro Rosso. Denn Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hat dem Kleineren seiner beiden Rennställe für 2009 das gleiche Budget zugesichert wie 2008 und damit das Bestehen vorerst gesichert.

Der geplante Verkauf des Teams ist erst einmal verschoben worden. Mateschitz wollte es sich eigentlich nicht leisten, ein zweites Team zu betreiben, wenn es nicht mit Kundenautos seines größeren Rennstalls fahren darf. Dieser Fall ist nun aber nicht eingetreten.

Vettel-Wechsel weiter ein Thema

Bleibt noch die Frage nach den Fahrerpaarungen für 2009. Nach wie vor hält sich das heiße Gerücht, dass Vettel bei Red Bull den Platz von David Coulthard einnehmen wird, sollte der seine Karriere beenden.

An Vettels Stelle bei Toro Rosso könnte dann Bruno Senna rücken, der in der GP2-Serie deutlich mehr auf sich aufmerksam macht als Red-Bull-Junior Sebastien Buemi.

Doch Senna ist auch bei BMW-Sauber ein Kandidat, zumindest für den Job als Testfahrer, eventuell sogar für mehr, sollte Nick Heidfeld im Laufe der Saison nicht mehr zu seiner Topform zurückfinden.

Alexander Mey

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