Sonntag, 20.07.2008

Deutschland-GP in Hockenheim

Heidfeld zufrieden: "Ein klasse Ergebnis"

Hockenheim - Nick Heidfeld hat Spaß an der Achterbahn gefunden. Auf dem Hockenheimring raste der Formel-1-Pilot aus Mönchengladbach nach verpatzter Qualifikation von Rang zwölf aus als Vierter ins Ziel und lieferte damit ein Spiegelbild seiner bisherigen Saison.

Motorsport, Formel 1, GP Deutschland, Nick Heidfeld
© Getty

"Ein klasse Ergebnis. Wenn man bedenkt, von wo aus ich gestartet bin, ist das riesig", jubelte der BMW-Sauber- Mann, der seinen Aufwärtstrend nach den Höhen und Tiefen der ersten Saisonhälfte fortsetzte. Mit 41 Punkten bleibt er Fünfter und damit bester Deutscher in der Fahrer-Weltmeisterschaft.

Nach dem spektakulären zweiten Platz im Regenchaos von Silverstone zeigte der 31-Jährige zwei Wochen später beim Großen Preis von Deutschland erneut eine furiose Darbietung. Immer wieder sonntags schlägt Heidfelds große Stunde.

Richtige Tank-Strategie

Im zehnten Saisonrennen stand er zum sechsten Mal im Ziel weiter vorn als am Start. In Hockenheim hatte er die Samstags-Qualifikation wie schon so oft zuvor in dieser Saison verpatzt.

Zum neunten Mal reihte er sich hinter seinem polnischen Teamkollegen Robert Kubica ein. "Ich habe es vermasselt", räumte Heidfeld seinen Fehler zerknirscht ein.

24 Stunden später konnte der bärtige Routinier wieder unbeschwert lachen. Die Tank-Strategie seines Teams ging voll auf. Nachdem sich Heidfeld zu Beginn des Rennens mit einem schweren Auto noch mühte, kam mit der Safety-Car-Phase nach dem Unfall von Toyota-Fahrer Timo Glock die Wende.

Schnellste Runde

"Das Auto war gut, aber bis zu diesem Moment konnte ich meinen Speed nicht zeigen, weil ich ständig im Verkehr feststeckte", sagte Heidfeld. Als fast die gesamte Konkurrenz dann in die Box abbog, blieb er als einziger neben dem späteren Sieger Lewis Hamilton und dem Zweiten Nelson Piquet jr. auf der Strecke und lag damit goldrichtig.

"Das war keine Bauchentscheidung. Wir haben uns das vorher überlegt, wen man früher und wen später reinholt", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Nick hatte die Chance, mit einem leichten Auto nach der Safety-Car-Phase genau die Meter herauszuholen, die er brauchte."

Gesagt, getan: Heidfeld gab mächtig Gas, fuhr die schnellste Rennrunde und sicherte sich so die entscheidenden Sekunden im Fernduell mit der Konkurrenz um Weltmeister Kimi Räikkönen.

Der Spaß ist zurück

"Mehr war nicht drin", konstatierte Heidfeld zufrieden. Zwar hatte er sogar die vierte Podiumsplatzierung der Saison im Visier, doch am deutlich langsameren Felipe Massa im Ferrari kam er nicht mehr vorbei.

Dennoch geht Heidfeld betont optimistisch in die zweite Saisonhälfte, nachdem er inzwischen auch seine langwierigen Probleme mit Auto und Reifen in der Qualifikation als praktisch gelöst ansieht. Schon vor dem Heimspiel hatte er verraten: "Es beginnt jetzt richtig Spaß zu machen."


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