Sonntag, 27.07.2008

Ferrari rüstet auf

Klotzen statt kleckern

München - Die Sorgenfalten bei Ferrari werden immer tiefer. Der Deutschland-GP am vergangenen Sonntag hat es noch einmal ganz deutlich gezeigt: Bei der Scuderia läuft es nicht rund.

Ferrari
© Getty

Nachdem Ferrari zu Saisonbeginn vier der ersten fünf Rennen gewonnen hatte, hat das Team im Kampf gegen McLaren-Mercedes mittlerweile immer öfter das Nachsehen.  

 "Sie haben uns eingeholt, vielleicht sogar überholt", gibt Ferraris Teamchef Stefano Domenicali zu.

Die WM-Titelverteidigung ist in Gefahr. 

Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com

20 Millionen Euro umgeschichtet   

Doch nun will Ferrari zurückschlagen. "Alles hängt jetzt davon ab, dass wir Lösungen für unsere Probleme finden", sagte Domenicali. Und dafür wollen die Italiener tief in die Tasche greifen.

Gut 20 Millionen Euro sollen aus dem Budget für die neue Saison genommen werden, um 2008 noch den Titel einzufahren. Dazu sollen sich 60 Ingenieure ab sofort wieder um das aktuelle Auto kümmern, anstatt im Windkanal den Boliden für die kommende Saison voran zu bringen.

Hamilton warnt

Bei Testfahrten in Jerez in der vergangenen Woche experimentierte das Team sogar mit der in der Königsklasse beliebten "Haifischflosse", einer besonderen Form der Motorabdeckung. Red Bull hatte bei Wintertests den Trend losgetreten, Teams wie Honda und McLaren zogen nach.

Ob sie beim Ungarn-GP am kommenden Sonntag zum Einsatz kommen wird, lassen die Roten offen. "Wir haben einige Dinge gesehen, die für die nächsten Rennen interessant sein könnten", erklärte Massa.

Ferrari rüstet wieder auf, um den Silberpfeilen den Rang abzulaufen.

Im McLaren-Lager nimmt man es zur Kenntnis. "Wir müssen aufpassen. Ich bin vorsichtig und will keine großen Sprüche machen", sagte Lewis Hamilton, der nach zwei Siegen in Folge vor Selbstvertrauen eigentlich strotzt.

Allerdings ist der Brite für einen Angriff gut gerüstet. "Wir haben ein fantastisches Auto."

Daniel Paczulla
Das könnte Sie auch interessieren
Nico Hülkenberg sieht sein Team auf den Weg nach oben

Hülkenberg und Renault: "Wir verbessern uns Stück für Stück"

Sohn Mick Schuhmacher (l.) folgt in den großen Fußstapfen seines Vaters Michael

Schumacher-Managerin: "Sehr großzügig, auch sensibel"

In diesen Boliden fühlt sich Fernando Alonso eben immer noch am wohlsten

Alonso: "Oberstes Ziel bleibt Formel 1"


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Ist die "neue" Formel 1 ein voller Erfolg?

Ja
Nein
Weiß nicht

www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.