Montag, 23.06.2008

Lewis gegen den Rest der Welt

"Ihr werdet mich nicht brechen"

München - So schnell kann es gehen. Als souveräner Sieger des Monaco-GP noch vor vier Wochen der gefeierte Held, ist Lewis Hamilton nach zwei Nullnummern in Folge der Depp der Nation.

hamilton, angespannt
© Getty

Seit seinem Auffahrunfall an der Roten Ampel von Montreal bezieht der Jungstar der Formel 1gleich von mehreren Seiten Prügel.

Kimi Räikkönen hat sich unheimlich über Hamiltons Rammstoß in Kanada aufgeregt, die britische Presse hat sich auf ihren Helden eingeschossen - und auch die Rennkommissare setzen dem aggressiv fahrenden Hamilton durch ihre Strafen zu.

Während es an der Rückversetzung für den Crash in Montreal noch keinen Zweifel gab, sorgte die Durchfahrtsstrafe für das vermeintliche Abkürzen beim Überholen von Sebastian Vettel in Magny-Cours für einigen Zündstoff.

Hamiltons Ausrutscher und alle weiteren Highlights im Video bei SPOX.TV 


F1-Rennen-Header
© Getty

Experten verteidigen Hamilton

Hamilton und McLaren-Mercedes waren sich keiner Schuld bewusst, weil ihrer Meinung nach der McLaren-Pilot Vettel schon überholt hatte, bevor er über die Kerbs abkürzte, um einen Crash mit dem Toro-Rosso-Piloten zu vermeiden.

Und selbst anerkannte Fachleute wie Ex-Weltmeister Niki Lauda und Premiere-Experte Marc Surer waren sich einig. Surer sagte: "Wer Hamilton dafür bestraft, hat keine Ahnung vom Rennfahren."

Die Rennleitung hat es trotzdem getan und damit die trotzige Seite in Lewis Hamiltons Charakter wachgerüttelt.

Das Rennen im Zeitraffer

Hamilton geht auf Konfrontationskurs

Der 23-Jährige schaltet nach dem Frankreich-GP in den Euch-werde-ich-es-zeigen-Modus und geht auf Konfrontationskurs.

"Ihr werdet mich nicht brechen", wettert Hamilton in mehreren britischen Medien in Richtung Rennkommissare. "Ich werde immer weiter kämpfen und es gibt nichts, was irgendjemand tun könnte, um mich von meinem Weg abzubringen."

War's das? Noch lange nicht: "Ihr könnt mir noch so viele Strafen aufbrummen oder sonst etwas anstellen. Ich werde immer weiterkämpfen und mit einem Ergebnis zurückschlagen. Ich bin immer noch hier und es gibt nichts, was irgendjemand tun könnte, um mich zu vertreiben."

"Ich komme zurück"

Lewis gegen den Rest der Welt. Dabei ist noch gar nicht allzu viel passiert. Mit 38 Punkten hat der Brite gerade einmal zehn Zähler Rückstand auf den WM-Führenden Felipe Massa.

"Mir ist völlig egal, wie weit ich hinten liege", poltert Hamilton weiter. "Auch wenn es 20 Punkte sind, das macht mir gar nichts aus. Ich komme trotzdem zurück."

Das komplette Rennergebnis und der WM-Stand nach acht Rennen

Trendwende in Silverstone

Offensichtlich ist Hamilton nach dem Rennen in Frankreich auf 180. Jetzt hat er zwei Wochen Zeit, um wieder zur Ruhe zu kommen. Denn dann geht es nach Silverstone zum Heimspiel vor den eigenen Fans.

"Ich will mit aller Macht in Silverstone zurückschlagen", kündigt Hamilton an. Mit dem Messer zwischen den Zähnen.

Wenn das mal gut geht.

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Alexander Mey

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