Mittwoch, 25.06.2008

FIA will Neuerungen

Neue Regeln, neue Rennserie

Paris - Der Machtkampf in der Formel 1 geht möglicherweise in die nächste Runde. Nach einer Sitzung in Paris teilte der Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes FIA mit, dass geprüft werde, wie die Königsklasse künftig geführt werden soll.

FIA, Logo
© Getty

"Die FIA wird weitreichende Beratungen mit den Teams der Formel 1 führen, um über Pläne zu beraten, wie die Effizienz verbessert werden kann, inklusive der neuen technischen Regeln für die Weltmeisterschaft", hieß es in der FIA-Erklärung.

Dies beinhalte auch die Prüfung der Führung der Formel 1. An der Versammlung nahmen auch FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone teil.

Steigende Gebühren

Der Anstieg der Gebühren für die Teams fiel nicht so stark aus, wie in den vergangenen Tagen spekuliert. Für 2009 muss jeder Rennstall 309.000 Euro bezahlen. Dies sei die bisherige Summe plus einem Inflationsaufschlag von drei Prozent, teilte die FIA mit.

Erstmals seit 2005 wird die WM in 19 Rennen entschieden. Neu in dem verabschiedeten vorläufigen Kalender ist Abu Dhabi, wo am 15. November 2009 das Saisonfinale stattfindet. Traditionsgemäß ist der Auftakt in Australien am 29. März 2009. Der Deutschland-Grand Prix ist für den 12. Juli 2009 auf dem Nürburgring vorgesehen.

Formel 2 kommt

Zudem will die FIA im kommenden Jahr die Formel 2 als neue Nachwuchsserie einführen. Bis 1984 hatte es die Formel 2 bereits gegeben. Die Serie wurde abgelöst durch die Formel 3000. Seit 2005 ist die GP2 der wichtigste Nachwuchswettbewerb - wird allerdings von Renault geführt.

Jetzt will die FIA etwas Eigenes. "Die FIA wird eine neue Nachwuchsserie für die Formel 1 ausschreiben", heißt in einer Erklärung.

Diese Meisterschaft, im Dokument Formel 2 genannt, würde bereits 2009 beginnen und soll als preiswerte Plattform für junge Talente dienen. Es wird erwartet, dass dies mit einem Budget von circa 200.000 Euro pro Auto und Saison erreicht werden kann.

Keine Ruhe in der F1 

Schon seit Monaten tobt in der Formel 1 ein Machtkampf. Dabei geht es nur vordergründig um den Sex-Skandal von FIA-Präsident Mosley, dessen Rücktritt Ecclestone immer wieder gefordert hatte. Mosley hatte die Vertrauensabstimmung Anfang Juni unter den FIA-Mitgliedern deutlich gewonnen.

Er befürchtet, seine Macht in der Formel 1 zu verlieren. Mosley sieht sich als Regelhüter. Die Inhaber der Vermarktungs-Rechte, die CVC-Gruppe und Ecclestone, kämpfen hingegen um mehr Einfluss. Zuletzt gab es die Drohung gegen die FIA, eine von ihr unabhängige "Piratenserie" einzuführen.

Mittlerweile ist das Thema vom Tisch. Zudem ist das neue "Concorde Agreement", das die Zusammenarbeit der FIA, des kommerziellen Rechteinhabers und der Teams regelt, noch immer nicht unterschrieben.


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Breitere Reifen, breitere Autos. Wir die Formel 1 durchs neue Reglement spannender?

Michael Schumacher wurde 1997 mit einem zwei Meter breiten Ferrari Weltmeister in der Formel 1
Ja
Nein
Interessiert mich nicht

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.