Mittwoch, 25.06.2008

Formel 1

Streikdrohung nur ein Witz

Mannheim/Hamburg - Im Streit der Formel-1-Piloten mit dem Automobil-Weltverband FIA um die drastisch erhöhten Lizenzgebühren wird es keinen Streik geben

Vettel
© Getty

In einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" bezeichnete Toro-Rosso-Fahrer Sebastian Vettel die Drohung eines Renn-Boykotts als "Witz". Es sei "nie die Rede von einem Streik" gewesen, meinte der 20 Jahre alte Heppenheimer. "Das war als Witz gedacht, dass die Fahrer in Silverstone oder danach streiken."

Vielmehr solle mit FIA-Präsident Max Mosley im Umfeld des Grand Prix von Großbritannien am 6. Juli noch einmal gesprochen werden. "Es hieß, die Mehreinnahmen sollen verwendet werden, um die Sicherheit zu fördern. Jetzt geht es darum, dass man genau hinschaut, ob da auch etwas gemacht wird", sagte Vettel.

Schon vor dem Rennen im französischen Magny-Cours hatten die Piloten einen von der Fahrer-Gewerkschaft GPDA erwogenen Ausstand ausgeschlossen. "Es gibt keinen Grund für einen Streik", hatte Weltmeister Kimi Räikkönen gesagt. Dennoch übten die Fahrer heftige Kritik an der Gebühren-Explosion. Der Preis, den die FIA für Fahrer-Lizenzen verlangt, habe sich verachtfacht, hieß es.

Zum erheblich gestiegenen Basispreis von 10 000 Euro pro Lizenz sollen die Piloten zudem pro WM-Punkt aus dem Vorjahr weitere 2000 Euro zahlen. Die FIA hatte den Preisanstieg damit gerechtfertigt, dass man das Geld in mehr Sicherheit investiere.


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