Mittwoch, 18.06.2008

Wegen hoher Lizenzgebühren

Piloten drohen mit Streik

Stuttgart - Die Gewerkschaft der Formel-1-Fahrer fordert vom Automobil-Weltverband FIA Lizenzgebühren zurück und droht mit einem Streik.

Webber, Formel 1
© Getty

Kurz vor dem Grand Prix in England Anfang Juli will die Gewerkschaft sich mit FIA-Chef Max Mosley treffen. Sollte die FIA den Fahrern nicht entgegenkommen, wollen diese nach Informationen des Fachmagazins "auto motor und sport" eines der nächsten Rennen bestreiken.

Anlass für die Kritik der Piloten ist der enorme Kostenanstieg der Lizenzgebühren in dieser Saison.

Kubica besonders betroffen 

Jeder Fahrer muss einen Basispreis von 10.000 Euro und für jeden WM-Punkt aus der Vorsaison weitere 2000 Euro zahlen. Damit haben sich die Gebühren im Vergleich zum Vorjahr verachtfacht, kritisieren die Fahrer. In der vergangenen Saison lag der Basispreis für jeden Fahrer bei 1500 Euro, pro WM-Punkt waren 250 Euro fällig.

Durch die drastische Erhöhung mussten nach Berechnungen des Magazins Weltmeister Kimi Räikkönen, der WM-Zweite Lewis Hamilton oder der WM-Dritte und Fernando Alonso im Winter jeweils mehr als 200.000 Euro für ihre Fahrerlizenz an die FIA zahlen.

Der derzeitige WM-Führende Robert Kubica von BMW-Sauber ist besonders betroffen von der Erhöhung: Der Pole, der mit 42 Punkten vorn liegt, verdiene noch nicht so gut. Ihm koste die Lizenz fast ein Zehntel seines Gehalts, so ein Fahrer zu "auto motor und sport". Die FIA rechtfertigt den Preisanstieg damit, dass man das Geld in mehr Sicherheit investiere.

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