
Wer stellte Mosley die Sex-Falle?
McLaren schwer beschuldigt
München - Die Sex-Affäre um Max Mosley ist nicht mehr nur unappetitlich, sie liefert mittlerweile auch jede Menge Stoff für einen Agententhriller.
Jetzt geht es nicht mehr um mehr oder weniger exotische sexuelle Praktiken, sondern es geht darum, wer Mosley eine Falle gestellt und ihn heimlich gefilmt hat.
Bereits kurz nach Bekanntwerden des Skandals hatte Mosley erklärt, er sei schon seit Wochen ausspioniert worden, bisher gab es aber keine Hinweise darauf, wer ihn observiert haben könnte.
"Zum Beispiel McLaren-Mercedes"
Jetzt plauderte Radovan Novak, Generalsekretär des tschechischen Automobilverbands. In einem Radio-Interview sagte er auf die Frage, wer Mosley eine Falle gestellt haben könnte: "Zum Beispiel McLaren-Mercedes."
Eine ungeheuerliche Anschuldigung, die Novak auf mögliche Rachegelüste nach der Spionage-Affäre des vergangenen Jahres gründete.
Dennis wehrt sich
Ein bisschen wenig Grundlage für solch eine weitreichende Unterstellung. Kein Wunder also, dass sich McLaren-Teamchef Ron Dennis in einer offiziellen Erklärung vehement gegen die Vorwürfe wehrt.
"Ich verneine kategorisch, dass ich irgendetwas mit der Bespitzelung von Herrn Mosley durch die Zeitung 'News of the World' zu tun habe", sagte Dennis. "Das gilt auch für jeden anderen in meinem Team."
Jemand wird Ärger bekommen
Dennis prüft nun Mittel und Wege, wie die Anschuldigungen wieder zurückgenommen werden können. "Wir schreiben Herrn Novak und denken über Möglichkeiten nach, wie die Aussagen, die er gemacht haben soll, korrigiert werden können."
Egal ob Novak McLaren wirklich beschuldigt hat oder ob seine Aussagen vom Radiosender in den falschen Zusammenhang gestellt wurden: Irgendjemand wird viel Ärger bekommen.
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