Montag, 28.04.2008

Formel 1

Kovalainen kann Krankenhaus verlassen

Barcelona - Der beim Großen Preis von Spanien verunglückte Formel-1-Pilot Heikki Kovalainen hat das Krankenhaus von Barcelona verlassen können und will beim nächsten Rennen in der Türkei in zwei Wochen starten.

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© DPA

Bei weiteren Untersuchungen des Silberpfeil-Piloten am Tag nach dem spektakulären Unfall seien keine ernsten Verletzungen festgestellt worden, teilte das McLaren-Mercedes-Team mit.

Der Finne war beim vierten Saisonrennen mit 240 Stundenkilometern wegen eines Reifenplatzers und einer möglicherweise gebrochenen Felge von der Strecke abgekommen und in einen Reifenstapel gekracht. "Ich habe leichte Kopfschmerzen und eine steifen Nacken, aber ansonsten fühle ich mich gut", sagte Kovalainen.

McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh bestätigte indes, dass der 26-Jährige nach dem Unfall in der 22. Runde kurzzeitig bewusstlos war. Schon kurze Zeit später sei er aber schon wieder bei klarem Verstand gewesen, sagte Whitmarsh in einem vom Rennstall verbreiteten Interview.

Ohne Erinnerung wieder ins Cockpit

"Ich erinnere mich an gar nichts von dem Unfall", erklärte Kovalainen. Zudem bedankte er sich bei den Medizinern an der Rennstrecke und im Krankenhaus für die ärztliche Versorgung.

"Mein Ziel ist es, dass es mir so schnell wie möglich besser geht, damit ich den medizinischen Test der FIA bestehe, der es mir erlaubt, in der Türkei zu fahren", sagte Kovalainen.

Der Große Preis der Türkei in Istanbul wird am 11. Mai ausgetragen. Zuvor muss Kovalainen einen Extra-Test des Internationalen Automobil-Verbands FIA absolvieren, bei dem über die Starterlaubnis für den Finnen entschieden wird.

"Eine extrem gute Nachricht"

Die Untersuchungen in einem Krankenhaus hätten laut Whitmarsh bestätigt, dass Kovalainen sich weder Brüche noch Kopfverletzungen zugezogen habe.

"Das ist eine extrem gute Nachricht", sagte der McLaren-Geschäftsführer. Kovalainen soll nach seinem Unfall auch schon wieder Scherze gemacht haben. "Das ist ziemlich typisch", meinte Whitmarsh.

Sein Pilot war bei dem Unfall extremen Belastungen ausgesetzt. Beim Aufprall habe der Silberpfeil eine Geschwindigkeit von 130 km/h gehabt, teilte das Team mit. Auf Kovalainen hätten Kräfte vom 27- fachen seines Körpergewichts gewirkt. Ursache für den Unfall war Whitmarsh zufolge eine defekte Felge.

"Aber wir müssen noch auf weitere Untersuchungen warten, ehe wir den exakten Grund kennen", sagte Kovalainen. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus werde der Formel-1-Pilot noch einige Tage zur Entspannung in Spanien bleiben, ehe er in seine Heimat zurückkehre, teilte McLaren-Mercedes mit.


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